Die Recht Logistik Gruppe, die deutschlandweit über 14 Standorte verfügt und neben Speditionsdienstleistungen auch komplexe Kontraktlogistikprojekte für namhafte Kunden abwickelt, kennt das Problem: Auf Paletten wird die Ware abgeliefert, die entsprechende Anzahl von Ladungsträgern kommt nicht wieder zurück. Die Gründe dafür seien vielfältig, wie es nun in einer Unternehmensmitteilung heißt. Oft fehlen tauschfähige Paletten oder der Laderaum werde für andere Fracht benötigt. So entstünden Palettenschulden, die monatlich, quartalsweise oder einmal im Jahr ausgeglichen werden müssen.
Pacurion, 2020 als digitale Handelsplattform für Ladungsträger gegründet, übernimmt im Auftrag seiner Kunden bereits den physischen Ausgleich von Palettenschulden. „Wenn beispielsweise am Standort München 1.000 Paletten ausgeglichen werden müssen, werden wir beauftragt, die Ladungsträger in der gewünschten Qualität dorthin zu liefern“, erklärt Dennis Maschmeyer, Co-Gründer und Co-CEO von Pacurion.
Jetzt geht Pacurion einen Schritt weiter. Für den Pilotkunden RECHT Logistik Gruppe übernimmt Pacurion innerhalb Europas die Palettenschulden und gleicht diese physisch oder auch monetär aus.
Service für Logistiker
„Im Rahmen unserer Kundenbeziehungen ist der Ausgleich von Palettenschulden eher ein belastendes Thema und gehört nicht zum Kerngeschäft eines Logistikers“, sagt Navid Thielemann, CEO der ThielemannGroup, die sowohl an der RECHT Logistik Gruppe als auch an Pacurion beteiligt ist. „Wir haben deshalb nach einer Lösung gesucht, wie der Ausgleich von Palettenschulden für alle Beteiligten so einfach, transparent und fair wie möglich gehandhabt werden kann.“
Die Pilotphase startete vor neun Monaten – die zuvor jahrelange Zusammenarbeit zwischen der Recht Logistik Gruppe und Pacurion bildete das vertrauensvolle Fundament für das neue Projekt.
Für Speditionen und Logistikdienstleister, die Pacurion für den Ausgleich von Palettenschulden einsetzen, geht das ganz einfach: „Wir übernehmen die Palettenschuld als Haupt- oder Mitschuldner. Dies bezahlt der Logistiker zu einem fairen Marktpreis. Wir gleichen dann physisch aus oder verhandeln einen rein virtuellen Ausgleich“, erklärt Dominik Leufgen, ebenfalls Co-Gründer und Co-CEO von Pacurion. Das Prozedere funktioniert auch im umgekehrten Fall: „Bekommt der Spediteur Ladungsträger zurück, kann auch das Paletten-Guthaben an uns verkauft werden“, so Leufgen weiter. „Auch in diesem Fall holen wir die Paletten physisch ab oder gleichen virtuell aus.“