Der 18-Jährige kam bereits im Jahr zuvor für ein Praktikum nach Deutschland und wagte anschließend den Schritt in die Ausbildung, wie es nun in einer Mitteilungb heißt. „Am Anfang war es schon eine Umstellung: ein 14-Stunden-Flug, Jetlag, eine neue Umgebung – alles war anders. Aber jetzt fühle ich mich sehr wohl. Alle sind sehr nett, und wir haben eine gute Gemeinschaft“, erzählt Mauricio. Gemeinsam mit zwei weiteren Teilnehmern aus Honduras wohnt er in einer WG in der Nachbarstadt.
Vor seiner Ausbildung absolvierte Mauricio am CTHA in Honduras ein technisches Fachabitur im Bereich Industriemechanik – eine dreijährige Ausbildung mit theoretischen und praktischen Anteilen. „Im ersten Jahr haben wir viel Theorie gemacht – Chemie, Physik, Mathematik. Später kamen Praxisanteile dazu: Schweißen, Arbeiten an Dreh- und Fräsmaschinen“, berichtet er. Auf das Projekt zwischen dem CTHA und der IHK Nord Westfalen wurde er 2022 aufmerksam. „Unsere Schule hat uns damals informiert, dass es eine Kooperation mit Deutschland gibt. Dafür musste man Deutsch lernen und sich aktiv bewerben“, erinnert er sich. Zehn Schülerinnen und Schüler entschieden sich, an dem Programm teilzunehmen. „Wir hatten vier Stunden Deutschunterricht pro Woche mit einer deutschen Lehrerin und konnten am Ende das A2-Niveau erreichen.“
Seine Motivation, nach Deutschland zu kommen, war groß: „Ich wollte mir selbst beweisen, dass ich das schaffen kann. Ich wollte die Sprache besser lernen und sehen, wie die Ausbildung hier ist. Meine Familie hat mich sehr unterstützt – es war immer mein Traum, in Deutschland zu arbeiten.“
Nach den ersten Monaten in der Ausbildung zieht Mauricio eine positive Bilanz: „Am besten gefällt mir das Betriebsklima. Die Teamarbeit ist sehr stark, jeder unterstützt jeden. Und das Essen in der Kantine ist super!“ Die Begeisterung für Maschinen liegt in der Familie: „Mein Vater ist Mechaniker – allerdings für Nähmaschinen. Ich habe ihm schon als Kind geholfen, Geräte auseinanderzunehmen und wieder zusammenzubauen. Vielleicht kommt daher meine Leidenschaft für Technik.“
Unterstützung durch die IHK
Auch die Unterstützung durch die IHK war für den Start wichtig: „Sie haben uns bei der Wohnungssuche und mit ersten Möbeln geholfen.“ „Die Zusammenarbeit mit der IHK Nord Westfalen verschafft uns echten Mehrwert: von der Vorbereitung in Honduras über die Ankunft in Coesfeld bis in den Ausbildungsalltag hinein sind die Wege kurz, die Unterstützung verlässlich und die Integration spürbar leichter. Wir haben sehr gute Erfahrungen gemacht und freuen uns, mit Mauricio einen engagierten Azubi im Team zu haben. Sein Einsatz und seine Lernbereitschaft machen die Zusammenarbeit besonders wertvoll. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Fachkräftesicherung gemeinsam gelingen kann“, so Anita Mühlenkamp, Ausbildungsleiterin J.W. Ostendorf.
Wer sich über Karrierechancen bei J.W. Ostendorf informieren möchte, hat dazu am Mittwoch, den 4. März 2026 zwischen 16 und 20 Uhr Gelegenheit: Im Rahmen des Aktionstags #GoKarriere öffnen J.W. Ostendorf und zehn weitere Unternehmen aus den Gewerbegebieten Rottkamp und Otterkamp in Coesfeld ihre Türen.
Interessierte erhalten ohne Anmeldung Einblicke in Arbeitsbereiche, können Fragen stellen und mit Beschäftigten ins Gespräch kommen. Im März kommt ein weiterer Teilnehmer aus Honduras für ein Praktikum zu Ostendorf.