Die Spaleck Oberflächentechnik GmbH & Co. KG ist vom Unternehmerverband mit der Würdigung „AusgezeichnetAusbilden!“ ausgezeichnet worden. Das Bocholter Unternehmen stellt durch eigene Ausbildung und gezielte Weiterentwicklung sicher, dass Nachwuchskräfte in operative und leitende Positionen aufsteigen. Vier Mitarbeiter stehen beispielhaft für diesen Entwicklungsweg: Philipp Niemann arbeitet als Meister in der Einzelteilfertigung, Bastian Kleinpaß als hauptverantwortlicher Ausbilder, Janlucas Weidig im Verkauf und Ludger Tepaße als Projektmanager.
„Die Berufswege dieser vier Mitarbeiter machen deutlich, warum Ausbildung so wertvoll ist. Unser Mitgliedsunternehmen Spaleck Oberflächentechnik bildet nicht nur Nachwuchskräfte aus, sondern entwickelt Menschen weiter. Dass ehemalige Auszubildende Verantwortung tragen und zum Erfolg des Unternehmens beitragen, ist ein Zeichen für die Qualität der Ausbildung und ein Vorbild für andere Betriebe“, erklärt Jennifer Middelkamp von der Regionalgeschäftsführung des Unternehmerverbandes, wie es in einer Mitteilung heißt.
Unternehmenswachstum und Ausbildungsstruktur
Geschäftsführer Alwin Keiten-Schmitz betont die strategische Ausrichtung der Nachwuchsförderung: „Wir sehen Ausbildung als Investition in die Zukunft unseres Unternehmens. Deshalb geben wir jungen Menschen nicht nur einen Ausbildungsplatz, sondern Perspektiven.“ Nach dem Ende der Ausbildungszeit ermöglicht der Betrieb Fortbildungen sowie Einsätze in Abteilungen wie der Maschinenmontage, dem Service-Innen- und Außendienst, dem Vertrieb oder bei Auslandseinsätzen. Ziel sei es, Fachkräfte zu binden und im Betrieb zu etablieren.
SPALECK Oberflächentechnik entwickelt Verfahren und fertigt Sondermaschinen für die Bearbeitung und Inspektion von Oberflächen. Parallel zum Anstieg der Belegschaft von rund 80 Beschäftigten im Jahr 2017 auf aktuell etwa 130 Personen stieg die Zahl der Ausbildungsplätze auf zwölf. Die Ausbildungsquote liegt bei rund zehn Prozent. Ausgebildet wird in den Bereichen Industrie- und Konstruktionsmechanik, Mechatronik, Elektrik, Produktdesign und Lagerlogistik.
Kleinpaß absolvierte im Betrieb zunächst eine Ausbildung zum Industriemechaniker und durchlief anschließend verschiedene Abteilungen mit Einsätzen im Ausland. Parallel zu seiner beruflichen Tätigkeit absolvierte der 31-Jährige die Fortbildung zum Industriemeister Metall. Der integrierte Ausbilderschein bildet die Grundlage für seine heutige Funktion als verantwortlicher Ausbilder.
Digitalisierung und Nachwuchsgewinnung
Die Ausbildung im Betrieb wurde in den vergangenen Jahren verstärkt digitalisiert. In der Montage steht den Auszubildenden ein Werkzeugwagen mit Tablet zur Verfügung, um Stücklisten und technische Zeichnungen abzurufen. Praktische Projekte gehören fest zum Programm: So bauten ein Auszubildender und ein Praktikant eine Maschine für einen US-Kunden weitgehend eigenständig auf. Dabei werden Kenntnisse in den Bereichen Pneumatik, Hydraulik, Lagerung und Elektronik vermittelt.
Um Nachwuchskräfte zu gewinnen, nutzt das Unternehmen verschiedene Instrumente. Lukas Arndt, Prokurist und Leiter des Rechnungs- und Personalwesens, verweist auf Ausbildungsmessen, Betriebsbesichtigungen, Praktika, den Girls’ Day, den Wettbewerb „Schüler macht MI(N)T!“ des Unternehmerverbandes sowie Aktivitäten in sozialen Medien. Das Ausbildungsangebot wird durch eine 35-Stunden-Woche im gewerblichen Bereich, Arbeitskleidung und eine betriebliche Altersvorsorge ergänzt. Middelkamp betont abschließend, dass kontinuierliche Investitionen in die Ausbildung einen Beitrag zur regionalen Fachkräftesicherung leisten.