Ahaus

Fokus auf IT-Sicherheit

Seit fast acht Jahrzehnten wird in Ahaus schon versichert. Haftpflicht, Leben, Fahrzeuge, eben alles, was ein Mensch so besitzt und was etwas wert ist. Dass Christian Wilkes mit seiner LVM Versicherungsagentur an der Wüllener Straße allerdings verstärkt ganz neuzeitlichen Themen begegnet, ist ein Beiwerk der Digitalisierung. Es geht um Sicherheit.

Christian Wilkes, LVM Foto: LVM

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Die klassische Versicherungswelt sei über die Jahre gewachsen und erfordere eigentlich keine größeren Erklärungen mehr. Das gilt im Kern für die rund 5.000 Kunden von Wilkes’ Agentur, die er seit 2006 in dritter Generation betreibt. Viele davon stammen aus der Landwirtschaft, es sind aber auch Gewerbetreibende sowie kleine und mittlere Unternehmen.

In den vergangenen Jahren ist ein Bereich erheblich gewachsen, der erst mit dem Internet und der Digitalisierung überhaupt in den Fokus rückte: Cyber-Schutz und die Versicherung gegen sich daraus ergebende Ertragsausfälle nach einer Betriebsunterbrechung. Und längst sei das nicht mehr nur Thema großer Konzerne oder namhafter Betriebe. „Man wundert sich, wie viele kleinere Unternehmen heute betroffen sind“, sagt Wilkes. Zunehmend werden nämlich Mittelständler Opfer von Cyber-Kriminellen. Sie sind noch immer nicht so sensibilisiert wie große Konzerne und verfügen nicht über die gleichen Schutzmechanismen. Wilkes will mit seinem siebenköpfigen Team unterstützen. 

Bereitschaft der Unternehmen wächst

Die gute Nachricht: Ganz langsam werde allen klar, dass es ohne Schutz nicht geht. Wilkes formuliert das so: „Die Bereitschaft der Unternehmen wächst, hier zu handeln.“ Soft- und Hardware werde besser als noch vor einigen Jahren kontrolliert und mit Updates versehen. „Die Zeiten, in denen das Handwerk einen alten Router in der Ecke stehen hatte, den ein Kumpel dann eben aufgesetzt hat, sind vorbei“, glaubt Wilkes. „Das funktioniert heute auch nicht mehr.“ 

Aus Sicht des Versicherers sei es heute die Aufgabe, vor einer möglichen Versicherung zu prüfen, wie der künftige Versicherungsnehmer in Sachen IT-Sicherheit aufgestellt sei. „Wir gehen dazu einen Anforderungskatalog durch, gerne auch mit der IT-Abteilung des Kunden.“ Spätestens dann würde deutlich, was noch anzupassen sei, um eine Versicherbarkeit herzustellen. Beispiele? „Trivial, aber immer noch ein Thema: sichere Passwörter. Saubere Adminzugänge und regelmäßige Sicherheitsupdates“, betont Wilkes. Veraltete Geräte auszutauschen, für die es keine Updates vom Hersteller mehr gebe. „Und ein funktionierendes Datenbackup“, ergänzt er. Der Fragebogen sei durchaus anspruchsvoll, gibt Wilkes zu. Aber er sei eben ein guter Weg zu einer vergleichsweise hohen Sicherheit, die gleichzeitig von Unternehmen auch finanziell zu stemmen sei. „Man muss etwas für seinen Schutz tun. Ich wünsche es nämlich niemandem, dass erst etwas passiert. So etwas hat die gleichen Folgen wie ein umfassender Brandschaden.“ Lieber einmal Zeit und Energie in die Abwehr stecken – das ist Wilkes‘ Rat.  

Carsten Schulte

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