Kreis Steinfurt

Unternehmerinnen-Netz Kreis Steinfurt zu Gast bei apetito

Rheine – Wie gelingt Führung in Zeiten von Künstlicher Intelligenz, Nachhaltigkeitsdruck und permanentem Wandel? Und welche Haltung braucht es, um Mitarbeitende mitzunehmen und Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des jüngsten Netzwerkabends des Unternehmerinnen-Netz Kreis Steinfurt im Betriebsrestaurant der apetito Gruppe in Rheine. Über 90 Gründerinnen, Unternehmerinnen, Freiberuflerinnen, Selbstständige und Frauen in Führungspositionen aus der Region folgten der Einladung der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt (WESt) und des Kompetenzzentrums Frau und Beruf Münsterland.

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Eröffnet wurde der Abend von Sonja Raiber (WESt) und Julia Wedderkopf (Kompetenzzentrum Frau und Beruf Münsterland). Im Anschluss gaben Carolin Kattenbeck-Jones, Managing Director Finance der apetito AG, und Nicole Troost, Personalbereichsleitung apetito catering, Einblicke in die beiden Unternehmen, schilderten ihre beruflichen Werdegänge und erläuterten ihr Führungsverständnis.

Sichtbar werden für den nächsten Karriereschritt

Troost hob dabei die langfristige Entwicklungsperspektive im Unternehmen hervor: „Bei uns gibt es Lebenswege, die in der Ausbildung beginnen – und erst mit dem Ruhestand enden.“ Im Austausch mit den Gästen betonten die beiden Referentinnen die zentrale Rolle von Personalentwicklung und gezielter Förderung von Mitarbeitenden für den Unternehmenserfolg. Auch für die persönliche Karriereentwicklung gaben sie konkrete Impulse. Kattenbeck-Jones verwies auf die Bedeutung von Sichtbarkeit im beruflichen Kontext: „Wer den nächsten Karriereschritt gehen will, muss sichtbar werden – abwarten und hoffen, dass man gesehen wird, ist nicht zielführend.“

Beide beschrieben Führung in Zeiten des Wandels als Zusammenspiel aus Vertrauen, Verantwortungsübernahme und der Befähigung von Teams. Troost formulierte dazu: „Gute Führung bedeutet: Verantwortung teilen, dem Team vertrauen und es befähigen.“ Kattenbeck-Jones ergänzte: „Eine gute Führungskraft macht sich langfristig entbehrlich: Das Team soll auch ohne sie leistungsfähig bleiben.“

Künstliche Intelligenz verändert Arbeitsplätze – aber nicht den Menschen. Das war eine weitere Botschaft des Austauschs. Technologie verlange Qualifizierung, Befähigung und einen bewussten Umgang im Unternehmen. Troost: „In den vergangenen Jahrzehnten hat sich der Mensch kaum verändert, die Technik umso mehr. Deswegen ist es wichtiger, dass wir die Kolleginnen und Kollegen befähigen, sich den veränderten Rahmenbedingungen anzupassen."

Im zweiten Teil der Veranstaltung präsentierten sechs Gründerinnen und selbstständige Frauen ihre Angebote in kompakten Vorträgen. Beim abschließenden Networking vertieften die Teilnehmerinnen bestehende Kontakte, knüpften neue Verbindungen und entwickelten erste Kooperationsideen weiter. Das Unternehmerinnen-Netz will damit gezielt Austausch, Kooperation und die Sichtbarkeit von Frauen in Wirtschaft und Führung in der Region stärken.

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