Kreis Steinfurt

Schmitz Cargobull plant Stellenabbau

Horstmar – Nachdem der Trailerhersteller Schmitz Cargobull bei der Veröffentlichung seiner aktuellen Bilanzzahlen für das Geschäftsjahr 2025/26 bereits angekündigt hatte, dass angesichts eines negativen operativen Ergebnisses von minus 13,3 Millionen Euro weiterhin Handlungsbedarf bestehe, steht nun fest, was das in der Praxis heißt. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Horstmar verschlankt seine Strukturen – künftig werden die Aufgaben im Vorstand in vier statt bisher fünf Ressorts gebündelt – und konzernweit ist ein Abbau von bis zu 500 Stellen bis 2030 geplant. Das teilte Schmitz Cargobull jetzt in einer Pressemeldung mit.

Im Geschäftsjahr 2025/2026 hat Schmitz Cargobull mehr als 47.000 Fahrzeuge verkauft. Das Unternehmen plant dennoch einen Stellenabbau. Foto: Schmitz Cargobull AG

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Die Anpassungen im Personalbereich konzentrieren sich demnach „vor allem auf die Zentralbereiche in Deutschland. Ziel ist es, diesen Stellenabbau ohne betriebsbedingte Kündigungen umzusetzen. Geplant sind freiwillige Lösungen, Altersteilzeitmodelle oder die Möglichkeit eines vorgezogenen Renteneintritts“, heißt es seitens des Konzerns. Dazu stehe Schmitz Cargobull in engem Austausch und Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretungen. 

Mit diesen Veränderungen passe das Unternehmen „seine Organisation an die dauerhaft veränderten Bedingungen im europäischen Trailermarkt an“, heißt es weiter. Ziel sei es, mit der neuen Aufstellung Entscheidungen näher am Kunden zu treffen, die regionalen Strukturen zu stärken und Wachstumsfelder, wie beispielsweise Governmental Sales, weiter auszubauen.  

Kürzere Entscheidungswege

Das Unternehmen übertrage damit seinen sechs europäischen Regionen mehr Kompetenzen und Verantwortung. Vertrieb, Werke und kundennahe Services sollen jeweils noch enger zusammenarbeiten und die operative und wirtschaftliche Geschäftsverantwortung für die jeweilige Region tragen. Damit könnten „regionale Anforderungen gezielter berücksichtigt, Entscheidungen schneller getroffen und Kunden länderübergreifend noch besser betreut werden“, begründet Schmitz Cargobull. Gleichzeitig vereinfache das Unternehmen seine Strukturen, verkürze Entscheidungswege und passe seine Kostenbasis an die Marktentwicklung an.

Vorstandsvorsitzender Andreas Schmitz erklärte, dass sich das Unternehmen damit an das „dauerhaft veränderte Marktumfeld“ anpasse. In den vergangenen Jahren haben sich demnach die Kosten der industriellen Produktion erheblich erhöht. Treiber seien insbesondere hohe Energie- und Rohstoffkosten, gestiegene Löhne sowie regulatorische Anforderungen. Auch im laufenden Geschäftsjahr zeichne sich keine nachhaltige Marktbelebung ab, wie das Schmitz Cargobull mitteilt.

Geschäftsjahr 2025/2026

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr (1. April 2025 bis 31. März 2026) hat Schmitz Cargobull mehr als 47.000 Fahrzeuge verkauft. Im Vorjahr waren es 42.620. Der Umsatz beläuft sich auf 2,25 Milliarden Euro, zuvor waren es 2,16 Milliarden Euro. Das EBITDA lag bei 45,6 Millionen Euro nach 57,1 Millionen Euro im Vorjahr und das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich auf minus 13,3 Millionen Euro (minus 8,2 Millionen Euro im Vorjahr).
 

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