„Für einen starken Wirtschaftsstandort ist eine gute Erreichbarkeit von großer Bedeutung. Auch für viele Unternehmen in Rheine sind schnelle Verbindungen zu Geschäftspartnern, Kunden und Absatzmärkten ein wichtiger Faktor. Mit dem FMO haben wir einen leistungsfähigen Flughafen direkt vor unserer Haustür“, so Niehaus. Gleichzeitig spiele die Nähe zum Flughafen auch im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte eine Rolle. „Erreichbarkeit und Mobilität gehören heute ebenso zur Lebens- und Standortqualität wie attraktive Arbeitsplätze, Wohnangebote oder Freizeitmöglichkeiten.“
Herausforderungen für deutschen Luftverkehr
Im Gespräch ging es deshalb insbesondere um die Anforderungen der regionalen Wirtschaft an das Flugangebot. Eine zentrale Rolle spielte dabei die Lufthansa-Verbindung nach München. Über das internationale Drehkreuz bestehen zahlreiche Anschlussmöglichkeiten zu Zielen in Europa und weltweit. Auch der Ausbau des touristischen Flugangebots sowie die Stationierung weiterer Flugzeuge am FMO waren Gegenstand des Austauschs. „Die starke Nachfrage aus unserer Region zeigt, welchen Stellenwert der FMO für Geschäfts- und Privatreisende hat“, betonte Heinemann. „Gerade für wichtige Verbindungen ist es entscheidend, dass die Angebote von den Unternehmen und den Menschen in der Region auch tatsächlich genutzt werden. Eine enge Vernetzung mit der regionalen Wirtschaft ist deshalb für uns von großer Bedeutung.“
Diskutiert wurden darüber hinaus die derzeitigen Herausforderungen des Luftverkehrsstandortes Deutschland. Hohe Standortkosten, der internationale Wettbewerb der Flughäfen und Fluggesellschaften sowie veränderte Rahmenbedingungen im Geschäftsreiseverkehr würden sich unmittelbar auf das Angebot an deutschen Regionalflughäfen auswirken. Gleichzeitig konnte sich der FMO in den vergangenen Jahren im bundesweiten Vergleich positiv entwickeln. Beispielsweise wurde Ende September der einmillionste Fluggast am FMO begrüßt, rund eine Woche früher als im Vorjahr.
FMO „Teil der regionalen Infrastruktur“
Auch die Erreichbarkeit des Flughafens aus Rheine sowie mögliche Potenziale für eine noch stärkere Vernetzung von Flughafen, Unternehmen und regionalen Wirtschaftsförderungen wurden thematisiert. Dabei ging es unter anderem um die Frage, wie Bedarfe der Unternehmen frühzeitig sichtbar gemacht und wichtige Flugverbindungen gemeinsam unterstützt werden können. Niehaus unterstrich: „Der FMO ist für Rheine nicht einfach nur der nächstgelegene Regionalflughafen. Er ist Teil unserer regionalen Infrastruktur und damit ein Faktor, den wir auch im Standortmarketing, bei Unternehmensgesprächen und bei der Ansprache von Fachkräften stärker mitdenken können.“
EWG und FMO wollen den begonnenen Austausch fortsetzen und insbesondere bei wirtschaftsrelevanten Themen zukünftig eng im Gespräch bleiben, heißt es abschließend.