Mit dem Jungunternehmerstammtisch „Dülmen Starts Up“ hat die städtische Wirtschaftsförderung ein Format geschaffen, bei dem sie sich kontinuierlich zum Austausch treffen können. Das Netzwerk hat sich mittlerweile etabliert – und soll noch weiterwachsen. Die Idee ist seinerzeit im Gespräch mit Sven Forell, Gründer des IT-Beratungshauses ConIT Solutions in Dülmen, entstanden, wie Wirtschaftsförderer Alexander Aberle erklärt. „Wir hatten festgestellt, dass die Sichtbarkeit von Jungunternehmern vor Ort nicht so gegeben ist. Man kennt die etablierten Unternehmen, aber für Start-ups ist es mitunter schwer, sich zu vernetzen. Dabei können gerade Gründer oder junge Geschäftsführende viel voneinander lernen“, erläutert Aberle die Hintergründe. Mit dem Stammtisch sollen sie daher einen Anlaufpunkt bekommen. Aberle und Forell werden mittlerweile auch von Christina Albinus, Inhaberin von glaha creatives, bei der Organisation der Treffen unterstützt.
Ungezwungen und locker
Was während der Corona-Pandemie mit Online-Meetings und Bier-Tastings zu Hause begonnen hatte, hat sich heute zu einem Veranstaltungsformat entwickelt, bei dem sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer viermal im Jahr persönlich treffen. „Wir kombinieren dabei einen Informationsteil mit Netzwerken“, gibt Aberle einen Einblick. Das heißt: Zunächst geht es in Vorträgen zu einem aktuellen Thema oder bei einer Betriebsbesichtigung um Wissenswertes, danach steht der lockere Erfahrungsaustausch beim gemeinsamen Essen im Mittelpunkt. Besucht werden dabei Dülmener Unternehmen aus dem Stammtisch, aber auch andere Betriebe in der Region. Beim jüngsten Treffen ging es zu einer Druckereibesichtigung nach Nordhorn mit anschließendem Dinner. „Wir halten die Termine immer sehr ungezwungen und locker ab. Und natürlich freuen wir uns, wenn möglichst viele an den Terminen teilnehmen und sich einbringen – denn der Austausch lebt vom Mitmachen“, betont Aberle.
Synergien schaffen
Unkompliziert läuft daher auch die Kommunikation. Per WhatsApp gibt es Infos zu den nächsten Treffen. Etwa 35 bis 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind aktuell so untereinander vernetzt. „Es ist erstaunlich, wie viele neue, interessante Unternehmen man kennenlernt, die man vorher gar nicht auf dem Radar hatte. So können auch Synergien entstehen“, betont Wirtschaftsförderer Aberle.
Um teilnehmen zu können, müsse aber nicht zwingend ein eigenes Business gegründet worden sein. „Auch Unternehmensnachfolger sind willkommen, da sie ja ebenfalls neu in der Unternehmerlandschaft sind und sich häufig mit denselben Fragen beschäftigen wie Gründer“, erläutert der Wirtschaftsförderer.