Bocholt

Schullandschaft | 250 Millionen Euro für die Bildung

250 Millionen Euro sollen in den nächsten acht bis zehn Jahren in die Bildungslandschaft in Bocholt investiert werden. Davon ist der Löwenanteil – 200 Millionen Euro – schon für die kommenden fünf Jahre vorgesehen. Viel Geld, das aber angesichts der geplanten Projekte auch notwendig ist: Neben diversen energetischen Sanierungen und der Erweiterung vorhandener Schulgebäude stehen auch zwei Neubauten auf der Agenda: für das Euregio-Gymnasium und die Maria-Montessori-Schule.

Das Euregio-Gymnasium soll bis Ende 2028 neu gebaut werden. Foto: Stadt Bocholt

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„Beim Euregio-Gymnasium besteht dringend Handlungsbedarf. Das Gebäude ist aufgrund von Brandschutzmängeln schon seit fünf Jahren nicht mehr voll nutzbar, sodass die Schülerinnen und Schüler übergangsweise in Klassencontainern lernen. Das ist natürlich kein Dauerzustand“, betont Jana Weiß, persönliche Referentin des Bocholter Bürgermeisters Thomas Kerkhoff. 

Der Neubau für das Gymnasium auf dem Bestandsgrundstück wird vierzügig errichtet. Die benachbarte Hauptschule wird künftig einen Teil des Bestandsgebäudes mitnutzen und eine neue Mensa wollen sich beide Schulen auch teilen. 63 Millionen Euro schlagen für das Projekt zu Buche. „Wir sind zurzeit in der Planungsphase und bereiten die Ausschreibung vor“, sagt Weiß. 

Neue Grundschule geplant

Ebenfalls in der Planung ist die neue Maria-Montessori-Grundschule. Der Hauptstandort der Schule, der sich derzeit am Europaplatz befindet, soll auf dem Gelände der alten Feuerwache „An der Bleiche“ neu gebaut werden. „Am Hauptstandort in der Innenstadt hatten wir keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr, sodass sich der Rat für einen zen­tralen Neubau ‚An der Bleiche‘ entschieden hat“, erklärt Weiß. Ende 2028 sollen das Euregio-Gymnasium und die Maria-Montessori-Schule fertiggestellt werden. 

Eine größere energetische Grundsanierung ist am Mariengymnasium geplant. Gleichzeitig sollen dort die Räumlichkeiten optimiert werden. Dafür nimmt die Stadt insgesamt rund 30 Millionen Euro in die Hand. „Ein Teil der Gebäude stammt noch aus den 50er Jahren. Die Anforderungen an modernes Lernen haben sich geändert, sodass wir modernisieren müssen. Hinzukommt, dass die technischen Anlagen des Gebäudes – auch mit Blick auf den Brandschutz – einfach nicht mehr den heutigen Standards entsprechen“, erläutert Bocholts Bürgermeister Thomas Kerkhoff. Während der Bauarbeiten lernen die Schülerinnen und Schüler übergangsweise in Containern. Die Bauarbeiten sind in Planung. Mitte 2029 soll der erste Bauabschnitt voraussichtlich fertiggestellt sein, Mitte 2031 dann der zweite Abschnitt.

Mit zehn Grundschulen an 14 Standorten, jeweils zwei Haupt- und Realschulen, vier Gymnasien, einer Gesamtschule, zwei Berufskollegs für technische und wirtschaftliche Berufe, zwei Förderschulen sowie einem Weiterbildungskolleg ist die Schullandschaft in Bocholt breit aufgestellt. „Auf dieses vielfältige Angebot sind wir in Bocholt sehr stolz. Jeder Schulabschluss ist hier möglich. Das ist ein wichtiger Standortfaktor für unsere Stadt als Lebensort“, betont Kerkhoff.  

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