Ahaus

Von der Feierabend-Idee zum 50-jährigen Bestehen

50 Jahre Hueske Landschaftspflege – dieses Jubiläum feiert das Unternehmen aus Ahaus-Ottenstein in diesem Jahr. Was damals als Idee zweier Nachbarn begann, ist heute zu einem Betrieb mit 15 Mitarbeitern gewachsen. Nach wie vor ist Hueske ein Familienunternehmen, bodenständig, mit vielen langjährigen Mitarbeitenden. So passt es auch gut ins Bild, dass Geschäftsführer Michael Hueske den runden Geburtstag seines Betriebs gar nicht groß feiern will, sondern vor allem seinem Team dankt.

Michael Hueske (links) ist mit seinem Team im Einsatz. Foto: Hueks

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1976 ist Michael Hueskes Vater mit seinem damaligen Nachbarn und Arbeitskollegen in die Selbstständigkeit gestartet. Beide waren zuvor für einen Stadtlohner Maschinenbauer tätig und haben zum Beispiel Geräte fürs Bankettfräsen konstruiert und getestet. „Mein Vater hat damals schnell erkannt, dass sich damit eine Nische besetzen lässt, weil es noch keine vergleichbare Technik gab. Er saß oft nach Feierabend noch an den Maschinen, um sie zu optimieren. So kam dann die Idee, sich selbstständig zu machen“, erzählt Hueske.

1989 wurde der erste Mitarbeiter eingestellt – der übrigens bis heute bei Hueske beschäftigt ist. 1991 folgte der Umzug in eine eigene Halle in Ottenstein. „Das war ein wichtiger Meilenstein, weil sich das Unternehmen dort sukzessive entwickeln konnte. Mein Vater war ein leidenschaftlicher Maschinenbauer, sodass das Portfolio immer weitergewachsen ist. Er hat zum Beispiel die Schleuderbankettfräse erfunden“, erklärt Hueske, der 1997 selbst in den Familienbetrieb eingestiegen ist. Als gelernter Industriemechaniker und Maschinenbaumechanikermeister stand für Michael Hueske schon früh fest, dass er eines Tages in die Fußstapfen seines Vaters treten würde. 2004 hat er die Geschäftsführung übernommen.

Der Maschinenbau ist für Hueske heute jedoch ausschließlich Mittel zum Zweck – um innovativ zu bleiben und die Zuverlässigkeit der eigenen Maschinen zu gewährleisten. Hauptgeschäftsfeld des Unternehmens sind mittlerweile Dienstleistungen wie Bankettfräsen, Grabenräumung und die dazugehörige Verkehrssicherung – natürlich mit den eigens entwickelten Maschinen. Solche Arbeiten, die Hueske zu 95 Prozent im Auftrag für die öffentliche Hand wie Kommunen und Landesbetriebe oder die Autobahn GmbH übernimmt, sind wichtig, um die Fahrbahn zu entwässern. Auch Straßenbauunternehmen sind langjährige Kunden des Ottensteiner Betriebs.

„Nach fünf bis zehn Jahren sind die Bankette oft so hoch, dass das Wasser nicht mehr richtig von der Straße abfließen kann. Aquaplaning und Eis sind dann vorprogrammiert. Um das zu verhindern, kommen wir ins Spiel“, erläutert Hueske. Das Team trägt das Material am Straßenrand ab und entsorgt es fachgerecht. Außerdem werden angrenzende Gräben ausgeräumt. „Für das abgetragene Material gibt es genaue Entsorgungsregelungen. Hier haben wir uns über die Jahre eine hohe Expertise aufgebaut und daher einen guten Namen gemacht. Das ist vor allem unseren fachkundigen und gewissenhaft arbeitenden Mitarbeitenden zu verdanken“, betont der Geschäftsführer nicht ganz ohne Stolz. 

Durch die niederschlagsintensiven vergangenen Jahre gebe es vielerorts erheblichen Nachholbedarf bei der Bankett- und Grabenpflege – auch aus Sorge vor Überschwemmungen. „Hier sind die Verantwortlichen der zuständigen Stellen deutlich sensibler geworden. Sie sehen die Notwendigkeit für unsere Arbeit“, hat Hueske festgestellt.

Im Radius von 300 bis 400 Kilometern ist das Ottensteiner Unternehmen heute im Einsatz, an Autobahnen, Bundes-, Landes- und Kreisstraßen, an Rad- und Wirtschaftswegen. In der eigenen Werkstatt werden die Maschinen dafür weiterentwickelt oder repariert. „Für diesen Bereich bilden wir auch Land- und Baumaschinenmechatroniker aus“, informiert Hueske. 

Anja Wittenberg

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