Kreis Borken

Unternehmensbesuch bei PuWe in Crosewick

Vreden – Gemeinsam mit Wirtschaftsförderer Michael Terhörst hat Bürgermeister Dr. Tom Tenostendarp das Unternehmen PuWe aus Vreden-Crosewick besucht. Im Mittelpunkt der Gespräche standen unter anderem mögliche Expansionsschritte des Familienunternehmens, das sich auf die Anfertigung von Pumpen für den Biogassektor spezialisiert hat.

Von links: Michael Terhörst (Wirtschaftsförderer), Dirk Wenning, Chris Wenning (Geschäftsführer) und Dr. Tom Tenostendarp (Bürgermeister). Foto: Stadt Vreden

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Empfangen wurden Tenostendarp und Terhörst von den Brüdern Chris Wenning und Dirk Wenning, die das Unternehmen in zweiter Generation weiterführen. Ihr Vater Franz Wenning entwickelte vor circa 20 Jahren für die auf dem Hof betriebene Biogasanlage eine eigene Kolbenpumpe. 

„Im Laufe der Jahre haben wir immer mehr Pumpen produziert“, erklärte Geschäftsführer Dirk Wenning. Im Gespräch mit anderen Biogasanlagen-Betreibern sei klar geworden, dass das eine echte Marktlücke sein könne. „Zudem haben wir die Systeme angesichts steigender Anforderungen in der Biogas-Branche ständig weiterentwickelt. Auch für Anlagen, die mit hohem Druck und dicken Substraten wie Schlachtabfällen oder Speisresten arbeiten, sind unsere Pumpen heute optimal ausgerichtet.“

Produktportfolio kontinuierlich erweitert

Aus einem Nebenerwerb wurde letztlich ein eigenes Unternehmen: Im Jahr 2020 gründete die Familie die PuWe GbR (kurz für: Pumpen Wenning). Nach der Umfirmierung zur GmbH im Jahr 2023 entwickelt und produziert PuWe neben den Kolbenpumpen heute auch Einspülsysteme, Mischbehälter und ein System zur Ladungssicherung von Erntefahrzeugen. 

Parallel dazu betreibt die Unternehmerfamilie seit mehreren Jahren einen mobilen Waschservice für Energierüben – den Rübenservice Wenning-Hottüm. Hintergrund ist auch hier eine Erfindung des Vaters: Mit dem Ziel, Energierüben optimal für die Verwertung in der Biogasanlage aufzubereiten, hatte Franz Wenning eine mobile Waschanlage entwickelt, die an einem Arbeitstag bis zu 1.000 Tonnen Rüben waschen und zu Mus verarbeiten kann. 

„Wenn Biogasanlagen mit ungewaschenen Rüben befüllt werden, führt das oft zu Problemen, weil so immer auch größere Steine und andere Fremdstoffe in die Anlage gelangen. Das kann Störungen und Beschädigungen in der Anlage verursachen. Durch unseren Waschservice beugen wir dem vor. Für die Anlagenbetreiber schafft das mehr Planungssicherheit, die auch im Prozess der Biogasherstellung immer wichtiger wird“, so Chris Wenning.

PuWe plant Expansionsschritte

Mit der Stadt Vreden standen die Gebrüder Wenning bereits vor dem Unternehmensbesuch von Tenostendarp und Terhörst im Austausch: Die PuWe plant, seine Kapazitäten auszubauen und zu expandieren. Dirk Wenning erklärte: „Unser Standort im Außenbereich ist aus der Landwirtschaft heraus entstanden. Mein Vater hatte schon immer eine Werkstatt mit verschiedenen Maschinen, die wir zum Teil noch heute für unsere Produktion nutzen. So langsam, aber sicher stoßen wir hier aber an unsere Grenzen – unter anderem deshalb haben wir das Gespräch mit der Stadt Vreden gesucht.“

Tenostendarp erkannte an, dass die PuWe in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung genommen habe. „Umso schöner ist es, dass Chris und Dirk Wenning mit ihrem Unternehmen weiterwachsen wollen. Dabei stehen wir als Stadt natürlich gern zur Seite.“

Terhörst ergänzte: „PuWe ist ein Paradebeispiel dafür, wie erfolgreich und zukunftsgewandt heute im Umfeld der Landwirtschaft gearbeitet wird. Das ist kein Zufall: Die Fähigkeit, Dinge anzupacken und aus der Not eine Tugend zu machen ist ein optimaler Nährboden für Innovationen.“
 

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