Preußen Münster

Husare: Leidenschaft und Plan

Münster - Es ist noch nicht so lange her, seit Mark Bourichter mit seinem Sohn zum ersten Mal im Preußenstadion war. „Ein paar Tränen hatte ich schon im Auge“, gibt Bourichter zu. Er selbst fühlte sich in diesem Moment an die eigene Kindheit erinnert, an Stadionbesuche mit seinem eigenen Vater. Die Verbindung zum SC Preußen Münster war und ist stark und heute ist Bourichter dem Verein nicht nur als Mitglied verbunden, sondern auch als Unternehmer.

Mark Bourichter (vorne links) freut sich mit: Das Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Münster belegte zusammen mit der Agentur husare den ersten Platz beim GWA Junior Agency Award. Foto: Husare

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Bourichter ist einer der Inhaber der Kommunikationsagentur husare mit Hauptsitz in Emsdetten. Und auch wenn das Unternehmen agil ist und in die Zukunft denkt, kommt es mit viel Tradition daher: Seit 1979 existiert die Agentur, heute sind allein am Standort Emsdetten 45 Menschen damit beschäftigt, maßgeschneiderte Kommunikation für renommierte Kunden zu entwickeln.

Längst sind die husare deshalb auch gewachsen: In Hamburg betreibt das Unternehmen die Agentur H/Beat, in Münster die E-Commerce-Agentur Onacy und unterhält auch in Brüssel ein eigenes Büro, das Aufgaben für die EU übernimmt. Gerade erhält der Bereich Data Driven Marketing, also datenbasierte Online-Kampagnen, mehr Bedeutung. „Weniger Glaskugel, mehr konkrete Insights“, formuliert Bourichter.  

„Natürlich wollen wir helfen" 

Er selbst ist seit 2013 an Bord. Der gebürtige Ascheberger hat in Münster studiert, war dann lange in Hamburg beschäftigt und kehrte der Familie wegen nach Münster zurück. Und weil alte Liebe nicht rostet, unterstützen die husare seit 2022 den SC Preußen auch als Sponsor. „Es ging uns dabei nicht einfach nur um Tickets“, sagt Bourichter. „Wir wollten und wollen auch mitgestalten.“ Das gelang. Noch zu Regionalligazeiten halfen die husare dabei, ein neues Social-Media-Konzept für den Klub zu entwickeln. Sponsoring aus Überzeugung, wie Bourichter sagt. „Der SC Preußen ist personell noch weit entfernt von anderen Profiklubs, natürlich wollen wir da helfen.“ 

Das Sponsoring ist allerdings nicht nur der Leidenschaft geschuldet, es erfüllt auch einen ganz wichtigen Aspekt: Netzwerken, ins Gespräch kommen. „Es ist einfach unglaublich spannend, sich mit anderen Unternehmern auszutauschen.“ Nicht alles lasse sich auf Euro und Cent herunterrechnen, aber längst seien Beziehungen zwischen Agentur und anderen Unternehmen entstanden. „Man nimmt aus solchen Engagements immer etwas mit und zeigt zugleich Flagge für die gemeinsame Sache.“  

Und gerade erst zum Jahresanfang brachte Bourichter den SC Preußen auch im universitären Umfeld unter. Als Lehrbeauftragter im Institut für Kommunikationswissenschaft an der Uni Münster nahm er mit seinen Studentinnen und Studenten am Nachwuchswettbewerb des Gesamtverbandes der Kommunikationsagenturen (GWA) teil – und holte dort im Januar direkt den ersten Preis beim GWA Junior Agency Award. Ausgezeichnet wurde das Team für eine Kommunikationskampagne, die den aktuell laufenden Stadionumbau in Münster in den Fokus nimmt, Vorbehalte abbaut und die Kernvorteile des neuen Stadions in der Stadt und im Münsterland anschaulich erklärt. Ein bisschen Preußen Münster ist eben überall, auch dank der husare.  

Carsten Schulte

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