Landkreis Osnabrück

Oberbürgermeisterin und Wirtschaftsförderung besuchen Osnabrücker Startup desk.ly

Osnabrück - Das Osnabrücker Startup desk.ly will eine moderne Arbeitsplatzverwaltung schaffen und wird nach eigenen Angaben mittlerweile in rund 5.000 Büros genutzt. Jetzt statteten Osnabrücks Oberbürgermeisterin Katharina Pötter und die Wirtschaftsförderung Osnabrück dem Unternehmen einen Besuch ab.

Tauschten sich über das Potenzial von modernem Workplace Management aus: Felix Mohr (CSO desk.ly), Amir El Sayed (CEO desk.ly), Katharina Pötter (Oberbürgermeisterin), Ulrich Grubert (Unternehmensservice WFO), Ingmar Bojes (Geschäftsführer WFO) (v.l.) Foto: WFO

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Seit 2021 bietet das Osnabrücker Startup desk.ly GmbH eine Software-Lösung an, die sämtliche Prozesse rund um Buchungen und Verwaltungen im Kontext Workplace Management abbildet. Während eines Unternehmensbesuchs von Oberbürgermeisterin Katharina Pötter und Vertretern der WFO Wirtschaftsförderung Osnabrück GmbH präsentierte das Unternehmen die Potenziale seines Angebots.

Spätestens seit der Corona-Pandemie hat das Thema Arbeitsplatzverwaltung Einzug in die Organisation von Unternehmen mit Büroarbeitsplätzen gehalten. So geben laut einer repräsentativen, branchenübergreifenden Homeoffice-Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH zu neuen Arbeitskonzepten und Büroflächenbedarfen rund 82 Prozent der Arbeitnehmenden an, weiterhin remote arbeiten zu wollen. Eine große Herausforderung für Unternehmen, die oft mit einem Wandel der Arbeitskultur verbunden ist, wie es in der Mitteilung der WFO heißt. 

Bedürfnis-Mix

„Ein nach den Bedürfnissen des jeweiligen Teams abgestimmter Mix aus Präsenzzeiten im Büro und der Arbeit im Homeoffice ist auch bei der Stadtverwaltung nicht mehr aus dem Berufsalltag wegzudenken“, so Katharina Pötter. „Die Zeiten, in denen Arbeitszeit gleichbedeutend mit der Anwesenheit im Büro war, sind vorbei – glücklicherweise, denn diese Weiterentwicklung der Arbeitswelt trägt nicht zuletzt zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei.“ Die veränderte Realität mache außerdem sinnvolle Modernisierungen von Arbeitsumfeldern möglich. Desk-Sharing etwa könne einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die städtischen Büro-Immobilien sinnvoller und nachhaltiger zu nutzen und zugleich die Effektivität von Teams zu erhöhen.

Genau hier will desk.ly mit seinem Angebot ansetzen: Über die Lösung lassen sich Arbeitsplätze, Meetingräume und Parkplätze buchen. Zukünftig sollen weitere Anwendungsfälle wie E-Ladesäulen und Ähnliches hinzukommen. „Wir wollen alles, was im betrieblichen Kontext buchbar ist, abbilden“, erklärt Felix Mohr, CSO bei desk.ly.

"Interessante Ansätze für Unternehmen"

„Hier ergeben sich auch für Osnabrücker Unternehmen durchaus interessante Ansätze“, so Ingmar Bojes, Geschäftsführer der WFO, „eine durchdachte Vergabe von mietbaren Instanzen im Arbeitsumfeld ermöglicht es, sämtliche Ressourcen optimal zu nutzen.“ 
Effiziente Ressourcennutzung dank Desksharing-Software
Beispielsweise können nicht genutzte Parkplätze an Dritte vermietet werden. Außerdem gibt es Einsparpotenziale beim Energieverbrauch in den Gewerbeimmobilien. So sei es gängige Praxis bei einigen Nutzern von desk.ly, während wenig frequentierter Arbeitszeiten ganze Etagen zu schließen, um Energie einzusparen, berichtet Amir El Sayed, CEO bei desk.ly.

Über 5.000 Büros mit über 80.000 Arbeitsplätzen an über 2.750 Standorten weltweit werden nach Unternehmensangaben aktuell über desk.ly verwaltet. Rund 23.000 Buchungen pro Tag fallen an. Zu den Kunden gehören Unternehmen unterschiedlichster Größe aus verschiedenen Branchen sowie mehrere Stadtverwaltungen.
Die Nutzung der Software ist niedrigschwellig. Es bestehen Schnittstellen zu über 25 Ökosystemen, sodass beispielsweise wie gewohnt in der Office365-Umgebung gearbeitet werden kann. Die Profile der Mitarbeitenden können anonymisiert oder mitsamt Klarnamen und Profilfoto genutzt, die Nutzeroberfläche kann an die firmeneigene Corporate Identity angepasst werden.
Dennoch bestünde eine grundsätzliche Herausforderung bei der Implementierung der Software. Denn eine Transformation der Arbeitsplatzgestaltung könne nur dann funktionieren, wenn auch die Mitarbeitenden, die selbst dauerhaft im Büro arbeiten möchten, Hybrid- und Remote-Arbeit akzeptierten. 

Überzeugungsarbeit

„Die Veränderungsbereitschaft ist generell sehr hoch“, hat die Oberbürgermeisterin in der Stadtverwaltung beobachtet. Natürlich gebe es aber auch Kolleginnen und Kollegen, die sich mit den Umstellungen noch etwas schwertun. „Dafür habe ich grundsätzlich auch Verständnis“, betont Pötter, „wer mitunter jahrzehntelang einen bestimmten Status Quo gewohnt war, gibt diesen manchmal nur mit einem gewissen Zögern auf. Deshalb geben wir uns auch viel Mühe damit, die unbestreitbaren Vorteile, die die Modernisierung der Arbeitswelt mit sich bringt, zu vermitteln und alle Mitarbeitenden auf diesem sinnvollen und letztlich alternativlosen Weg mitzunehmen.“
Wie das gelingen kann? „Durch Vorbilder. Indem Unternehmen und Mitarbeitende gute Erfahrungen im Austausch mit Dritten weitergeben“, so Amir El Sayed.

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