Coppenrath & Wiese habe 2023 „wie alle Hersteller mit Rohstoffknappheit, Lieferkettenengpässen, erhöhten Preisen und der damit einhergehenden geschwächten Kaufkraft der Verbraucher zu kämpfen“. Um höhere Kosten für Konsumenten zu vermeiden, will das Unternehmen vermehrt auf kleinere Packungsgrößen setzen. „Unser Ziel ist, den Konsumenten preislich attraktive Angebote zu machen, die den Genuss und kleine positive Momente im Alltag erschwinglich halten, beispielsweise durch kleinere Packungsgrößen“, erklärte Geschäftsführer Peter Schmidt. Neben neuen Geschmacksrichtungen will Coppenrath & Wiese auch gemischte Sortimente aus Kuchen und Torten neu zusammenstellen. Wachstumsimpulse sieht das Unternehmen insbesondere auch im Bereich Blechkuchen.
Darüber hinaus will Coppenrath & Wiese verstärkt vegane Rezepturen verwenden. So brachte das Unternehmen bereits mit dem „Carrot Cake“ in diesem Jahr einen weiteren, pflanzenbasierten Kuchen auf den Markt. „Vegane Ernährung und Flexitarismus betrachten wir als langfristigen Trend. Mit unseren Torten und Kuchen der Reihe ‚Lust auf Vegan‘ treffen wir im Bereich Tiefkühl-Backwaren den Nerv der Zeit. Insbesondere die junge Zielgruppe entdeckt mit unserem nachhaltig ausgerichteten veganen Angebot die Marke Coppenrath & Wiese für sich“, so Schmidt.
Im Zeichen der Nachhaltigkeit steht auch die umfangreichste Einzelinvestition dieses Jahres von Coppenrath & Wiese: Am Produktionswerk in Mettingen hat das Unternehmen im Oktober eine PV-Anlage in Betrieb genommen, die mit einer Leistung von 2,5 Megawatt Peak die Grundlast des Unternehmens abdecke. Darüber hinaus gibt es 24 E-Ladesäulen, die den Mitarbeitenden zur Verfügung stehen. Seit Beginn 2023 stammt auch der zugekaufte Strom bei Coppenrath & Wiese zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen. Für 2024 sind weitere Investitionen geplant, mit dem Ziel, bei der Energieversorgung unabhängig zu werden. Schon heute können 80 Prozent der Öfen wahlweise mit Gas oder Strom betrieben werden – damit stellt das Unternehmen die Weichen für einen schrittweisen Gasausstieg.
Zu den weiteren wichtigen Investitionen am Standort Mettingen zählten die Modernisierung von Anlagen in der Produktion, beispielsweise an Verpackungslinien und einem Frosteraustausch, sowie der Umbau der Produktentwicklungs-Backstube.
Hohe Priorität habe darüber hinaus die Weiterbildung der Mitarbeitenden. Das 2023 eingeweihte Aus- und Fortbildungszentrum ermögliche die Zusatz- und Weiterqualifikation am Standort Mettingen. Allein in diesem Jahr hat das Unternehmen dort rund 60 Fachkräfte, darunter auch Quereinsteiger, ausgebildet. Geschäftsführer Andreas Wallmeier: „Die vielfältigen Berufsbilder in unserem Unternehmen sind ein wichtiger Standortfaktor und wir sind stolz darauf, Menschen aus mehr als 50 Nationen zu beschäftigen. Wir sind dankbar, dass wir auch 2023 unter angespannten Marktbedingungen alle geplanten Projekte fortschreiben konnten.“