Olfen

Bauprojekte | Neues Bad in alten Wänden

Die Gebäudehülle ist von 1966/67. Aber das, was im Inneren entstanden ist, erinnert so ganz und gar nicht mehr an früher: Das Hallenbad in Olfen ist in den vergangenen Monaten bis auf die Grundmauern zurückgebaut und saniert worden. Mitte März hat es neu eröffnet. Auch die Geestturnhalle, die mit dem Hallenbad verbunden ist, war Teil dieses Investitionsprojekts, für das insgesamt 9,5 Millionen Euro zu Buche schlagen.

Anzeige

„Das Hallenbad war energetisch nicht mehr auf dem aktuellsten Stand, sodass es hier dringenden Handlungsbedarf gab“, erklärt Sandra Berghof-Knop, Leiterin des Fachbereichs Allgemeine Verwaltung, Bildung, Freizeit und Generationen bei der Stadt Olfen. Im Vorfeld hatte sich die Kommune viele Gedanken gemacht: das Gebäude komplett abzureißen und neu zu bauen, oder an einer anderen Stelle größer zu bauen, zum Beispiel. „Letztendlich haben wir uns aber für den bisherigen Standort zentral im Ortskern und für eine Sanierung im Bestand entschieden, weil das Hallenbad so für die Olfener Schulen fußläufig gut erreichbar bleibt“, begründet Berghof-Knop. Die Schwimmhalle dient nämlich in erster Linie als Lehrschwimmbecken für die Olfener Schülerinnen und Schüler, sie haben Vorrang im Belegungsplan. Für die Sanierung konnte die Stadt Fördergelder einwerben. Rund zwei Millionen Euro wurden so mit dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ bezuschusst. Für die Sanierung des Hallenbads wurden die wiederaufbereiteten Klinkersteine des Gebäudes, aber auch von anderen abgerissenen Objekten genutzt. „So ist ein neues Bad in alten Wänden entstanden“, erklärt Berghof-Knop. 

Auch die Geestturnhalle wurde auf diese Weise saniert. In der mit einer Fußbodenheizung ausgestattete Einfachsporthalle finden neben dem Schulsport vor allem auch Gesundheits- und Reha-Kurse der örtlichen Vereine, aber auch Kinderturnen und Yoga statt. „Auch hier war es uns wichtig, dass die Turnhalle nicht an einem anderen Ort größer gebaut wird, sondern mit ihrer zentralen Lage weiterhin gut erreichbar ist“, erklärt die Fachbereichsleiterin. Schließlich sei eine funktionierende Infrastruktur, zu der eben Freizeitangebote wie das Hallenbad und die Turnhalle gehörten, wichtig für eine intakte Stadtgemeinschaft. „Olfen lebt vom Ehrenamt und der Vereinsarbeit. Deshalb ist es uns wichtig, dafür ein entsprechendes Angebot vorzuhalten“, betont Berghof-Knop. 

Erstellt von Anja Wittenberg    

Artikel teilen