Münster

Nach Verkauf: Aus BASF Coatings wird Surventis

Münster - Der Fahrzeugbeschichter und Oberflächenspezialist Surventis, vormals BASF Coatings, hat seine Abspaltung vom BASF-Konzern abgeschlossen und agiert fortan als eigenständiges Unternehmen. Die Investmentfirma Carlyle hält gemeinsam mit der Qatar Investment Authority die Mehrheit der Anteile, während BASF eine Minderheitsbeteiligung von 40 Prozent behält. Mit rund 10.700 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von rund 3,9 Milliarden Euro zählt das Unternehmen mit Hauptsitz in Münster zu den globalen Anbietern der Branche.

Unter neuer Flagge: BASF Coatings wird zu Surventis. Foto: Surventis

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Der Fahrzeugbeschichter und Oberflächenspezialist Surventis, ehemals BASF Coatings, hat seine Abspaltung vom Chemiekonzern BASF abgeschlossen und agiert un als eigenständiges Unternehmen mit Sitz in Münster. Mit einem Jahresumsatz von rund 3,9 Milliarden Euro und etwa 10.700 Mitarbeitenden gehört Surventis zu den globalen Lieferanten von Fahrzeugbeschichtungen und Oberflächenbehandlungslösungen. Das Unternehmen befindet sich mehrheitlich im Besitz von Fonds, die von der Investmentfirma Carlyle (NASDAQ: CG) in Partnerschaft mit der Qatar Investment Authority verwaltet werden. BASF hält einen Anteil von 40 Prozent an Surventis.

Im Zuge der Ausgründung wurde die neue Unternehmensmarke vorgestellt, wie es in einer Mitteilung heißt. Das Unternehmen strebt unter der neuen Identität technologische Führung und eine Zusammenarbeit mit seinen Partnern an. Das Portfolio für Industrie-, Automobil- und Aufbereitungskunden umfasst Marken wie Chemetall, Glasurit und R-M. Surventis bedient nach eigenen Angaben mehr her als 42.000 Kunden in über 140 Ländern. Das globale Netzwerk umfasst mehr als 30 Produktions- und Entwicklungsstandorte, gesteuert vom Hauptsitz in Münster, Westfalen.

Carlyle beabsichtigt, das Unternehmen durch Investitionen in globale Kapazitäten und lokale Aktivitäten zu unterstützen. Der Fokus der Strategie liegt auf Unternehmertum und Wachstum. Jens Luehring, Geschäftsführer von Surventis, erklärte: „Dies markiert ein neues Kapitel für Surventis und für alle unsere Mitarbeiter weltweit. Ich möchte dem gesamten Team danken, dessen Hingabe und harte Arbeit uns zu diesem Meilenstein geführt haben. Wir bauen auf mehr als 130 Jahren Expertise im Bereich Beschichtungen und einigen der bekannten Marken der Branche auf, während wir unsere Reise als unabhängiges Unternehmen beginnen. Unsere Kunden profitieren von einem fokussierteren Partner, bei dem wir uns voll auf die Oberflächen konzentrieren, die sie herstellen und verkaufen. Ihr Erfolg ist unser Erfolg. Wir sind bereits in dieser Branche etabliert, und unser Ziel ist klar: das führende Unternehmen für Beschichtungstechnologie zu werden.“

Kontinuität im operativen Geschäft und Management

Tanaka Maswoswe, Partner bei Carlyle, kommentierte den Schritt: „Als unabhängiges Unternehmen ist Surventis positioniert, um Innovationen zu beschleunigen, Kundenpartnerschaften zu vertiefen und globale Wachstumschancen zu nutzen. Wir freuen uns darauf, Luehring und das Managementteam von Surventis in ihrem nächsten Kapitel zu unterstützen.“ Das operative Geschäft soll mit den bestehenden Produkten, Technologien und Marken unverändert fortgeführt werden. Das Portfolio der drei Geschäftsbereiche bleibt bestehen, um Kontinuität in Zuverlässigkeit, Qualität und Service zu gewährleisten.

Geleitet wird das Unternehmen von einem Exekutivausschuss unter dem Vorsitz von Chief Executive Officer (CEO) Luehring. Dem Gremium gehören zudem Chief Financial Officer Michael Pontzen und Chief Transformation Officer Ewout van Jarwaarde an. Das Führungsteam wird durch Nils Lessmann (Executive Vice President Operations Mobility/Refinish) sowie die Leiter der drei Geschäftsbereiche – Frank Naber (Surface Treatment), Patrick Zhao (Mobility Coatings) und Steve Arndt (Refinish Coatings) – komplettiert. Das Unternehmen geht auf eine über 130-jährige Geschichte im Bereich der Oberflächenbearbeitung von Metallen und Kunststoffen zurück und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von rund 3,9 Milliarden Euro.


 

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