Die Agenda orientiere sich an den Zielen des Europäischen Green Deal und strukturiere die ökonomischen, ökologischen und sozialen Handlungsfelder des Unternehmens, wie JWO in einer Pressemeldung mitteilte. Bereits seit der strategischen Neuausrichtung Anfang 2025 sei Nachhaltigkeit einer von drei zentralen Unternehmenspfeilern; „Sus[paint]ability“ übersetze diese Priorität in messbare Leitlinien und Programme.
CEO Jan Ostendorf betont: „Der Markt verlangt Lösungen, die passgenau, sicher und zukunftsfähig sind. Wir verlängern die Lebensdauer unserer Produkte, optimieren den Material- und Energieeinsatz bei der Herstellung unserer Produkte und sichern Qualität – so schaffen wir einen konkreten Mehrwert für Handel und Verbraucher.“
Fokus auf Produktinnovation mit konservierungsmittelfreien Systemen
Ein Schwerpunkt liegt auf Produktinnovation mit konservierungsmittelfreien Systemen. Steigende Gesundheits- und Umweltanforderungen sowie strengere Regulierung machen konservierungsmittelfreie Systeme zu einem zentralen Innovationsfeld, so JWO. Das Unternehmen investiert seit fast zehn Jahren in entsprechende Rezepturen – von Dispersionsfarben über Basen- und Pastensystem für die Wunschfarbton-Mischung am Point of Sale bis zum ersten konservierungsmittelfreien Weißlack in 2025.
Mikrobiologisches Wachstum hemmen
Der nächste Schritt sei, Bioblocker der neuen Generation, die mikrobiologisches Wachstum hemmen und so Produktstabilität und Haltbarkeit weiter erhöhen, gezielt in der Produktion zu nutzen. Ziel sei es, Leistungsfähigkeit und Gesundheitsschutz zu verbinden und zugleich die Umweltbelastung über den Produktlebenszyklus zu senken.
Ein weiterer zentraler Hebel der Agenda ist die kreislauforientierte Produktion – mit erneuerbaren Energien, geschlossenen Systemen und bewusstem Ressourceneinsatz. JWO setzt bereits heute vollständig auf erneuerbare Energien, ein großer Anteil stammt aus der betriebseigenen Photovoltaik-Anlage. Für 2026 ist die Investition in einen Batteriespeicher geplant, um unabhängiger von Energiespitzen zu werden und die selbst erzeugte Solarenergie optimal nutzen zu können, wie JWO mitteilte.
Parallel treibt das Unternehmen Effizienz entlang der Prozesse voran – von der Prozesswärme über Reinigungszyklen bis zur Verpackung. „Wir ebnen den Weg hin zu einer emissionsreduzierten Produktion durch Effizienz und erneuerbare Energien. Zugleich erhöhen wir den Rezyklatanteil in Kunststoffverpackungen deutlich und werden lösemittelhaltige DIY‑Systeme bis 2030 vollständig aus dem Portfolio nehmen“, erklärt Christian Laukamp, COO beim Farbhersteller.
Alle Maßnahmen, Zielpfade und Messmethoden sind im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens dokumentiert, der in Anlehnung an die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) verfasst wurde. Damit schaffe J.W. Ostendorf nachvollziehbare Ausgangswerte, beschreibe Abgrenzungen und mache Fortschritte jährlich überprüfbar.