Mit der Investition verbindet Westfalen die Kompetenzen seiner beiden Geschäftsbereiche Energieversorgung und Industriegase, wie es in einer Pressemeldung des Unternehmens heißt. Das Propan komme unter der Bezeichnung R-290 als natürliches Kältemittel in unterschiedlichen Anwendungen zum Einsatz und spiele insbesondere für Wärmepumpen eine wichtige Rolle.
„Wir sind davon überzeugt, dass sich die Wärmepumpe als wichtige Technologie für die zukünftige Wärmeversorgung weiter durchsetzen wird. Mit der neuen Anlage schaffen wir die Voraussetzungen, unsere Kunden auch bei einem weiteren Aufschwung des Wärmepumpenmarktes zuverlässig mit dem benötigten Kältemittel zu versorgen“, erklärte Meike Schäffler, Produktionsvorständin der Westfalen-Gruppe.
Werk zählt zu den wichtigsten Standorten
Bei ihrem Besuch informierte sich die Bundesmittelstandsbeauftragte Connemann über die neue Anlage und die Aktivitäten der Westfalen-Gruppe in Münster-Gelmer. Das Werk zählt zu den wichtigsten Standorten des Unternehmens. In den vergangenen Jahren hat Westfalen dort Produktions- und Logistikstrukturen für das Industrie-, Energie- und Mobilitätsgeschäft aufgebaut.
Die aktuelle Investition nahm Connemann zum Anlass, die Bedeutung mittelständischer Unternehmen für Innovation und Wachstum am Wirtschaftsstandort Deutschland hervorzuheben. „Unser Mittelstand wartet nicht auf die Zukunft. Er gestaltet sie. Hier in Münster-Gelmer wird gezeigt, wie das geht: mit Ideen, Weitblick und dem Mut, zu investieren. Genau diesen Unternehmergeist braucht unser Land. So entstehen neue Chancen für Betriebe, Beschäftigte und ganze Regionen. Das ist gelebte Verantwortung. Typisch Mittelstand. Und ein starkes Signal für Deutschland.“
Langfristiges Wachstumspotenzial bei natürlichen Kältemitteln
Auch die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen für Investitionen in Deutschland waren Thema des Austauschs. „Wir sehen langfristiges Wachstumspotenzial bei natürlichen Kältemitteln in Deutschland und wollen diesen Markt aktiv mitgestalten. Daher auch die Investition hier in Münster“, erklärte Jesko von Stechow, Finanzvorstand der Westfalen-Gruppe. „Gleichzeitig setzen wir verstärkt auf unsere Aktivitäten in den europäischen Nachbarländern, weil die Rahmenbedingungen dort inzwischen günstiger sind als in Deutschland. Damit Deutschland als Investitionsstandort wieder wettbewerbsfähiger wird, braucht es vor allem bezahlbare Energie, weniger Bürokratie und verlässliche politische Rahmenbedingungen.“