Sendenhorst

Bauprojekte: Offener Ganztag sorgt für Bautätigkeit

Die anhaltend starke Nachfrage nach einer Ganztagsbetreuung für Kinder setzt Städte und Gemeinden unter Druck, zumal der Gesetzgeber die Kommunen mit dem Rechtsanspruch auf Teilnahme am Offenen Ganztag ohnehin zum Handeln zwingt. Das gilt auch für Sendenhorst. Doch in der Stadt ist man optimistisch, bis zum Sommer ein passendes Angebot machen zu können.

Der Altbau der Kardinal-von-Galen-Grundschule. Foto: Stadt Sendenhorst

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Längst wird in Sendenhorst an der Kardinal-von-Galen-Grundschule kräftig gebaut. Die Planungen für den An- und Umbau reichen Jahre zurück. Ein Architekturwettbewerb lief 2021, als der Bedarf schon absehbar war. Über Containerlösungen schaffte Sendenhorst bisher Raum, doch bald bekommt der Ganztag vernünftige Rahmenbedingungen. Entstehen wird unter anderem eine Mensa, die multifunktional genutzt werden kann, beschreibt Daniel Fühner, der bei der Stadt Sendenhorst den Fachbereich Planen, Bauen und Umwelt leitet. „Zudem erhält die Grundschule weitere Klassenräume nach neuesten pädagogischen und energetischen Standards“, betont er.  

Das Projekt an der Grundschule ist nicht das einzige dieser Art. Auch im Ortsteil Albersloh steht eine Erweiterung der dortigen Ludgerus Grundschule an. Doch im Gegensatz zur Sendenhorster Grundschule steckt dieses Projekt noch in einem etwas früheren Stadium. Vier neue Klassenräume sind dort geplant, auch eine Mensa für den Offenen Ganztag soll entstehen. „Wir konnten bereits im vergangenen Jahr notwendige Grundstücke erwerben“, sagt Fühner. Hier werde es aber noch bis 2026 dauern, ehe diese neuen Räume genutzt werden können.  

Feuerwehr und Rettungsdienst

Bedarf gibt es in Sendenhorst allerdings auch an ganz anderer Stelle. Die Räume von Feuerwehr und Rettungsdienst an der Fröbelstraße sind längst zu klein und auch etwas in die Jahre gekommen und deshalb seit längerer Zeit Anlass von Diskussionen über einen Neubau. Die Standortsuche führte letztlich zum Westtor. Auf dem Gelände des früheren Unternehmens Wallmeyer soll das neue Gerätehaus entstehen. Ein „intensiver Prozess“ sei das gewesen, beschreibt Fühner. Den Zuschlag erhielt der Standort auch deswegen, weil ein Großteil der Fläche bereits in städtischem Besitz ist. Die Kombination von Feuerwehr und Rettungswache soll zudem Synergien schaffen. 

Einen Nachteil gibt es allerdings: Weil der künftige Standort im Westen von Sendenhorst nicht mehr so zentral liegt, soll ein Satelliten-Standort nördlich der zukünftigen S-Bahn-Trasse eingerichtet werden. Dort sollen zwei Fahrzeuge schnelle Reaktionszeiten ermöglichen. Die Realisierung des neuen Standorts erfolgt übrigens in Zusammenarbeit mit dem Kreis Warendorf.

Carsten Schulte
 

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