Kreis Steinfurt

Mitglieder beschließen Fusion zur „Volksbank im Münsterland“

Münster/Warendorf – Rund drei Jahre dauerten die Vorbereitungen, jetzt ist die geplante Fusion zwischen der Volksbank im Münsterland mit Sitz in Münster und der benachbarten Volksbank eG mit Sitz in Warendorf durch die Mitgliedervertreter beider Banken offiziell besiegelt. Bei den Vertreterversammlungen in Ahlen und Münster haben die Mitglieder der von den jeweiligen Vorständen vorgeschlagenen Fusion mit großer Mehrheit zugestimmt. Die Fusion erfolgt rückwirkend zum 1. Januar 2024. Gemessen an ihrer Bilanzsumme von über zehn Milliarden Euro gehört die neue Volksbank im Münsterland nun zu den zehn größten regionalen Genossenschaftsbanken im Deutschland.

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„Wir freuen uns sehr, dass unsere Mitgliedervertreterinnen und Mitgliedervertreter mit ihrem deutlichen Votum für die Fusion die strategische Ausrichtung unserer Volksbank im Münsterland befürworten und unterstützen. Vielen Dank für das Vertrauen in unser Management und besonders für die Verantwortung, die die Miteigentümer unserer Bank damit zum Ausdruck gebracht haben. Mit dem Zusammenschluss der beiden Banken sehen wir die Zukunftsfähigkeit nachhaltig gesichert: für unsere Mitglieder und Kunden, für unsere Mitarbeitenden und für unsere Region“, erklärte Vorstandsmitglied Dietmar Dertwinkel. Vor dem Hintergrund der grundsätzlichen Wettbewerbssituation im Bankenmarkt, steigender regulatorischer Anforderungen und der fortschreitenden digitalen Transformation sei der Zusammenschluss gerade zum jetzigen Zeitpunkt der richtige Schritt.

„Die aktuellen und kommenden Herausforderungen lassen sich im Schulterschluss ‚gemeinsam. einfach. besser.‘ meistern. Dieses Leitmotiv hat uns bei den gesamten Fusionsvorbereitungen begleitet“, betonte Vorstandsmitglied Thomas Schmidt. „Aus unserer wirtschaftlichen Stärke im genossenschaftlichen Verbund können wir unsere Kräfte bündeln, Synergien schaffen, zusätzliche Leistungen und Services anbieten und dazu unsere Arbeitgeberattraktivität steigern und damit die gegebenen Leistungsversprechen einlösen.“

Seit 2021 standen die damalige Volksbank Münsterland Nord und die Volksbank eG Warendorf zur Vorbereitung einer möglichen Verschmelzung im Austausch. Den ersten Gesprächen schloss sich 2022 eine strategische Partnerschaft an. Seitdem waren über 200 Mitarbeitende in bankübergreifenden Teams eingebunden, um im Rahmen der Projektarbeit gemeinsame Lösungen für die fusionierte Volksbank vorzubereiten. Dabei lag ein Schwerpunkt auch auf dem kulturellen Zusammenwachsen der Mitarbeitenden beider Volksbanken. 

Zukünftig werden im Geschäftsgebiet der Volksbank im Münsterland, das die Kreise Steinfurt und Warendorf sowie die kreisfreie Stadt Münster umfasst, rund 341.000 Kunden mit einem Geschäftsvolumen von mehr als 23 Milliarden Euro betreut. Präsenz und Beratungsangebot in der Fläche werden durch rund 45 personenbesetzte Filialen und 65 SB-Stellen in den drei Marktbereichen Nord, Ost und Süd sichergestellt, wie die Volksbank in einer Pressemeldung mitteilte. Jeder Marktbereich wird von bereits bekannten und regional verwurzelten Vorstandsmitgliedern betreut: Dietmar Dertwinkel (Region Süd), Jürgen Feistmann (Region Nord) sowie Thomas Schmidt und Martin Weber für die Region Ost. Die weiteren Vorstandsmitglieder verantworten die Nicht-Marktbereiche wie Banksteuerung, Personal und Organisation (Friedhelm Beuse) sowie Marktfolge, Beauftragtenwesen und Recht (Andreas Hartmann). 

Die Volksbank im Münsterland weist eine Bilanzsumme von rund 10,5 Milliarden Euro auf. Sie hat rund 1.500 Mitarbeitende und etwa 190.000 Mitglieder.

Die Fusion wird voraussichtlich am 1. September rechtlich eingetragen und gilt rückwirkend zum 1. Januar 2024. Die technische Fusion mit Zusammenführung der Kundendaten ist für den 7. September 2024 angesetzt. 

Verdopplung der Dividende beschlossen

Die Volksbank im Münsterland hat im Rahmen ihrer Vertreterversammlung im Mövenpick Hotel Münster außerdem die Ausschüttung einer Dividende von vier Prozent an die Mitglieder beschlossen. Das entspricht knapp 2,8 Millionen Euro des Jahresüberschusses der Bank. 

Zudem wurden die Mitglieder des Aufsichtsrats der fusionierten Volksbank im Münsterland verschmelzungsbedingt neu gewählt. Dabei hat die Vertreterversammlung 18 der insgesamt 27 Mitglieder gewählt, das Votum der restlichen neun Arbeitnehmervertreter erfolgt nach Wirksamwerden der Verschmelzung. Auch die Mitglieder des Wahlausschusses zur Vertreterversammlung der fusionierten Volksbank im Münsterland wurden neu gewählt. 

Zum Abschluss der Versammlung wurden außerdem drei langjährige Vorstandsmitglieder in den Ruhestand verabschiedet: Thomas Jakoby, Hubert Overesch und Ulrich Weßeler. Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, hielt eine Laudatio, in der sie die Leistungen der Vorstände würdigte.

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