Herr Kerkhoff, Herr Dieckhues, das letzte gemeinsame Interview haben wir im Sommer 2021 mitten in der Corona-Pandemie geführt. Seitdem ist viel passiert. Was waren für Sie zuletzt die prägendsten Momente, wenn Sie an den Wirtschaftsstandort Bocholt denken?
Thomas Kerkhoff: Die vergangenen Jahre waren eine sehr intensive, bewegende Zeit, weil gefühlt eine Krise die andere gejagt hat: Erst kam Corona, dann der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, die Gasmangellage und vieles mehr. Und das hat natürlich auch der Wirtschaft in Bocholt Sorgen bereitet. Gleichzeitig habe ich als Bürgermeister aber auch immer wieder schöne Momente erlebt, etwa die Gewerbeschau 2022 oder die persönlichen Unternehmensbesuche, bei denen ich tolle Einblicke in die starken Unternehmen vor Ort bekommen habe. Ein Moment, der mich emotional besonders bewegt hat, war die Jobbörse bei Flender im vergangenen Jahr, die wir mit unseren Partnern aus dem Bündnis für Arbeit im Kreis Borken für rund 600 von Arbeitslosigkeit bedrohte Fachkräfte aus Bocholt und Umgebung organisiert haben. Der Impuls kam dabei von der IG Metall, organisiert hat unsere Wirtschaftsförderung. Um die 70 Unternehmen haben sich mit ihren freien Stellen vorgestellt und sind mit den Fachkräften ins Gespräch gekommen. Das war ein ganz starkes Zeichen. Da hat man gemerkt, wie die Teilnehmenden in einer zunächst hoffnungslosen Situation wieder Mut und Zuversicht geschöpft haben, einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Das war schön zu sehen. Dabei hat man auch gemerkt, wie groß die Solidarität in Bocholt ist.
Ludger Dieckhues: Dieses Engagement und die Einstellung, sich nicht unterkriegen zu lassen, beeindrucken auch mich immer wieder – zum Beispiel in der aktuell unsicheren Lage auf dem Weltmarkt, die sich auch auf unsere Bocholter Wirtschaft auswirkt. Die Unternehmen sind weiterhin innovativ und mit viel Leidenschaft dabei. Sie stecken trotz der volatilen Lage nicht den Kopf in den Sand, sondern gehen mutig voran und investieren.
In Ihrem Amt sind Sie beide erste Ansprechpartner für die Wirtschaft. Was schätzen Sie persönlich an Ihrer Zusammenarbeit – gibt es vielleicht sogar etwas, das Sie in den letzten Jahren voneinander gelernt haben?
Dieckhues: Uns beide verbindet die Leidenschaft für Wirtschaftsförderung. Das merken wir auch immer wieder bei den gemeinsamen Betriebsbesichtigungen. Unser Interesse, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und aus erster Hand zu erfahren, wie es den Unternehmen geht und wie wir als Stadtverwaltung und Wirtschaftsförderung unterstützen können, ist groß. Aber natürlich gehört auch die eine oder andere sachliche Diskussion dazu. Als Wirtschaftsförderer bin ich immer sehr pragmatisch unterwegs und möchte die Dinge schneller lösen, als das manchmal möglich ist. Thomas Kerkhoff muss mich da ab und zu etwas bremsen, weil er als Bürgermeister natürlich gewisse Vorschriften und gesetzliche Regeln im Blick hat (lacht). Was ich aber sehr an ihm schätze, ist, dass er immer versucht, einen gangbaren Weg zu finden.
