Münster

Fiege plant Abriss und Wiederaufbau der „Schildkröte“

Münster – Der sogenannten „Schildkröte“ am Münsteraner Stadthafen geht’s nicht gut. Davon zeugen die Bauzäune, die das marode Betonsilo aktuell umzingeln, um vor herunterfallenden Betonteilen zu schützen. Eine Sanierung des alten Silos gestaltet sich deutlich komplizierter, als ursprünglich gedacht. Deshalb plant der Logistikdienstleister Fiege, auf dessen Grundstück die „Schildkröte“ beheimatet ist, einen Abriss und Wiederaufbau des Hafenelements – inklusive Begrünung.

Zukünftig mit grünem Panzer: Fiege plant, die „Schildkröte“ (vorne links) am Münsteraner Stadthafen abzureißen, wiederaufzubauen und zusätzlich zu begrünen. Foto: Fiege

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„Eine Sanierung der aktuellen ‚Schildkröte‘, die langfristig Bestand hat, ist leider fast unmöglich, weil die Bausubstanz und Grundstruktur in einem desolaten Zustand sind“, sagt Kai Alfermann, Managing Director bei Fiege Real Estate. Durch einen Sanierungsversuch lasse sich nicht garantieren, dass das Betonsilo dauerhaft erhalten bleiben könne, so Alfermann. „Das haben wir uns durch ein Team von externen Expertinnen und Experten bestätigen lassen und das zeigen leider auch die Erfahrungen mit dem ‚Elefanten‘ auf dem Nachbargrundstück, dessen Sanierung am Ende deutlich aufwändiger war und länger gedauert hat, als zunächst geplant.“

Um den Industrie-Charakter des Hafens sowie das Ensemble – bestehend aus „Giraffe“, „Elefant“ und „Schildkröte“ – dennoch erhalten zu können, beabsichtigt Fiege, das alte Betonsilo neben dem X-Dock abzureißen und die „Schildkröte“ an gleicher Stelle wieder aufzubauen. „Zusätzlich möchten wir die ‚Schildkröte‘ begrünen, um der neuen Hafenpromenade eine etwas grünere Note zu verleihen und eine höhere Aufenthaltsqualität zu schaffen“, erklärt Alfermann.

Vorbehaltlich der erforderlichen Genehmigungen sollen die Abbrucharbeiten sehr zeitnah beginnen, um die Bauarbeiten der Stadt auf der Hafen-Südseite nicht zu beeinträchtigen, teilt das Unternehmen mit. Die Fertigstellung der neuen und begrünten „Schildkröte“ ist für Mitte 2027 und im Einklang mit der Realisierung des zweiten Bauabschnitts der neuen Hafenpromenade vorgesehen. Alferman sagt: „Wir stehen in engem Austausch mit der Stadt und ihrem Planungsbüro, damit sichergestellt ist, dass sich die ‚neue Schildkröte‘ perfekt in die Umgebung der neuen Hafenpromenade einfügt.“

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