Ascheberg

Mobilität: viele Alternativen für ein Ziel

Die Lage von Ascheberg bringt gute Voraussetzungen für eine entsprechende Verkehrsanbindung mit: direkt im Kreuz zwischen der Autobahn 1 und der Bundesstraße 58 mit jeweils eigenen Abfahrten gelegen, einen Anschluss an die Bahnstrecke Dortmund-Münster gibt es auch. Und eigentlich sollte genau diese Pendlerstrecke mit Blick auf klimafreundliche Alternativen zum Auto schon seit einigen Jahren mit einem zweiten Gleis versehen werden. Da das aber noch hakt, hat sich die Gemeinde jüngst selbst auf den Weg gemacht, ihre Mobilität „grüner“ zu machen – mit alternativen Angeboten.

Ascheberg ist an die Velo-Route angeschlossen. Foto: Gemeinde Ascheberg

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„Ein zweites Gleis zur Entlastung und Erhöhung der Taktung auf der Bahnstrecke zwischen Münster und Dortmund wäre wünschenswert. Es wäre sogar ein Riesengewinn, weil die Linie vor allem bei Pendlern sehr gefragt ist und Verspätungen für sie besonders ärgerlich sind. Da das Projekt aber nicht in unserer Hand liegt, können wir nicht eigenständig aktiv werden“, bedauert Thomas Stohldreier, Bürgermeister der Gemeinde Ascheberg.

Alternative Mobilitätsangebote geschaffen

Das sieht in der Kommune selbst anders aus: Dort hat die Gemeindeverwaltung in den vergangenen Monaten diverse alternative Mobilitätsangebote geschaffen. Dazu zählt zum Beispiel die neue Buslinie K10, die seit Anfang des Jahres zwischen dem Ortsteil Herbern und dem Bahnhof Mersch in Drensteinfurt fährt. „Die Nachfrage ist insbesondere zu Berufsverkehr-Zeiten so groß, dass wir bereits über eine zweite Buslinie auf der Strecke nachdenken“, erklärt Stohldreier. Die Anbindung in Ascheberg und Umgebung habe sich dadurch schon deutlich verbessert.

Bürgerbus kommt an

Das Angebot wird außerdem durch einen Bürgerbus ergänzt, der von ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern von montags bis freitags gesteuert wird. Pro Monat fahren damit 1.200 bis 1.600 Personen zwischen den Ortschaften Davensberg, Ascheberg und Herbern oder sogar bis zum Bahnhof Capelle und auf gleicher Strecke zurück. „Die Akzeptanz des Busses in der Bevölkerung ist äußerst positiv“, bewertet Bürgermeister Stohldreier. Vor diesem Hintergrund hat die Gemeinde vor kurzem auch ein neues Fahrzeug mit mehr Komfort in Betrieb genommen. „Eine Herausforderung ist aber, das entsprechende Personal zu finden. Der Bürgerbus-Verein Ascheberg ist daher immer auf der Suche nach neuen Fahrerinnen und Fahrern, die Lust haben, sich ehrenamtlich zu engagieren“, gibt Stohldreier einen Einblick.

Alternative Fahrrad

Auch das Fahrrad wird in Ascheberg zunehmend mehr zu einer echten Alternative, wenn es um die Mobilität auf längeren Strecken geht. Die sogenannte Veloroute von Ascheberg über Amelsbüren bis nach Münster kommt nämlich voran: Der Abschnitt zwischen Ascheberg und dem Ortsteil Davensberg ist bereits vollständig ausgebaut. Entlang der Amelsbürener Straße führt der Weg bis zur Höhe der Autobahn. „Die weiteren Bauabschnitte befinden sich in der Planung“, informiert Stohldreier. Er sieht die Gemeinde in Sachen grüne Mobilität auf einem guten Weg: „Insbesondere im ländlichen Bereich ist es nicht immer einfach, gute, verlässliche Alternativen zum eigenen Pkw zu schaffen. Mit den Bussen und der Veloroute haben wir aber schon wichtige, erste Schritte gemacht.“

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