Wadersloh

Große Bühne für Arbeitgeber

Es gibt Themen, die praktisch alle Unternehmen erwähnen, wenn es um Herausforderungen geht. Dazu gehört auch die Lage am Arbeitsmarkt mit Blick auf die Besetzung offener Stellen oder Ausbildungsplätze. Ein Auftrag von Kommunen besteht also darin, jungen Menschen vor Ort eine Perspektive zu geben. In Wadersloh soll dabei die Berufsorientierungsmesse (BIM) helfen.

Stefan Wapelhorst von der Kolpingfamilie ist einer der Organisatoren der Berufsorientierungsmesse. Foto: Gemeinde Wadersloh

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Dass Wadersloh das Thema Arbeit und Ausbildung schon seit vielen Jahren behandelt, wird am Beispiel der BIM deutlich. Bereits seit 2011 findet die Messe alle zwei Jahre statt. Ins Leben gerufen wurde sie als Kooperation der Kolpingsfamilie und der Gemeinde Wadersloh. 
Seit 2019 ist auch die benachbarte Gemeinde Langenberg Partner der BIM. Aus den ersten kleineren Anläufen habe sich mittlerweile eine stark nachgefragte Veranstaltung entwickelt, betont Bürgermeister Christian Thegelkamp. Bei der jüngsten Ausgabe im Jahr 2024 waren rund 1.000 Schülerinnen und Schüler unterwegs, um sich über die verschiedenen Ausbildungsberufe und die Unternehmen in der Region zu informieren.  

„Das ist ein tolles Projekt über Ortsgrenzen hinweg“, formuliert Thegelkamp. Der Zeitplan für die nächste Auflage der BIM steht längst fest: Im März 2026 verwandelt sich die Sekundarschule in Wadersloh wieder in einen Messeplatz. Wie immer gilt: Für Aussteller wie für Besucherinnen und Besucher ist die Veranstaltung kostenlos – fast 100 Unternehmen und Einrichtungen waren 2024 dabei.  
Die Bedeutung der Berufsorientierungsmesse sei daher nicht zu unterschätzen: In der Region würden viele große Arbeitgeber die Hände nach jungen Leuten ausstrecken. Thegelkamp nennt beispielsweise Bertelsmann, Claas oder Miele, aber auch die Deutsche Rentenversicherung Westfalen und die Universität Münster, die eine gewisse Sogwirkung entfachten. Alle seien daher auch auf der BIM vertreten, was für die Veranstaltung spreche.  

Grundsätzlich sei zudem ein Phänomen zu beobachten, das vermutlich auch für andere Orte gilt: Viele junge Menschen in den Schulen hätten gar keinen echten Überblick über die vielen verschiedenen Betriebe und Einrichtungen vor Ort. Zur Vorbereitung oder einfach als Unterstützung wurde daher von Gemeinde und Sekundarschule Wadersloh ein Einrichtungs- und Unternehmenskatalog entwickelt, der die heimischen Unternehmen mit ihren Berufsfeldern genauer vorstellt – vom Apotheker bis zum Zimmermann.  

Carsten Schulte

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