Kreis Steinfurt

Kreissparkasse Steinfurt und Stadtsparkasse Rheine beschließen Fusion

Ibbenbüren/Rheine – Die Kreissparkasse Steinfurt und die Stadtsparkasse Rheine fusionieren zum 1. August 2026. Das haben der Zweckverband der Kreissparkasse Steinfurt und der Rat der Stadt Rheine gestern Abend einstimmig beschlossen. Durch die Fusion entsteht mit der neuen „Kreissparkasse Steinfurt“ ein Institut mit einer Bilanzsumme von mehr als zehn Milliarden Euro, mehr als 1.250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie rund 255.000 Kundinnen und Kunden. Die Fusion steht unter dem Genehmigungsvorbehalt der Bafin und des Finanzministeriums.

Der künftige Vorstand der fusionierten Bank (von links): Peter Hensmann, Rainer Langkamp (Vorstandsvorsitzender) und Carl-Christian Kamp. Foto: Kreissparkasse Steinfurt

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„Unsere beiden Häuser passen hervorragend zusammen“, sagt Thomas Prochmann, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Rheine. „Regionale Kreditinstitute stehen vor großen Herausforderungen – diese werden wir in einem gemeinsamen Institut zusammen noch besser meistern“, ergänzt Rainer Langkamp, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Steinfurt. Und er ergänzt das Motto der bevorstehenden Fusion: „Der Kreis schließt sich. Ein Kreis. Eine Sparkasse. Eine Zukunft.“

Rheine wird zweiter Hauptsitz

Im Rahmen der Fusionsvorbereitung haben die Beteiligten beider Häuser die Grundlagen geschaffen. In mehreren Sitzungen der Sondierungskommissionen wurden die wesentlichen Rahmenbedingungen einer gemeinsamen Sparkasse erarbeitet. So ist die Kreissparkasse Steinfurt juristisch und technisch aufnehmendes Institut. Rheine wird zukünftig neben Ibbenbüren der zweite juristische Hauptsitz für die fusionierte Sparkasse. Darüber hinaus sollen in einer Dienstvereinbarung die Interessen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berücksichtigt werden. So wurde zwischen den Vorständen und Personalräten beider Häuser eine Beschäftigungsgarantie für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vereinbart.

Neuer Vorstand

Das Vorstandsgremium der gemeinsamen Sparkasse wird aus Rainer Langkamp als Vorstandsvorsitzendem und den Kreissparkassen-Vorstandsmitgliedern Carl-Christian Kamp und Peter Hensmann bestehen. Die Vorstände der Stadtsparkasse Rheine, Thomas Prochmann und Rolf Harig, gehen auf eigenen Wunsch in den Ruhestand.

Dr. Martin Sommer bleibt als Landrat des Kreises Steinfurt auch weiterhin Vorsitzender des Verwaltungsrats der neuen Kreissparkasse Steinfurt. Die 25 Träger des neuen Instituts umfassen den Kreis Steinfurt sowie die Städte und Gemeinden Altenberge, Emsdetten, Greven, Hörstel, Hopsten, Horstmar, Ibbenbüren, Ladbergen, Laer, Lengerich, Lienen, Lotte, Metelen, Mettingen, Neuenkirchen, Nordwalde, Ochtrup, Recke, Rheine, Saerbeck, Steinfurt, Tecklenburg, Westerkappeln und Wettringen.

Insgesamt wurde eine ausgewogene Übereinkunft gefunden, heißt es in einer gemeinsamen Pressemeldung der beiden Banken. „Alle Gespräche waren von konstruktiver und sehr offener Atmosphäre geprägt“ bestätigt Landrat Sommer. „Der Austausch in den Sitzungen der Sondierungskommission war sehr vertrauensvoll – wir haben ein faires Gesamtpaket erarbeitet, das für das neue Haus und die Region viele Vorteile mit sich bringt“, ergänzt Dr. Peter Lüttmann, Vorsitzender des Verwaltungsrats der Stadtsparkasse Rheine.

„Weiterhin wurden in mehreren Workshops strategische Leitplanken für das gemeinsame Haus entwickelt, die die Grundlage für die weitere Umsetzung der Fusion darstellen. Wir sichern zukunftsfähige Arbeitsplätze und positionieren die Kreissparkasse Steinfurt als attraktiven und modernen Arbeitgeber im gesamten Kreis Steinfurt und in der Region“, sind sich Langkamp und Prochmann einig. „Die rechtliche Fusion beider Häuser ist für den 1. August 2026 geplant. Die technische Fusion folgt im kommenden Oktober. Neben der Erfüllung von regulatorischen Anforderungen ist es dabei unser Ziel, schnellstmöglich auch kulturell eine Sparkasse und eine Mannschaft zu werden. Wir freuen uns darauf.“

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