Der erste Bauabschnitt an der Wieschhofschule ist bereits abgeschlossen. Seit Herbst des vergangenen Jahres können die Schülerinnen und Schüler vier weitere Klassenräume und zwei Differenzierungsräume für Kleingruppen nutzen. Im zweiten Bauabschnitt wird jetzt das Lehrerzimmer erweitert und auch für den Musik- und Kunstunterricht soll es bald neuen Platz geben, damit die bisherigen Räume für die Betreuung im Offenen Ganztag (OGS) zur Verfügung stehen. Vor dem Hintergrund des Rechtsanspruchs auf einen OGS-Platz ab 2026 entsteht noch ein zusätzlicher Raum für die Betreuung. In etwa einem Jahr soll diese Phase abgeschlossen sein.
Im dritten Bauabschnitt erfolgt dann die Sanierung des bisherigen OGS-Bereichs. Büros, Personalraum, Werk- und Kunstraum, sanitäre Anlagen und Gemeinschafträumen sollen modernisiert und als „Haus der Betreuung“ eingerichtet werden. „Die geburtenstarken Jahrgänge werden in den nächsten zwei bis drei Jahren eingeschult, sodass wir Platz an der Wieschhofschule schaffen wollen. Denn weil sie die einzige Grundschule am Ort ist, wird jedes Kind aufgenommen“, betont Sandra Berghof-Knop, Leiterin des Fachbereichs Allgemeine Verwaltung, Bildung, Freizeit und Generationen bei der Stadt Olfen. 489 Kinder gehen dort aktuell in den Unterricht, ab dem nächsten Schuljahr werden es um die 520 Schülerinnen und Schüler sein. Insgesamt hat die Stadt Olfen nach Abschluss aller Bauarbeiten rund acht Millionen Euro in die Wieschhofschule investiert, davon wurden rund 455.000 Euro gefördert.
Ähnlich groß ist die Nachfrage an der Wolfhelmschule. Die Gesamtschule, die seit 2018 auch einen Teilstandort in Datteln hat, ist Anfang der 1990er Jahre in die ehemalige Hauptschule eingezogen. Seither ist die Wolfhelmschule immer wieder verändert worden. Der alte Hauptschulteil soll jetzt in vier Bauabschnitten über die nächsten Jahre verteilt modernisiert werden. 2030 soll das Projekt abgeschlossen sein. Insgesamt rund vier Millionen Euro fallen für Modernisierung und Umbau an.
Heute umfasst die Wolfhelmschule je drei Klassen eines Jahrgangs in Olfen und Datteln. In Ofen werden 796 der insgesamt 1.336 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. „Aufgrund der großen Beliebtheit der Wolfhelmschule führen wir jährlich ein vorgezogenes Anmeldeverfahren durch“, berichtet Berghof-Knop. Die Stadt sieht die Bildungslandschaft in Olfen gut aufgestellt. „Beide Schulen werden von einem engagierten Team geleitet und sind für die nächsten Generationen bereit. Mit der Gesamtschule können wir außerdem eine weiterführende Schule anbieten, an der alle Schulabschlüsse möglich sind. Das ist für einen kleinen Standort wie Olfen nicht selbstverständlich“, betont Berghof-Knop.
Erstellt von Anja Wittenberg