In Emlichheim wird beispielsweise das Wohnbaugebiet „Südlich Thüringer Weg“ ausgewiesen. Auf dem etwa zwei Hektar großen Areal sollen insgesamt zehn Mehrfamilienhäuser, die ein privater Investor umsetzt, und elf Baugrundstücke für Einfamilienhäuser, Doppelhäuser und Reihenhäuser entstehen. 2027 soll das Areal in die Vermarktung gehen, wie Gerbert Helweg vom Bauamt der Samtgemeinde Emlichheim erklärt. „Hier geht es uns vor allem um den verdichteten Bau, um den Platz effizient zu nutzen und möglichst vielen Interessenten Wohnraum anbieten zu können.“
In Ringe-Neugnadenfeld entsteht ein Baugebiet an der Emslandstraße. Die Vermarktung erfolgt durch die Grafschafter Grundstücks- und Entwicklungsgesellschaft (GGB). Es werden elf Bauplätze angeboten, wovon zwei bereits verkauft sind. Auch in Ringe selbst ist die GGB aktiv: „Wir planen im Gebiet Bruck mit 15 Bauplätzen, die 2026 erschlossen und ab 2027 verkauft werden sollen“, informiert Jens Wolters, Geschäftsführer der GGB.
Einen großen Aufschlag macht die Gemeinde Hoogstede. Dort entsteht das Baugebiet „Mühlenweg“ mit 41 Bauplätzen. Das Gebiet ist längst in der Vermarktung, der Großteil (37) der Grundstücke ist schon verkauft. „Viele junge Hoogsteder Bürger verwirklichen sich dort den Traum vom eigenen Haus. Außerdem sind Mietobjekte geplant, sodass auch diese Nachfrage bedient werden kann, etwa für ältere Mitbürger, denen ihr eigenes Haus zu groß geworden ist und die sich daher mit einer Wohnung verkleinern möchten“, erläutert Hoogstedes Bürgermeister Jan Harms-Ensink. Aber auch Menschen außerhalb der Samtgemeinde haben sich für ein Grundstück am Mühlenweg beworben. „In den Gesprächen mit den Käufern haben wir festgestellt, dass Hoogstede vor allem für die Infrastruktur im Rahmen der Grundversorgung – vom Lebensmittelangebot über die ärztliche Versorgung bis zum Bildungsangebot – geschätzt wird. Das freut uns und bestätigt unsere Investitionen in diesem Bereich“, betont Harms-Ensink. Auch die geplante Bahnhaltestelle auf der Strecke Bad Bentheim-Coevorden sorge schon jetzt für einen positiven Effekt. „Zukünftig kann man mit der Bahn, bei einmaligem Umstieg, von Hoogstede aus bis Amsterdam und Berlin fahren“, so der Bürgermeister (siehe auch Artikel Seite 20). In Laar wird indes noch nach einem passenden Areal für Wohnbau gesucht. Zentral im Ortskern und am Bahnhof gäbe es Entwicklungsmöglichkeiten – das wäre vor allem für Beschäftigte aus dem GVZ Europark interessant. „Derzeit laufen die Gespräche mit den Grundstückseigentümern über den Verkauf der Flächen“, erklären Laars Bürgermeister Hindrik-Jan Kampert und Gemeindedirektor Mirko Breukelman.
Dass die Kommune als Wohnort gefragt ist, führt er vor allem auf die Nähe zu den Niederlanden, attraktive Arbeitsplätze und die verhältnismäßig moderaten Grundstückspreise zurück. „Hier kann man sich die eigenen vier Wände noch leisten“, so Kampert und Breukelman. Auch mit der Infrastruktur könne die Samtgemeinde aus seiner Sicht punkten. „Wir verbinden hier Dorfcharakter mit einer funktionierenden Nahversorgung für den täglichen Bedarf. Das breite Angebot trägt zur Attraktivität des Standorts bei“, betonen der Bürgermeister und der Gemeindedirektor.
Erstellt von Anja Wittenberg