Kerkhoff: Diese Sachkonflikte führen wir seit fünf Jahren und sie hören nicht auf (lacht). Aber auch wir Bürokraten leiden unter der Bürokratie. Bevor wir den Regelfall regeln, denken wir erstmal an 14 Ausnahmen – das ist leider ein typisch deutsches, bürokratisches Phänomen. Das nervt mich auch manchmal und es macht die Arbeit in einer Behörde nicht immer einfach. Verwaltung ist oft auf Sicherheit und Beständigkeit ausgerichtet, was im Kern völlig richtig ist. Aber manchmal muss man pragmatisch vorangehen – und da denken Ludger Dieckhues und ich schon ganz ähnlich. Wir haben beide die intrinsische Motivation, Probleme selbst anzupacken und zu lösen. Ludger Dieckhues tritt, vereinfacht gesagt, als Anwalt der Unternehmen auf und genießt ein hohes Ansehen in der Bocholter Wirtschaft. Ich versuche das dann hier in der Verwaltung in die richtigen Bahnen zu lenken. Natürlich können wir nicht für jedes Unternehmen oder jeden Einzelfall eine Ausnahme machen – das weckt Begehrlichkeiten bei anderen, die wir so gar nicht erfüllen können. Aber ich bin ein Freund davon, im konstruktiven Dialog zu prüfen, was möglich ist. Wir ergänzen uns dabei als Team sehr gut.
Welche Projekte sind für Sie beide mit Blick auf die Bocholter Wirtschaft zurzeit am wichtigsten?
Kerkhoff: Generell ist die Flächenvermarktung das Brot- und Buttergeschäft der kommunalen Wirtschaftsförderung. Eines der wichtigsten Projekte ist in diesem Kontext die Erweiterung des Industrieparks, an der wir zurzeit arbeiten und bei der uns ein Normenkontrollverfahren etwas zurückgeworfen hat. Wir brauchen eine entsprechende Rechtssicherheit, um Unternehmen, die ihren Standort erweitern oder ein Grundstück kaufen möchten, sicher zusagen zu können, dass das möglich ist. Die Gewerbeflächenentwicklung ist eine Daueraufgabe und erfordert Weitsicht, weil auch die Flächen in Bocholt endlich und die Verhandlungen mit Eigentümern nicht immer einfach sind.
Dieckhues: Bocholt ist traditionell ein Produktionsstandort, die Wertschöpfung wird hier vor Ort von zahlreichen Herstellern und Zulieferern gesichert. Damit das auch weiterhin möglich ist, müssen wir für passende Rahmenbedingungen sorgen. Insofern gibt es viele Stellschrauben, denen wir drehen können, aber das Flächenmanagement, das Herr Kerkhoff angesprochen hat, ist sicherlich ein ganz wichtiger Punkt. Nicht zuletzt sind die Unternehmen als Gewerbesteuerzahler eine wichtige Einnahmequelle für Bocholt.
Kerkhoff: Ein weiteres Thema ist die Fachkräftesicherung. Wir können uns natürlich nicht um jede Stellenanzeige selbst kümmern, aber wir können Hilfestellung leisten, wie vor Kurzem mit der Bocholter Jobbörse. Wir merken das auch in der Stadtverwaltung selbst – hier zuletzt im Team der Wirtschaftsförderung. Es ist nicht mehr selbstverständlich, dass Mitarbeitende 20 oder 25 Jahre und länger bei demselben Arbeitgeber bleiben. Mit einer gewissen Fluktuation muss man sich also auseinandersetzen.
Wie geht es der Wirtschaft in Bocholt aktuell?
Kerkhoff: Deutschland geht ins dritte Jahr einer Rezession. Das geht auch nicht an Bocholt spurlos vorbei, obwohl sich die Unternehmen hier noch sehr gut schlagen. Es ist erstaunlich, dass die Gewerbesteuererträge in unserer Region vergleichsweise stabil sind. Das spricht für die Grundsolidität der Unternehmen. Aber die Kante des Abbruchs wird immer höher und ich glaube, sie kommt jetzt relativ schnell nahe. Erste Vorboten haben wir in Bocholt schon verschmerzen müssen: Im vergangenen Jahr sind rund 1.200 Industriearbeitsplätze weggefallen, die so schnell nicht wieder geschaffen werden. Deswegen mache ich mir schon Sorgen, zwar nicht allein um Bocholt, aber um die allgemeine Stimmung und die Lage in der deutschen Wirtschaft. Ich hoffe, dass die von der Bundesregierung avisierten wirtschaftspolitischen Impulse schnell in die Tat umgesetzt werden und wirken. Für mich stellen sich aber auch gesellschaftliche Fragen.
