Münster

Agravis meldet Umsatz von über acht Milliarden Euro in 2025

Münster - Die Agravis Raiffeisen AG blickt nach eigenen Angaben auf ein solides Geschäftsjahr mit einem vorläufigen Gesamtumsatz von über acht Milliarden Euro zurück. Trotz eines weiterhin anspruchsvollen Marktumfelds habe das Unternehmen seine Ziele erreicht und die Planungen sicher bestätigt. Das gab der Agrarhändler im Vorfeld der Grünen Woche in Berlin bekannt.

Agravis-Vorstandschef Dr. Dirk Köckler ordnete die vorläufigen Geschäftszahlen 2025 ein. Foto: AGRAVIS Raiffeisen AG

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Die Agravis Raiffeisen AG hat das Geschäftsjahr 2025 nach eigenen Angaben mit einem Umsatz von über 8 Milliarden Euro über den ursprünglichen Planungen abgeschlossen. Das Ergebnis vor Steuern habe sich im Vergleich zum Vorjahr, in dem der Konzern 65 Millionen Euro ausgewiesen hatte, leicht verbessert. Das teilte der Vorstandsvorsitzende Dr. Dirk Köckler mit. Die vorläufigen Zahlen würden die strategische Ausrichtung des Unternehmens in den Geschäftsfeldern Pflanze, Tiere, Technik, Energie und Märkte bestätigen.

Nach Angaben des Unternehmens wurden im vergangenen Jahr Digitalisierung und Nachhaltigkeit weiter in die Geschäftsprozesse integriert. Dies habe unter anderem zur Stabilisierung der Marktanteile beigetragen. Das Marktumfeld sei dabei von Preisschwankungen und geopolitischen Unsicherheiten geprägt gewesen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag 2025 auf Investitionen. Insgesamt flossen laut Agravis rund 76,4 Millionen Euro in die Standortstruktur sowie in digitale Anwendungen. Das Investitionsvolumen lag damit erneut über den Abschreibungen. Ziel sei es, Prozesse effizienter zu gestalten und die Arbeitsbedingungen weiterzuentwickeln.

Präsentation in Berlin

Im Rahmen der Grünen Woche präsentiert sich Agravis auf dem Erlebnisbauernhof in Halle 3.2. Dort zeigt das Unternehmen unter anderem einen autonomen Feldroboter. Zudem stellt der Agrarhändler sein Einzelhandelskonzept der Raiffeisen-Märkte vor, das auch digital verfügbar ist.

Neben wirtschaftlichen Aspekten setzt Agravis nach eigenen Angaben auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Dazu gehören unter anderem der Einsatz klimaschonender Düngemittel, Saatgutbehandlungen sowie der Ausbau von Biomethan-Aktivitäten. Diese Maßnahmen sollen marktfähig sein und sich wirtschaftlich tragen.

Das Unternehmen ist Teil des genossenschaftlichen Verbundes und arbeitet nach eigenen Angaben eng mit Partnergenossenschaften zusammen. Dabei stehen integrierte Angebote aus Handel, Beratung, Dienstleistungen und Logistik im Fokus. Der ländliche Raum wird von Agravis als zentraler Entwicklungs- und Innovationsbereich betrachtet, etwa in den Feldern Energie, Landwirtschaft und digitale Technik.

Investitionen

Im Bereich der Energieversorgung investiert das Unternehmen unter anderem in Photovoltaik und verfolgt das Ziel, mittelfristig einen Großteil des eigenen Strombedarfs selbst zu decken. Perspektivisch sollen weitere erneuerbare Energiequellen hinzukommen.

Auf der Grünen Woche nutzt das Unternehmen zudem den Austausch zu agrarpolitischen Themen. Dazu zählen unter anderem die Zukunft der Tierhaltung in Deutschland, Rahmenbedingungen für Kreislaufwirtschaft sowie Anforderungen an Tierwohl und Klimaschutz. AGRAVIS verweist dabei auf Beratungsangebote, Fütterungskonzepte und digitale Anwendungen zur Unterstützung landwirtschaftlicher Betriebe.

Die finalen Geschäftszahlen für 2025 sowie ein Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026 will Agravis im Rahmen einer digitalen Bilanz-Pressekonferenz am 18. März 2026 vorstellen.


 

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