Bereits vor rund zwei Jahren hatte der Tierpark mit mehreren Photovoltaikanlagen, E-Ladesäulen sowie zahlreichen energetischen Optimierungsmaßnahmen den Startschuss für ein umfassendes Nachhaltigkeitsprogramm gegeben. Nun folgt der bislang größte Ausbauschritt: Die bereits vorhandene Photovoltaikleistung von rund 90 kWp wird durch die neue Anlage auf insgesamt knapp 290 kWp erweitert. Damit hat der Tierpark seine Kapazitäten zur eigenen Stromerzeugung mehr als verdreifacht. „Unser Ziel ist es, den Tierpark Schritt für Schritt unabhängiger von externen Energiequellen zu machen und den Eigenversorgungsanteil kontinuierlich zu erhöhen“, erklärt der kaufmännische Leiter des Zoos, Nils Schleper. „Die vergangenen Jahre haben bereits gezeigt, dass sich unsere Investitionen in eine nachhaltige Energieversorgung sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich auszahlen. Mit der neuen Photovoltaikanlage gehen wir nun den nächsten konsequenten Schritt.“
Energiespitzen abfangen
Gerade an sonnigen Tagen, wenn viele Besucher den Tierpark besuchen, steigt auch der Strombedarf deutlich. Gastronomie, Kühlanlagen, Tierhäuser, Pumpen, Lüftungsanlagen und zahlreiche weitere technische Einrichtungen benötigen dann besonders viel Energie. Genau in diesen Zeiten liefert die Photovoltaikanlage ihre höchste Leistung. „Die zeitliche Übereinstimmung von hoher Sonneneinstrahlung und großem Besucheraufkommen ist für uns ein echter Standortvorteil“, erläutert Kramer. „Ein erheblicher Teil des zusätzlich benötigten Stroms kann unmittelbar selbst erzeugt und direkt vor Ort genutzt werden. Das verbessert nicht nur unsere Klimabilanz, sondern reduziert gleichzeitig dauerhaft unsere Energiekosten.“
Die Investition ist Teil eines langfristig angelegten Entwicklungsprozesses. Auch künftig sollen weitere Maßnahmen folgen, um den Energieverbrauch weiter zu reduzieren, den Eigenversorgungsgrad weiter auszubauen und den Tierpark Nordhorn nachhaltig für die Zukunft aufzustellen, wie es in einer Pressemeldung des Tierparks heißt.
„Unser Ziel ist klar: Der Tierpark Nordhorn soll in den kommenden Jahren zu einem der energieeffizientesten Zoos Deutschlands werden. Jeder weitere Schritt in Richtung Energieautarkie stärkt nicht nur unsere wirtschaftliche Zukunft, sondern leistet zugleich einen konkreten Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz. Nachhaltigkeit ist für uns kein Projekt mit Enddatum, sondern ein dauerhafter Entwicklungsprozess“, so Zoodirektor Kramer. Er ergänzt: „Als moderner Zoo tragen wir Verantwortung – für die uns anvertrauten Tiere, für unsere Besucher, für unser Mitarbeiterteam und für kommende Generationen. Deshalb möchten wir Nachhaltigkeit nicht nur vermitteln, sondern sie im eigenen Betrieb sichtbar leben. Die neue Photovoltaikanlage ist dabei ein weiterer wichtiger Meilenstein auf unserem Weg zu einem möglichst energieautarken Tierpark.“