Kreis Steinfurt

Nachhaltige Standortentwicklung: Förderung für Trendelkamp und Borgel

Münster/Nordwalde/Hörstel – Zwei Unternehmen aus dem Kreis Steinfurt bekommen Fördergeld vom Land Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union für die klimagerechte Anpassung ihrer Unternehmensstandorte: Trendelkamp Technologie aus Nordwalde und Borgel Elementbau aus Hörstel. Regierungspräsident Andreas Bothe überreichte an beide Unternehmen jeweils einen Förderbescheid.

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Die Trendelkamp Technologie GmbH erhält einen Förderbescheid in Höhe von 225.000 Euro. Geschäftsführer Josef Trendelkamp nahm diesen entgegen. Die Mittel stammen aus dem EFRE/JTF-Programm NRW und unterstützen die nachhaltige Entwicklung von Unternehmensstandorten im Rahmen des Klimaschutzes.

Die Förderung fließt in das Projekt „Entsiegelung, klimagerechte Umgestaltung und optimiertes Wassermanagement einer ehemaligen Industriebrache“. Mit dem Geld werden Maßnahmen zur Anpassung des Standorts an die Herausforderungen des Klimawandels umgesetzt. Ziel ist es, die Widerstandsfähigkeit gegenüber Starkregenereignissen deutlich zu erhöhen. Die Gesamtkosten liegen bei rund 450.000 Euro, wie es in einer Pressemeldung der Bezirksregierung Münster heißt.

„Mit diesem Projekt setzt die Trendelkamp Technologie GmbH ein beispielhaftes Zeichen für unternehmerischen Klimaschutz“, sagt Regierungspräsident Andreas Bothe. „Die Verbindung von moderner Produktion, ressourcenschonendem Umgang mit Flächen und nachhaltigem Wassermanagement zeigt, wie Industrie und Umweltschutz Hand in Hand gehen können.“

Entsiegelung von 3.600 Quadratmetern

Kern der Maßnahme ist die Entsiegelung sowie der Austausch von rund 3.600 Quadratmetern bisher versiegelter und verdichteter Flächen durch einen wasserdurchlässigen, versickerungsfähigen Belag. Zusätzlich entstehen zwei großvolumige Regenwasserrückhaltezisternen. Neue Bäume, Sträucher und Baumrigolen schaffen beschattete Aufenthaltsbereiche und tragen auch zur Verbesserung des Mikroklimas auf dem Gelände bei. Das Vorhaben wird im Zeitraum bis März 2027 umgesetzt.

Trendelkamp fertigt unter anderem Maschinen, Systeme und architektonische Konstruktionen, zum Beispiel den Bundesadler im Deutschen Bundestag. 

Borgel: Widerstandsfähiger gegen Wetterextreme werden

Um mehr Grün, weniger versiegelte Flächen und ein besseres Mikroklima geht es auch bei Borgel Elementbau in Hörstel. Das Unternehmen, das Anbieter im Bereich Bedachungen und Verkleidungen ist, will seinen Standort nachhaltiger und widerstandsfähiger gegen Wetterextreme aufstellen. Regierungspräsident Bothe überreichte einen Förderbescheid in Höhe von 117.500 Euro an Geschäftsführer Stefan Wagener. 

„Mit dieser Initiative zeigt Borgel Elementbau, wie nachhaltige, naturbasierte Maßnahmen auch an versiegelten, mittelständischen Firmenstandorten erfolgreich umgesetzt werden können – und übernimmt damit eine Vorbildfunktion für vergleichbare Unternehmen in der Region“, sagte Bothe bei der Bescheidübergabe. 

Ziel des Projekts ist es, den Unternehmensstandort gezielt an die Folgen des Klimawandels anzupassen und die Resilienz gegenüber Hitze- und Starkregenereignissen nachhaltig zu erhöhen. Geplant sind vielfältige Maßnahmen: Dazu zählen boden-, wand- und troggebundene Fassadenbegrünungen, begrünte Aufenthaltsbereiche, Dachbegrünungen sowie biodiversitätsfördernde Strukturen auf dem Firmengelände. Versiegelte Flächen werden zurückgebaut und durch wasserdurchlässige Beläge ersetzt. Ein integriertes Regenwassermanagement mit Zisterne, Sensorik und automatisierter Steuerung sollen künftig für die ressourcensparende Bewässerung der Grünflächen sorgen. Die Gesamtausgaben für das Projekt liegen bei 235.000 Euro. Bis Januar 2027 sollen die Begrünungs- und Entsiegelungsmaßnahmen umgesetzt werden.

Info:
Mit dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Fonds für den gerechten Übergang (Just Transition Fund/JTF) erhalten Vorhaben, insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen oder Kommunen, Unterstützung in Form von Förderungen, die von der Europäischen Union kofinanziert werden. Themenschwerpunkte des Programms sind insbesondere Innovation und Forschung, Gründung und Digitalisierung, Klimaschutz und Klimaanpassung, Stadt und Region, Transformation in Kohleregionen sowie Strategische Technologien.

Programmaufruf „Klimaanpassung.Unternehmen.NRW“ 
Die Förderung bei Borgel erfolgt im Rahmen eines Aufrufes, der die Klimaanpassungsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen sowie kommunaler Unternehmen in Nordrhein-Westfalen stärken soll. Unterstützt werden investive, naturbasierte Maßnahmen, die einen Beitrag zur klimaresilienten Weiterentwicklung der Wirtschaft leisten. Für Vorhaben ab 200.000 Euro Gesamtausgaben ist die Bezirksregierung Münster landesweit zuständig.

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