Rosendahl

Gewerbegebiete | Raum für Wachstum

Die Nachfrage ist da, die planungsrechtlichen Grundlagen sind geschaffen: Die Gemeinde Rosendahl macht sich auf den Weg, neue Gewerbeflächen zu entwickeln. Und das gleich in zwei von drei Ortsteilen.

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„Die Gewerbeflächenentwicklung hatte schon in den vergangenen Jahren Priorität für uns. Solche Projekte brauchen eine entsprechende Vorlaufzeit. Grundstücke müssen gekauft und Ausgleichflächen zur Verfügung gestellt werden. Auch planungsrechtlich gibt es vieles abzustimmen. Umso mehr freuen wir uns, dass wir jetzt loslegen können“, sagt Henning Illerhues, Wirtschaftsförderer der Gemeinde Rosendahl. Der Bedarf ist längst da. „Wir spüren, dass der Druck steigt. Die Anfragen werden mehr und sie kommen oft kurzfristiger als früher“, so Illerhues.

Los geht es im Gewerbegebiet Eichenkamp in Rosendahl-Osterwick, das erweitert wird. Der Bebauungsplan wurde inzwischen beschlossen und schafft damit die planungsrechtliche Grundlage für die Entwicklung neuer Gewerbeflächen. Insgesamt sollen rund 14 Hektar zusätzlich entstehen. 

Schon jetzt liegen der Gemeinde konkrete Anfragen von Unternehmen vor. Dabei handelt es sich sowohl um Rosendahler Bestandsbetriebe als auch um Unternehmen aus dem Umland. „Das Interesse ist definitiv vorhanden“, betont Illerhues, der nun konkrete Gespräche mit Unternehmen führt und die Flächenzuschnitte abstimmt. Die hohe Nachfrage kommt nicht von ungefähr. Eichenkamp III liegt verkehrsgünstig an der Landstraße 571 und ermöglicht über Holtwick eine schnelle Anbindung an die A31. Ansiedeln können sich grundsätzlich unterschiedliche Gewerbebetriebe. Zudem ist ein Teil der Fläche für die Weiterentwicklung eines bestehenden Unternehmens vorgesehen. 

Einen verbindlichen Zeitplan für die Erschließung von Eichenkamp III gibt es derzeit aber noch nicht. Hintergrund sind unter anderem letzte offene Erschließungsfragen. Die Gemeinde Rosendahl hofft jedoch, noch in diesem Jahr erste Flächen vermarkten zu können.

An anderer Stelle in Osterwick sind die Voraussetzungen für Wachstum bereits geschaffen. Der Lebensmittelhersteller Münsterland Milch will seinen Standort in Osterwick erweitern. Das Unternehmen plant, seine Produktionskapazitäten auf einer Fläche von rund zwei Hektar auszubauen. Nachdem die Margarine-Sparte aufgegeben wurde, konzentriert sich die Produktion inzwischen vollständig auf Milchgetränke. „Wir sind in den vergangenen Jahren nach der Insolvenz wieder sehr gut gestartet und stehen auf sehr gesunden Beinen. Aufgrund des starken Wachstums im Bereich Milchmischgetränke, Eiskaffees und Proteingetränke sind wir zuletzt aber an unsere Kapazitätsgrenze gekommen. Deshalb planen wir im Anschluss an das bestehende Produktionsgebäude den Neubau einer Lagerhalle für kundenspezifische Produkte. Zurzeit müssen wir diese bei Logistikdienstleistern auslagern, da wir keinen Platz mehr haben“, erklärt Geschäftsführer Manfred Fleige. Außerdem sei der Bau einer Verwaltung, von Parkplätzen für Mitarbeiter und einer neuen Verladerampe an der Stirnseite des neuen Gebäudes geplant.

Auch die Produktionskapazitäten könnten durch den Lagerneubau bei Bedarf erweitert werden. „Wir planen eine Steigerung von aktuell 52 Millionen Einheiten auf 70 Millionen Einheiten im Jahr 2029 und 100 Millionen Einheiten im Jahr 2031“, blickt Fleige voraus. Parallel dazu soll die Mitarbeiterzahl von 78 auf dann circa 100 aufgestockt werden.

Die Bauleitplanung für den Neubau läuft derzeit. „Wir gehen von drei bis fünf Jahren bis zur Fertigstellung aus“, so Fleige. Das Unternehmen wird einen „zweistelligen Millionenbetrag“ investieren.

„Münsterland Milch ist ein bedeutender Arbeitgeber und besitzt eine große Strahlkraft für unsere Gemeinde“, betont Wirtschaftsförderer Illerhues. „Deshalb ist es wichtig, dass sich das Unternehmen hier weiterentwickeln kann.“

Holtwick wächst in zweiter Reihe 
Parallel zu den Planungen in Osterwick arbeitet die Gemeinde an weiteren Gewerbeflächen im Ortsteil Holtwick. Dort sollen in „zweiter Reihe“ an der Handwerkerstraße rund neun Hektar entstehen. Das Gebiet befindet sich aktuell noch in der Planungsphase. Auch hier müssen noch einzelne planungsrechtliche Fragen geklärt werden. Gleichzeitig laufen Abstimmungen zum Artenschutz. Der Handlungsdruck ist jedoch hoch. Zwar gibt es in Holtwick noch ein, zwei freie Gewerbegrundstücke, langfristig reichen diese Flächen aber nicht aus, wie Wirtschaftsförderer Illerhues betont. Die Interessentenliste sei bereits gut gefüllt. Mit den zusätzlichen neun Hektar soll sowohl ortsansässigen Unternehmen als auch externen Betrieben eine Entwicklungsperspektive gegeben werden. Ziel sei es, noch in diesem Jahr die Voraussetzungen für die weitere Umsetzung zu schaffen.

Erstellt von Anja Wittenberg
 

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