Das neue Baugebiet entsteht am Vinnumer Felde und deshalb trägt das Areal künftig auch diesen Namen. Seit 2023 hat die Kommune an der Ausweisung des ländlich gelegenen Gebiets gearbeitet, Entwässerung, Lärm- und Artenschutz geklärt. Eine Herausforderung dabei: „Als Ortsteil von Olfen darf Vinnum nur in einem gewissen Maße entwickelt werden. Der Kern bleibt in Olfen. Deshalb haben wir ein Wohnungsbedarfsgutachten erstellt und damit nachgewiesen, dass wir in Vinnum dringend Bauplätze benötigen“, erklärt Drees. 24 Grundstücke für Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften sowie für drei Mehrfamilienhäuser sind dort vorgesehen. Die Nachfrage ist hoch, ein Punktesystem entscheidet deshalb über die Vergabe der Grundstücke.
Im Sommer soll der Bebauungsplan rechtskräftig sein, voraussichtlich im Herbst können die Erschließungsarbeiten starten. „Wir gehen parallel in die Vermarktung, sodass die ersten Käufer 2027 mit dem Bau beginnen könnten“, blickt Drees voraus.
Dass Vinnum als Wohnort gefragt ist, macht der Mitarbeiter der Stadtverwaltung vor allem an dem Gemeinschaftsgefühl in dem 1.000-Einwohner-Ortsteil und an der Infrastruktur fest. „Viele, die hier aufgewachsen sind, ziehen ungern weg. Die Verbundenheit zum Heimatort ist sehr groß. Aber auch die Versorgung vor Ort passt“, betont Drees. Ein Dorfladen, der seit 2018 ehrenamtlich betrieben wird, versorgt die Vinnumer mit Lebensmitteln des täglichen Bedarfs. Auch ein Kindergarten und ein Sportplatz sind vorhanden.
Während Vinnum damit in Sachen Wohnbau erstmal gut aufgestellt ist, gibt es in Olfen bald schon wieder einen Engpass. Viele freie Baugrundstücke sind dort nicht mehr zu haben. Eine Handvoll, wie Drees sagt. Deshalb denkt die Stadt schon voraus: Gegenüber der Olfener Heide soll das bisherige Baugebiet erweitert werden. Drei große Mehrfamilienhäuser und mehrere Reihenhäuser sollen dort entstehen, also eher kleinere Wohneinheiten. Der Bau- und Umweltausschuss soll jetzt darüber beraten. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass wir bald auch in Olfen wieder Platz zum Wohnen haben“, so Drees.
Erstellt von Anja Wittenberg