Münster

Arbeitgebernetzwerk Onboarding@Münsterland diskutiert bei Atruvia

Münster - Wie lässt sich Künstliche Intelligenz (KI) im Personalmanagement strategisch einsetzen – und wo liegen ihre Grenzen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das Arbeitgebernetzwerk Onboarding@Münsterland des Münsterland e.V. bei seinem Treffen am Mittwoch bei der Atruvia AG in Münster. Rund 60 Unternehmen aus der Region kamen zusammen, um Praxisansätze und Perspektiven zum KI-Einsatz im Personalmanagement kennenzulernen.

Beim Arbeitgebernetzwerk sprachen sie über den Einsatz und die Grenzen von Künstlicher Intelligenz (von links): Christina Hörsting und Peter Kemper von der TWE Group GmbH, Monika Leiking (Münsterland e.V.) sowie Florian Meyer von der Atruvia AG. Foto: Münsterland e.V.

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Obwohl die aktuelle Konjunkturschwäche den Fachkräfteengpass kurzzeitig abmildert, bleibt der Mangel an qualifiziertem Personal eine strukturelle Herausforderung für die Wirtschaft. Monika Leiking, Leiterin des Services Onboarding@Münsterland, sieht in regionalen Netzwerktreffen ein wichtiges Instrument, um den Austausch über technologische Lösungen wie KI zu fördern. „Es ist wichtig, Unternehmen eine Plattform zu bieten, um den Einsatz von KI als eine Möglichkeit der Fachkräftesicherung zu diskutieren“, so Leiking. Die Initiative unterstützt Arbeitgeber in der Region bei der Gewinnung von Personal und der Etablierung einer Willkommenskultur, wie es in einer Mitteilung heißt.

Vergangene Woche gaben Christina Hörsting und Peter Kemper von der Emsdettener TWE Group GmbH Einblicke in die praktische Umsetzung. Unter dem Titel „Erst Strategie – dann KI“ verdeutlichten sie, dass technische Neuerungen im Personalwesen eine klare Zieldefinition erfordern. Kemper warnte davor, KI lediglich als Trendthema zu betrachten: „KI ist kein ‚Nice-to-Have', das eingesetzt werden sollte, weil es gerade bei ‚allen‘ Thema ist, sondern erfordert wirtschaftliche Investitionen, die aufgrund der Marktsituation und steigender Nachfrage wohl überlegt werden müssen.“ Auch die ethischen Grenzen kamen zur Sprache. Laut Hörsting steht bei sensiblen Prozessen die Frage im Fokus, wie Verantwortliche gewissenhaft mit der Technologie umgehen können.

Effizienz im Recruiting

Florian Meyer von der Atruvia AG thematisierte die aktuelle Dynamik im Recruiting, die durch steigende Bewerbungszahlen bei gleichzeitigem Fachkräftemangel geprägt ist. Er präsentierte Ansätze, wie KI-Lösungen administrative Abläufe beschleunigen können. „KI nimmt uns keine Entscheidungen ab, aber sie nimmt uns Arbeit ab, die wir besser investieren können. Das ist der Kern dessen, was wir gerade bei Atruvia erproben“, erklärte Meyer.

Im Anschluss vertieften die Teilnehmenden diese Impulse in einem World Café an verschiedenen Thementischen. Der Service Onboarding@Münsterland, ein Zusammenschluss regionaler Arbeitgeber und Wirtschaftsakteure, wird vom Münsterland e.V. getragen und unterstützt sowohl Unternehmen als auch Fachkräfte beim Ankommen in der Region. Weiterführende Informationen finden Interessierte unter www.muensterland.com/onboarding.

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