Oelde

Berufsrorientierung | Plattform für Nachwuchs und Vernetzung

Zahllose Unternehmen haben ihre Heimat in Oelde, darunter einige sogenannte „hidden champions“ und Marktführer. Sie stammen aus ganz verschiedenen Branchen, haben aber eines gemein: Sie alle suchen Nachwuchs. Damit junge Menschen aus Oelde und Umgebung heimatnah eine Arbeit finden, gibt es verschiedene Angebote. Eines der wichtigsten ist die Ausbildungsmesse „mach mit“, die im Juni erneut in Oelde stattfindet.

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Die Messe gibt es seit 2001 und über viele Jahre war sie im Vier-Jahreszeiten-Park beheimatet. Seit 2022 findet sie in der Dreifachsporthalle am Hallenbad statt – und zählte bei der letzten Ausgabe 2024 über 80 teilnehmende Betriebe und Institutionen. Auch für die nächste Veranstaltung in diesem Jahr sind schon rund 70 Aussteller eingeplant, wie Barbara Köß erklärt. Sie ist eine der hauptamtlichen Kräfte im Initiativkreis Wirtschaft Oelde e.V. (IWO), der die Messe organisiert.  

Das Engagement des IWO ist allerdings kein Zufall: Im Verein haben sich rund 50 Unternehmen aus Oelde und Umgebung zusammengetan. Ihr Ziel: Den regionalen Wirtschafts-, Bildungs- und Lebensraum Oelde zu unterstützen. Man verstehe sich als Plattform, als Mittler, erklärt Köß. „Wir sind keine Wirtschaftsförderung, sondern eher ein Ort für die Vernetzung und den Austausch.“ Und gerade das Thema Nachwuchsförderung genieße im IWO einen hohen Stellenwert. Der gemeinnützige Verein wurde 2011 offiziell gegründet und die Unterstützung junger Menschen war von Beginn an einer der Eckpfeiler der Vereinsarbeit.  

Die „mach mit“ ist eine Veranstaltung der Städte Oelde und Ennigerloh und dient genau diesem Zweck. Sie richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8, die sich dort über zahlreiche Ausbildungsberufe im technischen, kaufmännischen, sozialen oder kreativen Bereich informieren können. Erste Kontakte am für Schüler verbindlichen Messe-Freitag können am Tag danach intensiviert werden – dann öffnet sich die Messe für ein größeres Publikum. „Traditionell kommen die Schülerinnen und Schüler dann auch noch einmal mit Eltern oder Freunden“, so Köß. Mit rund 1.400 Menschen in der Dreifachsporthalle und dem vorgelagerten Ausstellungszelt rechnet man beim IWO. 

Zum Abschluss steht sonntags ein „Forscherfest“ an, das sich an Kinder aus Kitas, Grundschulen und den ersten Jahrgängen der weiterführenden Schulen richtet.  

„Gerade der Übergangsbereich von der Schule zum Beruf ist für uns wichtig“, erklärt Köß. Und die direkte Begegnung zwischen Schülern und Unternehmen, die persönlichen Kontakte, seien es, was berufliche Orientierung so wertvoll mache. Dabei geht die Arbeit des Vereins noch weiter. Nachwuchsförderung ist das eine Standbein, daneben geht es aber auch darum, Unternehmen Schnittstellen zu bieten, über die sie sich für den Standort Oelde engagieren können, wie Ole Schöning vom IWO ergänzt. „Wir schaffen Verbindungen zwischen Unternehmen, Ins­titutionen und Projekten und unterstützen so die Entwicklung des Standorts“, sagt er. 

Ganz bewusst ist der Verein breit aufgestellt: Er spricht nicht nur Industrie an, sondern auch das kleine und mittlere Handwerk oder den Einzelhandel. „Wir pflegen Kontakte zu allen Branchen“, betont Köß. Um allen Wünschen und Themen der Mitglieder gerecht zu werden, wird das Angebot des Vereins im Detail verzweigt: Für bestimmte Einzelthemen gibt es innerhalb des IWO spezielle Netzwerke, beispielsweise das Unternehmensnetzwerk Klimaneutrale Zukunft und den Handwerkertreff. 

Zugleich engagiert sich der IWO auch bei übergreifenden Angeboten wie dem Unternehmerfrühstück oder der Veranstaltung „Unternehmen im Dialog“, zu dem der IWO gemeinsam mit der Stadt zweimal im Jahr einlädt. Darüber hinaus ist der IWO Träger des zdi-Netzwerks im Kreis Warendorf, das in Oelde und im gesamten Kreis praxisnahe Berufsorientierungsangebote zusammen mit Schulen und Unternehmen entwickelt. Zukunft durch Innovation (kurz zdi.NRW) ist europaweit das größte Netzwerk zur Förderung des MINT-Nachwuchses mit über 5.700 Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Schulen, Politik und Gesellschaft. 

Erstellt von Carsten Schulte

 

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