Gescher

ROS Rollentechnik | Weichen für strategische Neuausrichtung gestellt

Mit einem neuen Geschäftsführer und der Bündelung der Kompetenzen am Standort in Gescher hat ROS Rollentechnik ein neues Kapitel in der Unternehmensgeschichte aufgeschlagen. Seit Sommer ergänzt Jörg Mandelatz die Geschäftsführung. Gemeinsam mit dem kaufmännischen Geschäftsführer Thorsten Raatgering will er das Unternehmen strategisch neu ausrichten und auch ins Nachbarland schauen.

Führen ROS Rollentechnik gemeinsam: Thorsten Raatgering (links) und Jörg Mandelatz. Foto: ROS Rollentechnik

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Jörg Mandelatz hat zuvor zehn Jahre bei einem international agierenden Hersteller von Fördertechnik in der Schweiz gearbeitet. Die Anfrage von ROS und die Perspektive, das Unternehmen in Gescher weiterzuentwickeln, hat ihn dann aber gereizt, ins Münsterland zu wechseln. „Bei ROS kann ich meine langjährige Erfahrung aus dem Bereich der Intralogistik gut einbringen“, erklärt Mandelatz mit Blick auf das Portfolio des Gescheraner Unternehmens. ROS stellt mit 60 Mitarbeitenden Tragrollen, Schwerlasttragrollen, Trommeln und Walzen aus Kunststoff, Edelstahl und Stahl für verschiedene Industriezweige her – von der Lebensmittel- und Automobilindustrie über Chemie, Pharmaindustrie und Intralogistik bis hin zu Papier- und Holzverarbeitung. 

Wachstumspotenzial

Mandelatz‘ Ziel: Den Vertrieb bei ROS ausbauen und so neue Absatzmärkte erschließen. „Bislang war das Unternehmen eher reaktiv unterwegs. Wir wollen nun offensiv auf potenzielle Neukunden zugehen und unseren Wirkungskreis vergrößern. Insbesondere die benachbarten Niederlande sind für uns interessant.“ Vor diesem Hintergrund sucht ROS derzeit Verstärkung fürs Vertriebsteam und für die Produktion. Mandelatz: „Wir haben uns in Gescher vor allem auf kundenspezifische Sonderlösungen ab Losgröße 1 konzentriert. Diese Kompetenz wollen wir stärker herausstellen.“ Er blickt positiv auf das Wachstumspotenzial von ROS: „Förderrollen werden überall benötigt – ob im verarbeitenden Gewerbe oder im Supermarkt an der Kasse. Keine Ware kann ohne diese Technik bewegt werden. Für unsere Produkte finden wir daher überall Anwendung. Das macht uns auch in konjunkturell schwierigen Zeiten resilienter.“ 

Umzug des Produktionsstandortes Süd in der Oberpfalz nach Gescher

Gleichzeitig soll die Produktion effizienter aufgestellt werden. Ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung: Der Umzug des Produktionsstandortes Süd in Trabitz in der Oberpfalz nach Gescher im Frühjahr 2025. In Bayern hatte ROS 2021 den Hersteller von Standard-Tragrollen Traporol übernommen und damit sein Portfolio ergänzt, um – neben den Sonderanfertigungen – zum Komplettanbieter im Bereich Tragrollen, Allseitenrollen und Schwerlastrollen zu werden. „Mit der Zusammenlegung beider Standorte im Gewerbegebiet Süd-West in Gescher haben wir nun alle Kompetenzen unter einem Dach gebündelt und können dadurch wesentlich effizienter arbeiten. In Gescher gab es dafür den entsprechenden Platz. Der Standort liegt auch strategisch günstig zum Ruhrgebiet, wo wir viele Kunden betreuen“, begründet Mandelatz den Schritt.  

Dabei setzt der neue Geschäftsführer auch auf Automatisierung. „Wir sind zwar im Bereich der Sonderrollenfertigung nach wie vor eine Manufaktur, da es hierfür sehr spezifische Anforderungen gibt. Aber bei der Herstellung von Standardrollen werden wir mehr Prozesse automatisieren, um – bei gleichbleibender Qualität – schneller fertigen zu können“, gibt er einen Einblick. Auch Künstliche Intelligenz soll zum Einsatz kommen, etwa bei der Angebotserstellung.  

In Sachen regenerativer Energieversorgung wurde der 2021 eröffnete Standort an der Schildarpstraße in Gescher schon im vergangenen Jahr für die Zukunft gerüstet: Auf dem Dach der Produktionshalle wurde eine Photovoltaikanlage installiert und auf dem Parkplatz sind Elektroladesäulen eingerichtet worden. 

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