Bocholt

Wohnbau | Perspektive fürs Eigenheim

Damit sich in Bocholt möglichst viele Bürgerinnen und Bürger den Traum vom Eigenheim erfüllen können, bereitet die Stadt an mehreren Stellen neue Baugebiete vor. Perspektivisch soll es in den kommenden drei Jahren in verschiedenen Stadtteilen neuen Platz zum Wohnen geben.

Im Baugebiet „Loikumer Weg” in Mussum entstehen Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften. Foto: Stadt Bocholt

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Aktuell wurde das neue Baugebiet „Loikumer Weg“ in Mussum ausgewiesen. Dort sind 21 Grundstücke für freistehende Einfamilienhäuser sowie sieben Grundstücke für Doppelhaushälften in die Vermarktung gegangen. Eine Besonderheit des Areals: Am Loikumer Weg werden auch drei Mehrfamilienhäuser mit Wohnungen für geflüchtete Menschen errichtet. Der Wohnraum wird zum Teil öffentlich gefördert, zum Teil durch einen privaten Investor vermarktet. Auch eine Kita ist geplant. „Insgesamt gab es 230 Anfragen für die Grundstücke – die Nachfrage und der Handlungsdruck sind also groß“, betont Jana Weiß, persönliche Referentin des Bocholter Bürgermeisters Thomas Kerkhoff. 

Flächen müssen noch erschlossen werden

Deshalb weist die Stadt auch an anderen Stellen Neubaugebiete aus, die allerdings noch nicht direkt in die Vermarktung gehen, weil die Flächen noch erschlossen werden müssen. Zum Beispiel im Stadtteil Holtwick, am Fischerweg. Losgehen soll es dort aber frühestens 2027.  

Ein besonderes Projekt soll auf dem alten Sportplatz in Bocholt-Barlo realisiert werden. Dort sind circa 18 bis 22 Baugrundstücke sowie zwei Mehrfamilienhaus-Grundstücke ab 2027 vorgesehen. Das Angebot richtet sich an Einheimische aus Barlo. „Damit möchte wir den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort ermöglichen, in ihrer Heimat eine Zukunft zu planen“, betont Weiß.  

Ein Jahr später, 2028, soll das Areal „Auf dem Takenkamp“ im Stadtteil Biemenhorst als Wohnbaugebiet umfunktioniert werden. Zurzeit sind dort geflüchtete Menschen in Wohncontainern untergebracht. „Die Infrastruktur ist auf dem Gelände also schon gegeben, sodass wir dort ab 2028 zügig in die Vermarktung gehen können“, prognostiziert Weiß. Etwa 30 bis 35 Baugrundstücke und zusätzlich vier Grundstücke für Mehrfamilienhäuser sind geplant.  

Bis die Flächen im Neubaugebiet „Eschkante“ in Bocholts Norden so weit sind, wird es ebenfalls noch etwas dauern. Eine Vermarktung kann dort erst erfolgen, wenn die Erschließung des Baugebietes gesichert ist. 

Mittelzentrum mit oberzentraler Funktion

Dass die Nachfrage nach Bauland in Bocholt so groß ist, führt die Referentin auf mehrere Standortfaktoren zurück. „Bocholt ist ein Mittelzentrum mit oberzentraler Funktion. Das heißt: In der Stadt wird mehr geboten, als sie aufgrund ihrer Größe eigentlich müsste“, betont sie. Außerdem überzeuge die Kommune mit genau den Punkten, die im aktuellen Markenbildungsprozess herausgearbeitet wurden: der Nähe zu den Niederlanden, mit starken Arbeitgebern – zum Beispiel im Industriepark oder im Technologiepark – und gleichzeitig als Hochschulstandort, mit den Vorzügen einer Fahrradstadt, aber auch durch eine attraktive Innenstadt mit ihrem ganz eigenen Flair, etwa durch das Historische Rathaus und die Aa. „Und nicht zu vergessen der starke Zusammenhalt in Bocholt. Dieses Gesamtpaket bewegt auch junge Menschen dazu, nach dem Studium oder der Ausbildung wieder nach Bocholt zurückzukehren und sich hier ein Eigenheim für ihre Familie zu bauen“, erläutert Weiß.  

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