Landkreis Grafschaft Bentheim

Campus Berufliche Bildung: Startschuss für Bau des Lernzentrums in Nordhorn

Nordhorn - Der Grundstein ist gelegt: Bis Ende Oktober 2026 entsteht auf dem Gelände der Berufsbildenden Schulen am Bölt in Nordhorn das Lernzentrum des Campus Berufliche Bildung (CBB). Landrat Uwe Fietzek gab gemeinsam mit Mitgliedern der Steuerungsgruppe CBB, die sich aus Wirtschaft, Handwerk, Bildung, Politik und Kreisverwaltung zusammensetzt, den offiziellen Startschuss für den Neubau.

Gemeinsam legten Landrat Uwe Fietzek sowie Vertreterinnen und Vertreter der Steuerungsgruppe CBB, des Bauunternehmens Büter und des Architekturbüros potgeter+wefelshütten in Nordhorn den Grundstein für das Lernzentrum des CBB. (Foto: Landkreis Grafschaft Bentheim).

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Rund 4,6 Millionen Euro investiert der Landkreis Grafschaft Bentheim in dieses Projekt, wie es in einer Mitteilung heißt. Das Lernzentrum des CBB stellt neben den dezentralen Lernzentren und dem Innovationszentrum eine der drei Säulen des derzeit größten Bildungsvorhabens des Landkreises dar. „Mit dem CBB machen wir einen ganz konkreten und mutigen Schritt in die Zukunft der beruflichen Bildung in der Grafschaft Bentheim. Wir haben vor Ort bereits eine sehr starke Bildungslandschaft, die wir mit dem CBB noch weiter nach vorne bringen wollen. Wir sehen die berufliche Ausbildung künftig auf Augenhöhe mit der akademischen Ausbildung und dazu gehört auch eine Infrastruktur, die vergleichbar mit der von Hochschulen ist“, fasst Landrat Uwe Fietzek das Ziel hinter diesem dem Großprojekt zusammen. 

Räume zum Lernen

„Das neue Lernzentrum wird kein weiteres klassisches Schulgebäude, sondern ein offener Lern- und Begegnungsort für alle Lernenden in der Grafschaft – ganz gleich auf welche Schule sie gehen oder wie sich nach dem eigentlichen Schulabschluss beruflich weiter fortbilden möchten“, macht Jana Rassi, die Managerin des Lernzentrums deutlich. Auf 740 Quadratmetern Fläche bietet das ebenerdige Gebäude ausreichend Platz für mehrere Arbeits- und Besprechungsräume, einen großen Multifunktionssaal – das Herzstück des Lernzentrums – und eine Großtagespflege. „Im Fokus steht das selbstorganisierte Lernen. Hier ist Raum, um alleine oder in Gruppen beispielsweise für Abschlussarbeiten zu lernen oder Präsentationen vorzubereiten. Manchmal steht dafür zuhause einfach nicht genügend Platz zur Verfügung oder es fehlt die notwendige Ruhe“, weiß Rassi. Die Räume sind mit unterschiedlichster Technik ausgestattet und variabel möbliert, um ein interaktives Arbeiten zu fördern. Auch kreative Projekte können im Lernzentrum umgesetzt werden. „Ein Raum ist speziell auf Filmschnitt und Audioaufnahmen ausgelegt. Hier können sich alle Interessierten technisch ausprobieren“, so Rassi.

Aushängeschild in der Region

Die verschiedenen Räume des Lernzentrums können später online gebucht werden. Mitarbeitende des Lernzentrums stehen vor Ort für Fragen zur Verfügung. Die Konzeption für das Lernzentrum ist im Rahmen eines umfangreichen Beteiligungsprozesses erarbeitet worden. Eine Schülerbefragung hatte bereits 2021 gezeigt, dass sich viele Jugendliche mehr Raum zum Lernen wünschen. „Die Schülerinnen und Schüler brauchen mehr Raum zum Lernen, allein oder in Projektgruppen. Diesem Wunsch werden wir mit dem Lernzentrum und den vielfältigen Angeboten drumherum gerecht. Wir ermöglichen hier die Chancen, selbstorganisiert zu lernen, sich beruflich zu orientieren und Kontakte etwa mit Unternehmen zu knüpfen. Dass wir dafür ein eigenständiges Gebäude errichten, ist eine Besonderheit und ein Angebot, das es in anderen Regionen so nicht gibt“, erklärt Ilka Maag, Projektleiterin des CBB. „Das Lernzentrum ist mehr als ein Gebäude“, steht auch für Landrat Uwe Fietzek fest. „Es ist ein Angebot für alle, die ihre Zukunft aktiv gestalten wollen. Als gemeinsames Projekt wird das Lernzentrum definitiv kein ‚stiller Verwaltungsraum‘, sondern ein lebendiger Ort sein, den die Partner aus Wirtschaft und Schule immer wieder neu formen.“

Umgesetzt wird der Neubau des Lernzentrums durch das Bauunternehmen Büter aus Ringe, das sich in einem europaweiten Vergabeverfahren durchgesetzt hat. Das Bauvorhaben erfolgt dabei in Form eines Öffentlich-Privaten Partnerschaftsmodells (ÖPP-Inhabermodell). Für die Planung des besonderen Projektes zeichnet das Architekturbüro potgeter+wefelshütten aus Nordhorn verantwortlich. Das fertige Gebäude soll bis zum 31. Oktober 2026 an den Landkreis übergeben werden.


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