Welche?
Kerkhoff: Zum Beispiel, ob wir künftig noch eine Industriegesellschaft sein wollen. Ich bin absolut kein Freund der Vier-Tage-Woche, das Thema Work-Life-Balance muss aus meiner Sicht viel realistischer betrachtet werden. Mit weniger Arbeiten hat noch keine Volkswirtschaft dieser Welt ihre Produktivität oder ihren Wohlstand erhalten. Das muss man so deutlich sagen. Als Gesellschaft muss uns klar werden, dass man ab und zu auch mal die Extrameile gehen muss, um erfolgreich auf dem Markt bestehen zu können.
Dieckhues: Dem kann ich nur zustimmen. Wir müssen als Volkswirtschaft die Ärmel aufkrempeln. Eine reine Dienstleistungsgesellschaft wird uns keinen Wohlstand bringen. Es geht um Produktivität, um Innovationen – genau das, was die Bocholter Wirtschaft ausmacht. In meinen Gesprächen mit den Unternehmen nehme ich aktuell eine sehr zurückhaltende Stimmung wahr, wobei auch das branchenabhängig sehr unterschiedlich sein kann. Hauptgrund für die Verunsicherung sind die geopolitischen Verwerfungen, die sich zum Beispiel auf das Exportgeschäft der Bocholter Unternehmen auswirken. Trumps Zollpolitik ist wenig durchschaubar – das macht es nicht leicht, unternehmerische Entscheidungen vorausschauend zu treffen. Das merken wir auch bei den Investitionsplänen der Unternehmen. Die Liste der Interessenten für Gewerbegrundstücke wird kürzer, wenn auch nicht dramatisch weniger. Aber die Unternehmen lassen sich mehr Zeit mit ihren Entscheidungen, weil sie abwarten, was auf dem Weltmarkt passiert.
Kerkhoff: Die Zölle sind ein gutes Beispiel. Da geht man Sonntagsabends mit dem vermeintlichen Wissen ins Bett, dass ein Zollsatz von 50 Prozent für sämtliche Produkte aus der EU, die in die USA gehen, fällig wird. Und am nächsten Morgen gilt das schon nicht mehr. Was für Politiker schon schwer zu verstehen und zu verhandeln ist, ist für eine mittelständisch geprägte Wirtschaft, die nur von außen auf die Verhandlungen schauen kann, erst recht schwer zu kalkulieren.
Bei welchen Themen können Sie denn im Kleinen hier vor Ort unterstützend ansetzen?
Dieckhues: Ich denke da vor allem ans Netzwerken und den Wissensaustausch, insbesondere bei jungen Unternehmen. Vielen Start-ups ist gar nicht bewusst, welche Förderungen sie für ihre Produkt- und Dienstleistungsentwicklung in Anspruch nehmen können oder an welchen Anlaufstellen sie Hilfe bekommen. Hier wollen wir für mehr Transparenz sorgen und Kontakte herstellen. Wir haben zum Beispiel auch die konkrete Anfrage bekommen, ob wir ein KI-Netzwerk mit Experten auf die Beine stellen können, um Wissen auszutauschen. Dabei geht es nicht darum, wie man ChatGPT nutzt, sondern um komplexere Fragestellungen, etwa zur Optimierung von Produktionsprozessen mithilfe von KI.
