Auf dem dp campus finden Besucher auf der 1.000 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche ganz verschiedene Energietechniken, angefangen bei der Stromerzeugung mit Solarmodulen über Biomasseheizungen bis hin zu Wärme- und Stromspeichern. Außerdem gibt es Tipps für energiesparendes Bauen. Mithilfe von Augmented Reality und Virtual-Reality-Brillen können die Gäste sich ein Bild davon machen, wie die jeweilige Energietechnik in der Praxis aussehen und funktionieren könnte.
Mehrwerte füreinander schaffen
„Es geht mir vor allem darum, das Bewusstsein für die regenerative Energieerzeugung und -speicherung zu schärfen und zu zeigen, dass es in Gescher und Umgebung allerhand innovative Lösungen von starken Unternehmen gibt. Und diese Ansprechpartner finden sich dann hier am Campus. Er ist eine Art Spielwiese für Zukunftsdenker und kreative Köpfe im Energiesektor“, beschreibt Picker den Ansatz. Die Experten aus der Energiebranche will er in den Büros im angrenzenden Verwaltungsgebäude an einem Ort vereinen. „Der Interessent soll sich über alle Bereiche der Energieerzeugung und -speicherung – auch in Verbindung mit einem oder seinem Heizungsbauer und Elektriker – informieren können. Wir wollen hier Menschen vereinen, die einen Mehrwert füreinander schaffen.“ Mehr Miteinander statt Wettbewerb, so das Credo des Unternehmers. Picker sieht vor allem in der Speichertechnologie Wachstumspotenzial.
Schulungsräume, eine Montagehalle, Lagerflächen und eine „grüne Lunge“
Zum Campus gehören außerdem Schulungsräume, eine Montagehalle, Lagerflächen und eine „grüne Lunge“, ein 3.500 Quadratmeter großer Central Park mit einer Teichanlage, Sitzgelegenheiten und Ruheinseln. Ein Foodtruck soll dort künftig einmal in der Woche Station machen und so die Mitarbeitenden der umliegenden Unternehmen im Gewerbegebiet Süd-West zur gemeinsamen Mittagspause zusammenbringen. „Auch für Businessevents ist der Central Park buchbar“, erklärt Picker. Dort soll bald auch „Deutschlands hochauflösendste LED-Leinwand“ aufgebaut werden, wie der Geschäftsführer der dp Energietechnik ankündigt. Um die Logos der ansässigen Unternehmen zu zeigen und um Gäste mit einer persönlichen Botschaft zu begrüßen. Dank KI soll dann auch automatisch der nächste freie Parkplatz angezeigt werden. An 40 Ladepunkten können außerdem E-Fahrzeuge „getankt“ werden.
Auch für das Geschäft der dp Energietechnik mit ihren aktuell rund 100 Mitarbeitenden sei der neue Standort ein Vorteil, wie der Geschäftsführer betont. Denn am alten Sitz in Stadtlohn hatte das Unternehmen nicht mehr genügend Platz, um seine regenerativen Energiesysteme für Land- und Forstwirtschaft, Gewerbe und Industrie sowie Stadtwerke zu zeigen: Wärmepumpen und Kältetechnik, mobile und stationäre Holzhacker, Anlagen für die Stromerzeugung und -speicherung. „Die einzelnen Komponenten bauen wir entweder beim Kunden vor Ort zusammen oder bereits in vorgefertigten Containern in unseren Produktionshallen. Dafür brauchten wir entsprechenden Platz“, betont Picker. Die Lage im Gewerbegebiet Süd-West in Gescher sei dafür ideal: „Durch die direkte Zufahrt zur B 525 sind wir in wenigen Minuten auf der A 31, also schnell in Richtung Norden oder Süden unterwegs und auch für unsere Kunden gut erreichbar“, betont Picker.
Erfolgreiche Einweihungswochenende
Dass das Konzept vom Energiecampus ankommen wird, davon ist der Unternehmer überzeugt. „Allein am Einweihungswochenende haben uns zahlreiche Interessierte besucht und wir haben circa 50 Besucherrundgänge über den Campus mit jeweils bis zu 120 Personen organisiert. Dieser Zuspruch war einfach klasse“, freut sich Picker. Der Campus müsse jetzt aber noch mit Leben gefüllt werden. Erste Gespräche mit potenziellen Mietern für die noch freien insgesamt 500 Quadratmeter großen Büroräumlichkeiten laufen. „Wir möchten mutig vorangehen. Auch wenn die Konjunktur aktuell schwächelt, gilt es, vorausschauend zu investieren – das haben wir mit diesem Energiecampus gemacht. Die regenerative Energieerzeugung wird eine wichtige Stellschraube für den dauerhaften Erfolg eines jeden Unternehmens oder für jeden Haushalt sein“, ist Picker überzeugt.