Kreis Warendorf

technotrans liefert Kühlsysteme für Intercity-Züge in Wüstenregion

Sassenberg – Einen Auftrag im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich hat technotrans aus Sassenberg jetzt abgeschlossen. Der Thermomanagement-Spezialist stattet zehn Intercity-Züge mit Kühlsystemen aus. Diese sind für den Einsatz auf einem Eisenbahnnetz im Nahen Osten vorgesehen. Aufgrund der besonders herausfordernden klimatischen Bedingungen in der Wüstenregion entwickelte technotrans eine neue aktive Stromrichterkühlung für die Personenzüge – widerstandsfähig und gewichtsoptimiert. Die Auslieferung der Systeme an den Hersteller von Schienenfahrzeugen Stadler in die Schweiz beginnt Anfang 2026 – mit der Option auf zusätzliche Geräte für zehn weitere Züge.

technotrans aus Sassenberg stattet zehn Züge, die in der Wüstenregion zum Einsatz kommen, mit speziellen Kühlsystemen aus. Foto: technotrans

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„Es ist ein wegweisendes Projekt in der erfolgreichen Partnerschaft mit Stadler und ein weiterer wichtiger Impuls im wachsenden Markt für Schienenverkehr“, sagt Michael Finger, CEO der technotrans SE. „Mit unserer neuen Lösung erweitern wir unser Produktportfolio über die Batteriekühlung hinaus und liefern eine leistungsfähige Stromrichterkühlung für fortschrittliche Züge.“ Stadler vertraue bereits seit mehreren Jahren auf technotrans und zeige sich erneut mit dem Thermomanagement zufrieden. Tobias Arnold, Kommerzieller Projektleiter bei Stadler: „Wir sind von der konstruktiven und ideenreichen Zusammenarbeit begeistert. Insbesondere in der Angebotsphase hat technotrans zielgerichtet die idealen Lösungen für die Herausforderungen vor Ort gefunden.“

Aktive Stromrichterkühlung entwickelt

Die rund 179 Meter langen Stadler-Intercity-Züge bieten Platz für 313 Fahrgäste und werden nach neuesten europäischen und internationalen Standards konstruiert. Für die Kühlung der Stromrichter auf den Fahrzeugen ist eine anwendungsspezifische Lösung von technotrans verantwortlich. Da die hohen Umgebungstemperaturen in der Einsatzregion keine wie sonst übliche passive Kühlung der Stromrichter erlauben, entwickelte technotrans hierfür erstmals eine aktive 50-Kilowatt-starke Stromrichterkühlung mit Kompressor-Kältemaschine. Dabei kombiniert technotrans die Kühlung der Stromrichter gewichts- und platzsparend mit der ebenfalls notwendigen aktiven Kühlung des Dieseltreibstoffs sowie empfindlicher elektronischer Komponenten, wie das Unternehmen mitteilte.

Die starke Sandexposition und extreme Umgebungstemperaturen auf den dortigen Bahnstrecken erfordern ein widerstandsfähiges Design der Komponenten, so technotrans. Zudem suchte Stadler einen Partner, der ein möglichst gewichts- und leistungsoptimiertes Kühlsystem liefern kann. „Durch unser Know-how aus vergangenen Projekten mit ähnlich herausfordernden Umgebungsbedingungen konnten wir alle Anforderungen erfüllen und den Spagat zwischen hoher Widerstandsfähigkeit und optimiertem Gewicht meistern“, sagt Bastian Thiel, Business Development Manager bei der technotrans SE. Der Thermomanagement-Spezialist führte dazu interne Verschleißtests und Validierungsprozesse durch, um Wartungszyklen zu verlängern und optimale Verfügbarkeitswerte zu erreichen.

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