Kerkhoff: Ein weiteres Thema, bei dem wir ansetzen wollen, ist die Energieversorgung, die Unternehmen angesichts hoher Kosten umtreibt. Ich freue mich immer, wenn ein Unternehmen sich autark aufstellen möchte und dafür zum Beispiel in eine PV-Anlage investiert. Gleichzeitig stellt uns das vor die Herausforderung, den produzierten Strom, der nicht selbst benötigt wird, über die vorhandenen Netze zu verteilen – und da hakt es aktuell noch. Die Netzinfrastruktur wächst nicht so schnell mit wie der Ausbau der Erneuerbaren Energien. Ich kann den Unmut der Unternehmen dabei durchaus verstehen und auch wir möchten so viel grünen Strom wie möglich in Umlauf bringen. Aber wir müssen ihn auch vernünftig verteilt bekommen. Das wird uns noch die nächsten fünf bis zehn Jahre beschäftigen. Genauso wie das Thema Wasserstoff.
Wie ist da der Stand in Bocholt?
Kerkhoff: Die Erdgas-Leitung zwischen Emmerich und Bocholt soll auf Wasserstoff umgestellt werden. Die Bocholter Energie- und Wasserversorgung ist in das Projekt eingebunden und macht sich für eine Anbindung des Industrieparks stark. Allerdings brauchen wir dafür eine konkrete Schätzung der Mengen, die die Unternehmen an Wasserstoff abnehmen würden. Und letztendlich muss es dann auch – verlässlich – bezahlbar sein. Hinzu kommt die politische Anforderung, dass es grüner Wasserstoff sein muss. Ich wäre dafür, überhaupt erst einmal die Voraussetzungen für die Wasserstofflieferung zu schaffen, bevor man eine Wohlstandsdiskussion führt, wie „grün“ dieser sein soll. Es gibt bei diesem Thema also noch viele offene Fragen.
Sie selbst haben vor Kurzem für die Stadt Bocholt die Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege des Landes NRW unterzeichnet. Welche konkreten Ziele verbinden Sie damit?
Kerkhoff: In vielen Unternehmen gibt es bereits verschiedene Unterstützungsangebote für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Was aber angesichts des demografischen Wandels und der Tatsache, dass die Menschen immer länger leben, mindestens genauso wichtig ist, ist Beruf und Pflege ebenfalls unter einen Hut zu bekommen. Denn ab einem bestimmten Alter gibt es einfach Situationen, in denen Hilfe benötigt wird – und dafür sind dann meistens die berufstätigen Töchter oder Söhne zuständig. Das trifft auch auf die Mitarbeitenden in unserer Verwaltung zu. Da ist dann der Arbeitgeber gefragt, zu unterstützen – auch, um die Fachkräfte zu halten. Denn die erste Frage, die sich aus Sicht der Mitarbeitenden stellt, ist, ob sie bestimmte Aufgaben und Funktionen überhaupt noch erfüllen können, wenn sie parallel zuhause oder in der Familie einen Angehörigen pflegen oder zumindest auf Abruf stehen müssen. Natürlich können auch wir ad hoc keinen Pflegeplatz organisieren, diese Machthabe steht uns angesichts der freien Träger auch gar nicht zu. Aber wir können einen Rahmen für Verlässlichkeit und Verständnis am Arbeitsplatz schaffen. Dafür haben wir in der Stadtverwaltung übrigens auch ein Seniorenbüro, das sich inhaltlich mit diesem Thema beschäftigt. Mit der Charta wollten wir ein Zeichen setzen und unser Engagement nach außen sichtbar machen. Nun wollen wir das mit einem konkreten Programm füllen. Vorstellbar wäre zum Beispiel, dass es für bestimmte Positionen Back-ups gibt, die einspringen können, oder dass man auch Führungsstellen aufteilt. Das gibt uns und dem gesamten Team mehr Flexibilität. Insbesondere, wenn plötzlich ein Pflegefall in der Familie eintritt und wir uns schnell organisieren müssen, um dem betroffenen Mitarbeitenden den Rücken freizuhalten.
Eine Aufgabe, mit der Sie sich zurzeit ebenfalls intensiv befassen, ist der Markenbildungsprozess für Bocholt. Was sind die ersten Erkenntnisse und wie geht es weiter?
