Landkreis Grafschaft Bentheim

LernForum am Campus Berufliche Bildung in Nordhorn eröffnet

Nordhorn – Ob Hamburger Elbphilharmonie, Bahnhof „Stuttgart 21“ oder Flughafen BER – oft sprengen ambitionierte Bauprojekte in Deutschland den aufgestellten Zeitplan. In der Grafschaft Bentheim läuft das anders, genauer gesagt in Nordhorn. Dort wurde jetzt das LernForum des Campus Berufliche Bildung (CBB) offiziell eröffnet – nach nur elfmonatiger Bauzeit, so wie alle Verantwortlichen es sich auch vorgestellt hatten.

Das neue LernForum am Campus Berufliche Bildung (CBB) in Nordhorn ist offiziell eröffnet worden. Foto: Tom Vieth

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Das LernForum ist nach Angaben des Landkreises Grafschaft Bentheim „ein deutschlandweit bisher einzigartiger Bildungsort für Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Lehrkräfte und weitere Bildungsinteressierte“. Auf einer Fläche von rund 740 Quadratmetern bietet das LernForum 15 flexibel einsetzbare Lernräume, die von Schülerinnen und Schülern über ein Portal selbst gebucht werden können, sowie einen Veranstaltungsraum für Workshops, Vorträge und Netzwerktreffen. Neben dem Innovationszentrum, das 2029 eröffnet werden soll, sowie weiteren dezentralen Lernabgeboten und Laboren nimmt das LernForum eine der drei Säulen des CBB ein.

Plangemäße Fertigstellung überrascht positiv

Dass es ein ambitioniertes Ziel war, das LernForum nach nicht einmal einem Jahr nach nach der Grundsteinlegung zu eröffnen, war Sandra Cichon, erste Kreisräten des Landkreises Grafschaft Bentheim, bewusst. Doch dank engagierter Bauunternehmen, Architekten und ihren Mitarbeitern konnte der Zeitplan eingehalten werden. „Klar, wir sind doch hier in der Grafschaft!“, sagte Cichon stolz. „Landrat Uwe Fietzek hat sich auf die Fahne geschrieben, die berufliche Bildung zu fördern und Zukunftskompetenzen zu stärken.“ Junge Menschen sollten sich im neuen Gebäude wohlfühlen und die Entwicklung des LernForums nun vorantreiben. Besonders überrascht habe Cichon ein Raum mit ausfahrbarem Greenscreen und Podcast-Studio.

Auch Klaas Johannink, Vorstandsvorsitzender der Wirtschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim, hatte nicht damit gerechnet, dass das LernForum so zügig öffnen konnte. Weiter erklärte er, dass sich die Lern- und Arbeitswelt in den vergangenen 20 Jahren stark verändert habe. „Die größten zwei Erkenntnisse sind: Arbeit wird nicht weniger, sondern anders. Und: Menschen wollen Menschen treffen“, so Johannink. „Der CBB ist dafür da, Kompetenzen zu erwerben, denn die erforderlichen Skills werden immer anspruchsvoller werden. Ich freue mich, wenn wir in zehn Jahren eine positive erste Bilanz ziehen können.“

Schülerinnen und Schüler miteingebunden

Theo Büdden, Vorstandsmitglied des Landesschülerrats und zugleich selbst Schüler am CBB, zeigte sich „total begeistert“ vom LernForum. „Die Räume können wir super gut nutzen und haben mit der guten technischen Ausstattung viel Potenzial. Hier lässt es sich definitv vernünfig arbeiten.“ Von nun an wünsche er sich, dass das LernForum von den Schülerinnen und Schülern gut angenommen und sie weiterhin in die Weiterentwicklung des Projekts eingebunden werden.

„Die Geschichte beginnt erst jetzt“

Digital zugeschaltet war Melanie Walter, niedersächsische Ministerin für Europa und regionale Landesentwicklung (SPD). Einrichtung wie das LernForum seien „ein entscheidender Schlüssel für die Zukunft unserer Wirtschaft“, so Walter. „Entscheidend ist, dass junge Menschen anhand ihrer Talente gefördert werden. Das LernForum ist ein Versprechen an Unternehmen, Fachkräfte mit Top-Startbedingungen in die Wirtschaft zu bringen. Wenn sie schließlich in der Region bleiben, dann haben alle Seiten gewonnen.“

Heiko Ensink, Vorstandsmitglied der Kreishandwerkerschaft Grafschaft Bentheim, betonte die hohe Bedeutung des LernForums für die Handwerksberufe in der Region. „Das LernForum ist ein Vorzeigeprojekt für die Grafschaft. Nun gilt es weiterzumachen.“ Mike Ruppelt vom beauftragten Bauunternehmen G. Büter schloss sich dem an: „Unsere Arbeit ist abgeschlossen, aber die Geschichte beginnt erst jetzt.“

Dr. Wilko Potgeter vom Architekturbüro Potgeter und Wefelshütten erklärte, dass er zum LernForum eine „besondere persönliche Verbindung“ habe. Für ihn war es nach der Rückkehr in das Unternehmen seines Vaters das erste Projekt, das er von Beginn bis Fertigstellung begleitet hatte. Potgeter unterstrich, die physischen Räume neben de digitalen Räumen nicht zu vergessen. Dafür stehe das LernForum. Abschließend übergab er Cichon, die den verhinderten Uwe Fietzek vertrat, symbolisch für die Eröffnung einen der beim Bau verwendeten Steine.


 

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