Insgesamt legten im Kreis Borken in diesem Jahr 1.525 junge Menschen eine IHK-Abschlussprüfung ab. Von ihnen erreichten 80 Azubis in ihrer Abschlussprüfung mindestens 92 von 100 Punkten. IHK-Vizepräsident Carsten Sühling lobte: „Der Kreis Borken zeichnet sich seit vielen Jahren durch ein außergewöhnlich hohes Engagement der Unternehmen in der beruflichen Ausbildung aus.“ Dieses Engagement haben die ausgezeichneten Absolventinnen und Absolventen mit hervorragenden Leistungen beantwortet. „Sie stehen stellvertretend für viele junge Menschen, die mit Motivation, Ehrgeiz und Fachwissen den Grundstein für ihre berufliche Zukunft gelegt haben.“
IHK-Vize dankt Prüfern und Unternehmen
Sühling unterstrich zudem die Rolle der Ausbildungsbetriebe. Das Zusammenspiel aller Beteiligten sei bemerkenswert. „Spitzenleistungen entstehen selten allein. Hinter jedem erfolgreichen Abschluss stehen Ausbildungsbetriebe, Ausbilderinnen und Ausbilder, Lehrkräfte, Familien und viele weitere Menschen, die junge Talente fördern und unterstützen. Gemeinsam schaffen sie die Voraussetzungen dafür, dass aus Nachwuchskräften gefragte Fachkräfte werden.“ Sühling dankte besonders den ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfern: „Ohne dieses Engagement wäre die Durchführung der Prüfungen nicht möglich. Die Prüferinnen und Prüfer bringen ihre Erfahrung aus der Praxis ein und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Qualität der beruflichen Bildung.“ Sühling sprach auch die Entwicklungschancen an: „Wer heute eine Ausbildung erfolgreich abschließt, verfügt über beste Voraussetzungen, sich fachlich weiterzuentwickeln, Verantwortung zu übernehmen oder sogar später selbst Führungskraft zu werden.“ Die Karrierewege seien so vielfältig wie die Berufe selbst.
Auch Landrat Dr. Kai Zwicker war in Ahaus vor Ort und würdigte die Leistungen der Prüfungsbesten: „Die ausgezeichneten Absolventinnen und Absolventen haben gezeigt, was mit Einsatzbereitschaft und Zielstrebigkeit möglich ist.“ Die Azubis „verfügen über Kompetenzen, die in unseren Unternehmen und unserer Wirtschaft dringend benötigt werden. Gleichzeitig sind sie ein Beleg dafür, wie leistungsfähig die berufliche Ausbildung im Kreis Borken ist.“
Absolventin berichtet aus der Praxis
Von ihrem Weg berichtete Sophia Böbisch aus Heek in der Absolventenrede. Bevor sie ihre Ausbildung zur Kauffrau für Gesundheitswesen am Benediktushof in Reken startete, studierte sie zunächst. Fast ausschließlich Theorie, dazu das Gefühl, auf sich allein gestellt zu sein: „Das funktionierte einfach nicht.“ Sie berichtete von ihren Erfahrungen im Berufsbildungswerk des Benediktushofs, in dem junge Menschen mit Behinderungen oder psychischen Einschränkungen aufs Berufsleben vorbereitet werden – einige von ihnen befanden sich ebenfalls unter den Einser-Absolventinnen und -Absolventen. Mit dem Abschluss stehen nun viele Wege offen. Böbisch bleibt in ihrem Ausbildungsbetrieb, andere wechseln in ein neues Unternehmen oder beginnen eine Weiterbildung. „Das ist das Schöne: Wir müssen heute noch nicht wissen, wo wir in einigen Jahren stehen.“