Frauen und Technik, Mädchen in Männerberufen, eine vierfache Mutter als Ausbildungsleiterin für technische Berufe – das sei bei der Pieron GmbH selbstverständlich, wie es nun in einer Mitteilung heißt. „Wir sind stolz darauf, dass wir seit über 30 Jahren stetig viele Nachwuchskräfte ins Team integrieren können und eine hohe Frauenquote haben, was im Metallbereich eher ungewöhnlich ist“, sagt Sven Pieron, Geschäftsführender Gesellschafter des Bocholter Federn-Herstellers. Pierons Engagement rund um die Ausbildung ist aus vielen weiteren Gründen vorbildlich – und dem NRW-Unternehmerverband deshalb eine Auszeichnung wert.
Pieron habe mit seinen 20 Auszubildenden bei insgesamt 265 Beschäftigten eine konstant hohe Ausbildungsquote, „ein wichtiges Signal an Jugendliche, dass in einer Berufsausbildung in der Industrie und hier vor Ort richtig gute Chancen stecken“, lobte Martin Jonetzko, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes. Gemeinsam mit Jennifer Middelkamp von der Regionalgeschäftsführung übergab er dem Mitgliedsunternehmen nun die Urkunde „AusgezeichnetAusbilden!“ und einen Präsentkorb.
Pieron bilde in den verschiedensten Berufen aus, wie es weiter heißt: Technisch-gewerblich in Industriemechanik, Mechatronik und Maschinen- und Anlagenführung sowie kaufmännisch Industriekaufleute und Fachinformatikerinnen/-informatiker für Systemintegration. „Wir fördern mit viel Herzblut junge Talente, denn sie sind unsere Zukunft, unsere Fachkräfte von Morgen und das Herzstück für unseren Betrieb“, so Sven Pieron.
Beim Recruiting nutzt das Bocholter Unternehmen persönliche Kontaktpunkte wie Messen, Berufsbörsen und Praktika, wie auch digitale Wege, z. B. auf Instagram und Facebook. Auch die Angebote des Unternehmerverbandes, z. B. der InfoTruck der Metall- und Elektroindustrie oder das Duale Orientierungspraktikum Technik, werden genutzt. Und auch der jüngst abgeschlossene Wettbewerb ‚Schüler macht MI(N)T!‘, den der Unternehmerverband mit sieben Firmen aus der Bocholter Metall- und Elektroindustrie durchgeführt hat, brachte Erfolg. „Gerade erst hat sich ein Mädchen im Nachgang dazu bei uns beworben, dabei war sie noch nicht einmal in unserem Team“, freut sich Pieron.
Digitalisierung und Nachhaltigkeit
Für Jugendliche wichtige Themen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit stünden bei Pieron ebenfalls im Fokus, wie das Unternehmen betont: „Viele Lernmaterialien stellen wir nicht mehr auf Papier, sondern digital zur Verfügung; ebenso gehören 3D-Druck und Lasertechniken zu unseren Ausbildungsinhalten“, so Steffens. Und das gesamte Unternehmen geht neue Wege, um weniger Material zu verschwenden, Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu schonen. „Beispiele sind Abwärme aus Ofenanlagen zu gewinnen, Strom per Photovoltaik zu erzeugen oder Papier aus der Produktion zu recyceln“, erläutert Sven Pieron, der das Familienunternehmen gemeinsam mit Geschäftsführer Christian Fehler in vierter Familiengeneration führt.
Jugendliche können sich im Kreis Borken nach aktuellen Zahlen der Arbeitsagentur Coesfeld weiterhin die Ausbildungsstellen aussuchen: Auf 100 unbesetzte Ausbildungsstellen kommen rein rechnerisch gerade einmal 29 Bewerberinnen oder Bewerber. Jennifer Middelkamp vom Unternehmerverband verdeutlicht: „Wir rücken mit unserem Mitgliedsunternehmen Pieron einen vorbildlichen Ausbildungsbetrieb ins Rampenlicht, um deutlich zu machen: Nicht nur Abitur und Studium ermöglichen ein auskömmliches Leben. Auch eine Berufsausbildung, erst recht mit darauf aufbauender Weiterbildung, bietet tolle Chancen. Wir alle müssen den Jugendlichen diese Chancen aufzeigen und sie ermutigen, sie auch zu ergreifen.“
In den vergangenen drei Jahren zeichnete der Unternehmerverband insgesamt 22 Firmen an Rhein und Ruhr für ihr Ausbildungsengagement aus; in diesem Jahr kommen fünf weitere hinzu. Alle Infos rund um die Angebote der Arbeitgeberorganisation für Firmen, aber auch Jugendliche und Schulen finden sich hier: www.unternehmerverband.org/ausbildung