Mit einem 37 Prozent lag der Auftragseingang im sechsten Quartal in Folge über dem jeweiligen Vorjahreswert, wie es bei 2G Energy heißt.
Für den sich verhalten entwickelnden deutschen Markt erwartee der Vorstand eine Belebung nach der Bundestagswahl und der mit der Regierungsbildung entstehenden Investitionssicherheit. Im für 2G relevanten, produzierenden Mittelstand habe sich zudem nach mehreren Jahren der Zurückhaltung ein gewisser Investitionsstau entwickelt, heißt es weiter.
Europa und Nordamerika dominieren Auftragsgeschehen
Das starke Wachstum im übrigen Europa stamme aus Osteuropa. Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Spannungen seien dezentrale Kraftwerke und KWK-Anlagen durch ihre hohe Autarkie gefragt. 2G habe in dieser Region zudem durch vergleichsweise kurze Lieferzeiten punkten können.
Nordamerika war nach Darstellung des Unternehmens maßgeblich vom Inflation Reduction Act („IRA“) in den USA geprägt. 2G erwartet, dass die Nachfrage auch nach dem Auslaufen des IRA aufgrund des weiter stark steigenden Strombedarfs in den USA anhält. Etwaige Importzölle hätten auf die Strom- und Wärme-Gestehungskosten nur bedingten Einfluss.
Umsatz wächst bis 2026
Der Vorstand erwartet für das kommende Jahr 2026 einen Umsatz von 440 bis 490 Millionen Euro. Für das angebrochene Jahr 2025 bestätigt der Vorstand die im Oktober 2024 konkretisierte Umsatzprognose von 430 bis 450 Millionen Euro. Für das gerade beendete Jahr 2024 wird die Umsatzerwartung in der Mitte der bisherigen Prognose von 360 bis 390 Millionen Euro, also bei 370 bis 380 Millionen Euro, gesehen. Es ergibt sich somit eine erwartete Umsatzsteigerung von 60 bis 120 Mio. Euro innerhalb von zwei Jahren.
„2G verzeichnet weiter eine rege Nachfrage nach nachhaltiger Strom- und Wärmeerzeugung. Die zurückhaltende Entwicklung in Westeuropa und insbesondere in Deutschland birgt gleichwohl ein begrenztes Rückschlagrisiko, welches durch zusätzliche Chancen in den USA und in Osteuropa kompensiert wird“, so CSO Pablo Hofelich. „Trotz regulatorischer und politischer Unwägbarkeiten in einigen Teilmärkten sind wir für das laufende und das kommende Jahr in Summe optimistisch. Die konsequente Diversifikationsstrategie im Produktportfolio und der geographischen Abdeckung wird auch in den kommenden Perioden unser Wachstum absichern.“