„Wir haben zurzeit nur noch Restflächen im Bestand, die aber auch schon reserviert sind und zum Ende des Jahres verkauft werden. Die Lage unserer Stadt an der B 525 und die Anschlussstelle zur wichtigen Nord-Süd-Achse A 31 macht Gescher für viele Unternehmen zu einem interessanten Standort“, erklärt Christian Hübers, Kämmerer der Stadt Gescher. Insbesondere am Wissings Hof und an der Schildarpstraße Richtung Bundesstraße hat sich in den vergangenen Jahren viel getan.
„Handwerkergebiet“ Wissings Hof
Im „Handwerkergebiet“ Wissings Hof haben sich zum Beispiel N&G Gartenbau, die Zimmerei Holzart, SP Solar und BTR Pulverbeschichtung angesiedelt. „Unser Ziel ist es, Handwerksbetriebe am Wissings Hof zusammenzubringen, sodass sich für sie Synergien ergeben“, erläutert Hübers. Außerdem haben sich mit dem Sonnenschutz- und Torhersteller wiro, Elsing-Brüning Metallbau und Himmel technologies (siehe dazu auch diesen Artikel) drei Unternehmen aus dem Bestand ein paar Meter weiter am Venneweg erweitert. „Die Bauten sind alle in diesem Jahr fertiggestellt worden. Es gab also viel Bewegung in unseren südlichen Gewerbegebieten“, erklärt der Kämmerer.
dp Campus New Energy and Innovation eröffnet
Eröffnet wurde 2025 auch der dp Campus New Energy and Innovation von dp Energietechnik, Anbieter für Lösungen im Bereich erneuerbare Energien. Das Unternehmen hat seinen Standort von Stadtlohn nach Gescher verlegt (siehe dazu auch diesen Artikel). „Die Ansiedlung von dp Energietechnik ist optisch aufgrund der besonderen Architektur ein absolutes Highlight. Hinzu kommt die große Grünfläche im Central Park – das ist ein gutes Aushängeschild für Gescher“, betont Hübers. In unmittelbarer Nachbarschaft hat außerdem der Industrie- und Gewerbehallenbauer Sicon seinen Standort um eine Halle erweitert. Auch die „Amöbe“ – eine Restfläche an der Schildarpstraße in der Nähe des Energie-Campus – wurde inzwischen bebaut. Dort ist ein Bürogebäude entstanden, in das das Recyclingunternehmen Oberwies investiert hat. Im Erdgeschoss hat vor Kurzem eine Bäckerei mit Café eröffnet. „Es war der Wunsch vieler Unternehmen, dass es für die Versorgung der Mitarbeitenden ein entsprechendes Angebot für Frühstück, Mittagessen und Snacks vor Ort gibt. Es ist schön, dass das nun geklappt hat“, betont Kämmerer Hübers.
Bedingungen wie diese haben dafür gesorgt, dass die Stadt Gescher eine von fünf Kommunen im Kreis Borken ist, die einen positiven Pendlersaldo ausweisen. In Gescher waren das zuletzt fast 1.500 Personen. „Vor zehn Jahren lagen wir hier noch im Minusbereich“, betont Hübers.
Über neue Gewerbeflächen macht sich die Stadt bereits Gedanken. „Wir sind in Verhandlungen mit einigen Grundstückseigentümern und prüfen, welche Tauschflächen wir anbieten können. Ich hoffe, dass wir im kommenden Jahr zu einem Ergebnis kommen und konkrete Pläne vorstellen können“, gibt Hübers einen Einblick.