Dass die Breitbandversorgung in Gescher schon heute nahezu vollständig abgedeckt ist, liegt vor allem daran, dass sich die Kommune frühzeitig auf den Weg gemacht hat. „In Kooperation mit den Glasfaseranbietern Deutsche Glasfaser, Epcan und Muenet haben wir einen Großteil des Stadtgebietes und der Gewerbegebiete in Gescher und Hochmoor sowie außerdem mithilfe von Buddelvereinen auch die Außenbereiche im eigenwirtschaftlichen Verfahren ausbauen können“, erklärt Heike Twyhues, Wirtschaftsförderin und Breitbandkoordinatorin der Stadt Gescher. Auf Fördermittel musste und konnte die Kommune dafür bislang nicht zurückgreifen. Aber: Im Außenbereich gibt es vereinzelt Adressen, die schwer zu erschließen sind und bei denen die Anschlusskosten teuer wären. „Für diese Fälle nutzen wir nun die Bundes- und Landesfördermittel“, begründet Twyhues.
Erhöht die Attraktivität als Wohn- und Wirtschaftsstandort
Eine Entscheidung, die im Stadtrat nicht ganz unumstritten war, weil die Kommune sich auch mit rund 570.000 Euro Eigenmitteln an den Baukosten beteiligen muss. „Klar ist aber auch, dass eine flächendeckende Breitbandversorgung heutzutage Voraussetzung für eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist. Das erhöht die Attraktivität als Wohn- und Wirtschaftsstandort – insbesondere im ländlichen Bereich. Auch Landwirte sind schließlich auf eine schnelle Datenübertragung zur Bewirtschaftung ihrer Höfe angewiesen. Das Graue-Flecken-Programm ist der letzte Zug, auf den wir aufspringen können, um die unterversorgten Adressen ans Netz zu bekommen“, macht Twyhues klar.
285 Anschlussnehmer bekommen Zugang zum schnellen Internet mit Glasfaser. Kreisweit stehen für den Ausbau 72 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. Koordiniert wird das Graue-Flecken-Programm von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken, in Gescher und Hochmoor umgesetzt wird es von der Bietergemeinschaft der Glasfaseranbieter Muenet und Epcan.