Kerkhoff: Zunächst einmal bin ich sehr stolz darauf, dass sich fast 2.200 Menschen an unserer Umfrage zum Markenbildungsprozess beteiligt haben – das ist eine wirklich repräsentative Zahl. Wir haben insgesamt fünf Markenkerne – die Stärken der Stadt – für Bocholt herausgearbeitet. Natürlich sind nicht alle Aspekte neu, aber so haben wir es noch einmal schwarz auf weiß und können uns noch mehr an diesen Stärken orientieren. Das ist zum einen die Nähe zu den Niederlanden, was wirtschaftlich, kulturell und touristisch sehr interessant ist. Bocholt ist nach Aachen die zweitgrößte Stadt an der niederländischen Grenze und diesen Faktor wollen wir noch deutlicher herausstellen. Zum anderen ist Bocholt als Fahrradstadt bekannt, was auch mit Blick auf den Klimaschutz ein wichtiges Pfund ist.
Und die anderen drei Markenkerne?
Kerkhoff: Über die starke industrielle Wirtschaft und die vielen Familienunternehmen in Bocholt haben wir bereits gesprochen. Hinzukommt, dass wir Hochschulstandort sind. Die Westfälische Hochschule ist eine wichtige Ausbildungsbasis für Nachwuchskräfte, davon profitieren die Bocholter Unternehmen ungemein. Der vierte Markenkern zielt auf das Stadtbild ab, das durch historische Gebäude und viel Natur geprägt ist. Dadurch entsteht ein ganz besonderes Flair. Außerdem wird in Bocholt einfach Gemeinschaft gelebt – das macht sich am starken ehrenamtlichen Engagement bemerkbar, aber auch an der Geselligkeit, etwa bei Veranstaltungen wie der Bocholter Kirmes, zu der gefühlt ganz Bocholt zusammenkommt. Mit diesen fünf Markenschwerpunkten haben wir nun eine Blaupause, wo wir unsere Ressourcen am besten investieren können. Das übergeordnete Ziel ist dabei, neue Arbeitskräfte nach Bocholt zu holen und die vorhandenen hier zu halten. Es geht nicht darum, einen Slogan oder eine schöne Imagebroschüre zu entwickeln, sondern um Emotionen zu wecken und Bocholt authentisch erlebbar zu machen. Warum lebt es sich in Bocholt gut? Das wollen wir nach außen darstellen.
Also die typisch münsterländische Zurückhaltung ablegen …
Kerkhoff: Ja, genau. Wir müssen die Dinge, die Bocholt ausmachen und die positiv wahrgenommen werden, entsprechend kommunizieren. Dabei wird uns das sogenannte Touchpoint-Management helfen. Das bedeutet: Wir werden die fünf Markenkerne jetzt erlebbar machen, etwa durch Projekte oder Veranstaltungen, aber auch in der Kommunikation. Im September findet mit der Bike Art zum Beispiel eine Aktion in der Innenstadt statt, bei der Schulen, Kitas, Vereine und viele Bürgerinnen und Bürger Fahrräder künstlerisch in Szene setzen. Damit soll Bocholt als Fahrradstadt symbolisiert werden.
Herr Kerkhoff, Herr Dieckhues, wir haben nun viel über Ihre Arbeit gesprochen. Wenn Sie sich beide mal einen Tag komplett freinehmen könnten – keine Termine, kein Smartphone: Wie würden Sie diesen Tag verbringen?
Kerkhoff: Auf jeden Fall mit der Familie. Denn die kommt – so ehrlich muss ich sein – aktuell ein bisschen zu kurz. Wahrscheinlich würden wir dann für einen Tag ans Meer fahren. Es muss gar nicht so weit weg sein, aber der Aasee wäre mir wiederum zu nahe – da würde ich ständig an die Arbeit denken.
Dieckhues: In diese Richtung würde es bei mir mit der Familie und meinen Enkelkindern auch gehen. Oder auf einen Bauernhof. Eine andere Leidenschaft von mir ist, dass ich auf einer Baustelle einfach stundenlang beobachten kann, wie ein Autokran arbeitet – das ist für mich Entspannung pur und mein Hobby seit den 1980er Jahren.