Landkreis Emsland

Krone Gruppe erwirtschaftet 2,3 Milliarden Euro Umsatz in 2025

Werlte - Der Umsatz des Fahrzeugherstellers Krone Gruppe lag im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/2025 bei rund 2,3 Milliarden Euro (Vorjahr 2,4 Milliarden Euro). Unverändert schwierige politische Rahmenbedingungen seien aber Hauptursachen für eine immer noch deutlich spürbare Kaufzurückhaltung in den Branchen Landtechnik und Nutzfahrzeuge, teilt die Gruppe mit.

Dr. David Frink, Vorstandsvorsitzender. Foto: Krone

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Das kurzfristige und unmittelbare Zusammenspiel zwischen dem Kaufverhalten der Kunden und der gesamtwirtschaftlichen Lage ist seit vielen Jahren aus dem Nutzfahrzeugbereich bekannt. Dieses Muster zeige sich zunehmend auch im Segment der Landtechnik, heißt es bei Krone. Lohnunternehmer und Landwirte reagierten weltweit sensibel auf politische und wirtschaftliche Unsicherheiten und hielten sich bei Neuinvestitionen zurück. Vor diesem Hintergrund investierte die Krone Gruppe auch im vergangenen Geschäftsjahr an allen Standorten gezielt in die Optimierung der Produktion sowie in den Ausbau von Digitalisierung und Automatisierung. Ziel sei es, eine konstant hohe Produktqualität bei gleichzeitig maximaler Flexibilität sicherzustellen, erläutert Bernard Krone, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Krone Gruppe.

Zu den zentralen Meilensteinen zählen die Installation einer zusätzlichen Fertigungslinie im Fahrzeugwerk Werlte für den Bau von elektrisch angetriebenen Trailern mit elektrifizierter Antriebsachse, der Beginn der eigenen Bremsbackenproduktion bei Gigant in Dinklage, der Start eines leitstandsbasierten Systems mit Künstlicher Intelligenz in der Komponentenfertigung für Kühlsattelauflieger in Lübtheen sowie der Bau einer neuen Montagehalle am Standort Ibbenbüren von Global Trailer Services.

Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Krone mit einem Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres. Ausschlaggebend dafür sind weiterhin externe Einflussfaktoren wie kriegerische Auseinandersetzungen und die aktuelle internationale Zollpolitik, die die Weltwirtschaft belasten. Der Vorstandsvorsitzende der Bernard Krone Holding SE & Co. KG, David Frink, verweist darauf, dass langfristige wirtschaftliche Handelsabkommen zunehmend an Stabilität verlieren. Für ein international tätiges Industrieunternehmen stelle dies eine erhebliche Herausforderung dar, da die konzernweite Produktion, die weltweite Distribution sowie die Serviceaktivitäten sorgfältig koordiniert und geplant werden müssten.

Mittelfristig erwartet Frink eine Belebung der Märkte. Der deutsche Landtechnikmarkt zeige derzeit erste Erholungstendenzen. Zudem plane das Unternehmen, seine Präsenz in Zukunftsmärkten wie Asien und Indien schrittweise auszubauen. Auch in einzelnen europäischen Nutzfahrzeugmärkten, darunter Belgien, Dänemark und Estland, sei eine positive Entwicklung zu beobachten. Unverändert hoch sei darüber hinaus die internationale Nachfrage nach der Marke Krone. Das breite Produktportfolio sowie die technologischen Entwicklungen in der Landtechnik und im Nutzfahrzeugbereich erhielten eine durchweg positive Resonanz. Vor diesem Hintergrund bleibt das Unternehmen optimistisch, da mit dem weiteren Wachstum der Weltbevölkerung auch der Bedarf an Nahrungsmitteln und Transportleistungen steigen dürfte.


 

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