Daldrup steigerte die Gesamtleistung auf Konzernebene im ersten Halbjahr 2026 um 56 Prozent auf 32,3 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr des Vorjahres lag diese bei 20,7 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 29,3 Prozent auf 3,43 Millionen Euro (1. Halbjahr 2025: 2,65 Millionen Euro). Im Verhältnis zur Gesamtleistung ergibt sich damit eine EBIT-Marge von 10,6 Prozent (1. Halbjahr 2025: 12,8 Prozent). Bei planmäßigem Geschäftsverlauf erwartet Daldrup weiterhin eine Konzern-Gesamtleistung von rund 58 Millionen Euro sowie eine EBIT-Marge zwischen 11,5 und 13,5 Prozent der Gesamtleistung.
Geothermie-Markt erhält Rückenwind
Wie der Konzern mitteilt, spiegeln sich in den Ergebnissen unter anderem Investitionen in die Aufrüstung und Modernisierung von Teilen des Geräteparks sowie Sicherheitsabschläge wider, mit denen noch ausstehende Schlussabrechnungen einzelner Projekte zum Bilanzstichtag berücksichtigt wurden. Rückenwind erhalte der Geothermie-Markt insbesondere durch die verbesserten regulatorischen Rahmenbedingungen und Fördermöglichkeiten wie das Geothermiebeschleunigungsgesetz und den KfW-Förderkredit Geothermie. Auch die weiteren drei Geschäftsbereiche trugen wesentlich zur positiven Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr bei, so Daldrup. Dazu zählen Rohstoffexploration & Wissenschaft, Infrastruktur & Umwelt sowie Bohrlochsanierung & Stilllegung.
Daldrup-CEO Andreas Tönies sagt: „Unsere Projekte im ersten Halbjahr zeigen, wie vielseitig wir unsere Bohrkompetenz einsetzen können. Die breite Aufstellung über vier Geschäftsbereiche ermöglicht es uns, unterschiedliche Kundenanforderungen zu bedienen und Chancen in mehreren Märkten zu nutzen“.
Daldrup will weitere Chancen nutzen
Der Auftragsbestand belief sich Ende August auf rund 132 Millionen Euro (1. Halbjahr 2025: 140 Millionen Euro). Damit reiche die Auslastung der Bohrmannschaften und Bohranlagen bis weit in das Jahr 2027 hinein, berichtet der Konzern weiter. So wurde Daldrup unter anderem von der AFK-Geothermie GmbH mit zwei Tiefengeothermiebohrungen in Aschheim bei München beauftragt. Die bis zu 3.700 Meter tiefen Bohrungen sollen im November 2026 starten. Zudem hat Daldrup in die Modernisierung und den Ausbau seines Bohrgeräteparks investiert – unter anderem durch den Erwerb von fünf gebrauchten Bohranlagen. Nach ihrer Auslieferung und Überarbeitung sollen sie die vorhandenen Kapazitäten erweitern und die Flexibilität beim Einsatz in den verschiedenen Geschäftsbereichen erhöhen.
Auch in den weiteren Geschäftsbereichen erkenne der Konzern zusätzliche Marktchancen. Das Sondervermögen Infrastruktur & Klimaneutralität sollte mittelfristig die Nachfrage nach Erkundungsbohrungen im Verkehrs- und Tiefbau erhöhen. Die Endlagersuche in Deutschland bietet weiteres Auftragspotenzial für den Bereich Rohstoffexploration & Wissenschaft. Zudem erwartet das Unternehmen insbesondere aufgrund gesetzlich und behördlich veranlasster Sanierungs- und Sicherungsmaßnahmen eine steigende Nachfrage.