„Das sind allesamt Investitionen, die die Lebensqualität verbessern und Rosendahl langfristig als Wohn- und Wirtschaftsstandort stärken“, ordnet Rosendahls Bürgermeister Christoph Gottheil ein. Im Mittelpunkt stehe die umfassende Sanierung der Ortsdurchfahrt in Osterwick. Auf einer Länge von fast zwei Kilometern wird die Holtwicker Straße und Hauptstraße zwischen den beiden Kreisverkehren in mehreren Bauabschnitten erneuert. „Das Projekt wird uns rund zweieinhalb Jahre auf Trab halten. Es ist eines der längsten Bauprojekte, die wir in Rosendahl umsetzen. Aber wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, haben die nächsten Generationen an dieser Stelle erst einmal Ruhe“, betont Gottheil.
Derzeit laufen die Arbeiten an einem Stauraumkanal in Osterwick auf einer Länge von 400 Metern zwischen Rathaus und Fabianus-Kirchplatz. Die unterirdische Infrastruktur soll unter anderem für Starkregenereignisse fit gemacht werden. Anschließend erfolgt die Kanal- und Fahrbahnsanierung zwischen Rathaus und den beiden Supermarkt-Standorten und in einem weiteren Bauabschnitt ist der Straßenabschnitt bis zum Kreisverkehr an der Schöppinger Straße an der Reihe. Später schließt sich die Umgestaltung in Richtung Holtwick an. Geplant sind unter anderem neue Geh- und Radwege bis zum Hermann-Löns-Weg.
Mit der Straßensanierung verbunden sind umfangreiche Aufwertungen im Ortskern von Osterwick. Der Rathausvorplatz wird neu gestaltet, ebenso der Marienplatz und der Kirchplatz an der Pfarrkirche St. Fabian und Sebastian. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und die Bereiche barriereärmer zu gestalten. Geplant sind unter anderem neue Sitzmöglichkeiten und eine attraktivere Gestaltung der öffentlichen Räume. Rund fünf Millionen Euro fallen insgesamt für die Ortskernentwicklung in Osterwick außerhalb der unterirdischen Leitungen an.
Unterstützt wird die Gemeinde dabei durch Fördermittel, unter anderem aus dem Struktur- und Dorfentwicklungsprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen. Etwa 60 bis 70 Prozent der Summe wird so subventioniert. NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen überreichte im September den Förderbescheid für die vorgesehenen Platzneugestaltungen persönlich. Allein für die Neugestaltung des Marien- und Kirchplatzes in Osterwick erhält die Gemeinde 250.000 Euro, weitere 209.000 Euro fließen in den Rathausvorplatz. Hinzu kommen 53.000 Euro für ein Kleinspielfeld an der Grundschule im Ortsteil Darfeld. „Diese Fördermittel helfen uns enorm, alle Projekte umzusetzen“, betont Gottheil.
Parallel zu den Arbeiten im Ortskern verändern sich auch die beiden großen Nahversorgungsstandorte in Osterwick. Der bestehende Edeka-Markt wurde bereits abgerissen, der Rückbau des Aldi-Marktes ist auch bereits erfolgt. Beide Märkte werden neu errichtet. Für die Gemeinde ist das ein wichtiger Baustein der Versorgungssicherheit. „Gerade in ländlichen Räumen ist es entscheidend, leistungsfähige Einzelhandelsstandorte dauerhaft zu erhalten“, so Gottheil.
Auch bei der Feuerwehr in Rosendahl stehen umfangreiche Modernisierungen auf der Agenda. In Osterwick wurde das Gerätehaus bereits runderneuert. In Darfeld geht die Modernisierung des Feuerwehrgerätehauses auf die Zielgerade. Die letzten Restarbeiten laufen noch, die Einsatzkräfte sind Mitte Juni bereits eingezogen. Eine offizielle Einweihung ist in Planung. Besonders umfangreich wird das Projekt in Holtwick: Dort entsteht ein komplett neuer Feuerwehrstandort. Das Grundstück am Holtkebach wurde bereits erworben, der Bauantrag ist gestellt. Geplant ist ein zweigeschossiges Gebäude mit modernen Umkleide- und Aufenthaltsbereichen. „Darüber hinaus wollen wir einen flexibel nutzbaren, 130 Quadratmeter großen Gemeinschaftsraum schaffen, der nicht nur der Feuerwehr, sondern auch den Rosendahler Vereinen sowie Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung steht – einen Ort für die Dorfgemeinschaft“, erklärt Gottheil.
Auch im Bildungsbereich investiert Rosendahl. In Darfeld wurde die Antonius-Grundschule bereits für den Offenen Ganztag (OGS) ausgebaut. In Holtwick steht nun der An- und Umbau der Nikolaus-Grundschule für den OGS-Bereich an. „Die Maßnahmen sind Teil einer langfristigen Strategie, mit der wir die Schulen auf die steigenden Anforderungen im Ganztagsbereich vorbereiten“, gibt der Bürgermeister einen Einblick.
Erstellt von Anja Wittenberg