Kreis Steinfurt

Antriebshersteller Renk stärkt Standort in Rheine

Rheine - Die Renk Group AG baut ihre Produktionskapazitäten am Standort Rheine aus und investiert dort bis zum Jahr 2030 mehr als 20 Millionen Euro. Die Maßnahme ist Teil einer gruppenweiten Strategie, mit der der Getriebehersteller die jährliche Ausbringung in Deutschland bis 2030 auf über 2.000 Einheiten mehr als verdreifachen will, um die Lieferfähigkeit für militärische Antriebssysteme zu sichern.

Dr. Emmerich Schiller, COO RENK Group AG Foto: Anne Kaiser

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Die Renk Group AG baut ihre Produktionskapazitäten aus und plant, die jährliche Ausbringung an Getrieben am Standort Augsburg bis zum Jahr 2030 auf mehr als 2.000 Einheiten mehr als zu verdreifachen. Um dieses Ziel zu erreichen, überträgt das Unternehmen Methoden eines neuen Produktionskonzepts ab 2025 schrittweise auf das gesamte Produktionsnetzwerk, wie es in einer Mitteilung heißt. Den nächsten Schritt im Rahmen dieses Programms bildet die Einweihung von drei neuen Bearbeitungszentren im Werk Rheine am vergangenen Montag, den 31. August 2026. Am Standort Rheine wachsen die Kapazitäten seit 2025 jährlich um mehr als 30 Prozent. Renk investiert an diesem Standort bis zum Jahr 2030 insgesamt über 20 Millionen Euro.

„Diese Kapazitätserweiterung ist ein weiterer Schritt in der konsequenten Skalierung unseres globalen Produktionssystems in Richtung Serienfertigung. Hierbei übertragen wir etablierte Methoden aus der Automobilindustrie. Das schafft nicht nur deutliche Effizienzsteigerungen, sondern vor allem robuste Prozesse, die auch bei steigenden Stückzahlen unser hohes Qualitätsniveau sicherstellen. Gleichzeitig schaffen wir damit ein modernes und hochattraktives Arbeitsumfeld – was wir hier in Rheine sehen, ist dafür ein starkes Beispiel“, sagt Dr. Emmerich Schiller, COO der Renk Group AG.

Einbindung in Investitionsinitiative

Am zweitgrößten Werk des Unternehmens in Rheine werden Komponenten für den Getriebetyp HSWL 256 gefertigt, der unter anderem im Schützenpanzer Puma eingesetzt wird. Die Maßnahme gehört zu den Investitionen der Initiative „Made for Germany“, in deren Rahmen Schiller und die Unternehmensführung bis 2028 bis zu 325 Millionen Euro in Deutschland für Digitalisierung, Innovation und Kapazitätserweiterungen bereitstellen. Der Ausbau soll bestehende Arbeitsplätze sichern und neue Stellen schaffen. Mit der Erhöhung der Kapazitäten adressiert Renk zudem die Vorgaben der neuen NATO-Fähigkeitsziele sowie Modernisierungsvorhaben der Bundeswehr und verpartnergemeinschafteter Streitkräfte.

Unternehmensprofil und Finanzkennzahlen

Die Renk Group AG mit Hauptsitz in Augsburg fertigt Antriebslösungen für militärische und zivile Endmärkte. Das Produktportfolio umfasst Getriebe, Antriebsstränge, Power-Packs, Hybrid-Antriebssysteme, Federungssysteme, Gleitlager, Kupplungen und Testanlagen. Die Systeme finden Anwendung in Militärfahrzeugen, der Marine, der zivilen Schifffahrt sowie in industrieorientierten Energieanwendungen. Im Geschäftsjahr 2025 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz von rund 1,4 Milliarden Euro. Seit dem 7. Februar 2024 ist das Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert und gehört seit dem 24. März 2025 dem MDAX an.

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