Ascheberg

D-E-K Dischereit: Investition in Maschinen

Grüne Wiesen und die Weite des Münsterlands, über allem ragt die Pfarrkirche St. Benedikt: Vermutlich erwartet man hier nicht im ersten Moment ein Technologieunternehmen mit Kunden in Deutschland und Europa. Und doch geht es bei D-E-K Dischereit, am Ortsrand von Ascheberg-Herbern gelegen, um präzise Elektronikfertigung für den Einsatz in intelligenten Systemen und Maschinen. Um das weiterzuentwickeln, hat das Unternehmen aktuell in seinen Maschinenpark investiert.

Mathias Sroka, Chief Operating Officer bei D-E-K Dischereit. Foto: D-E-K Dischereit

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Reflow-Lötanlagen, High-Speed-3D-Überwachungssysteme, SMD-Bauelemente: Begriffe wie diese machen deutlich, dass es nicht um einfache Hauselektrik geht, sondern um komplexe elektronische Steuersysteme, die in Herbern produziert werden. Verantwortlich dafür ist Olaf Dischereit, der das Unternehmen 1995 praktisch „aus dem Hobbykeller“ gegründet hat, wie der Energieanlagen-Elektroniker und Elektrotechniker heute sagt. Von der „Schrauberatmos­phäre“ ist allerdings nicht mehr viel zu spüren. Die Branche, in der sich Dischereit bewegt, verändert sich schnell und wer mithalten will, muss sich ebenfalls ständig anpassen. D-E-K Dischereit tut dies – zuletzt hat das Unternehmen stark in seinen Maschinenpark investiert und so nicht nur die Produktionskapazität verdoppelt, sondern zugleich auch wirtschaftlicher gemacht. Eine neue Selektivlötanlage arbeitet vollautomatisch, der neue High-Speed-Bestücker für sogenannte oberflächenmontierte Bauelemente arbeitet in doppelter Geschwindigkeit. „Alles deutlich leistungsfähiger“, sagt Chief Operating Officer Mathias Sroka.

Den kleinen „Kulturschock-Moment“ erlebe man allerdings immer noch, gibt Sroka zu. Wenn Kunden aus Hamburg, Berlin oder anderen Ballungsräumen zum ersten Mal in Herbern landen, sei die Überraschung doch groß. Aber mag auch der Ort klein sein, das Unternehmen ist es nicht mehr. Rund 40 Mitarbeitende zählt D-E-K Dischereit heute und das eigene Portfolio umfasst im Grunde alles, was man von einem Full-Service-Provider erwartet: „Wir sind ein EMS-Dienstleister“, beschreibt Sroka das Geschäftsmodell. EMS steht für „Electronic Manufacturing Services“ und umfasst alle Dienstleistungen rund um die Herstellung von Elektronikprodukten – von der Leiterplattenbestückung über Baugruppenfertigung bis hin zu Sonderlösungen.  

Das Unternehmen ist dabei in fast allen Branchen unterwegs, wobei der Einsatzbereich von Steuer- und Messtechnik für industrielle Fertigung bis hin zu elektronisch gesteuerten Möbeln reicht. Parallel entwickelt das Unternehmen auch selbst Elektronik, doch das Hauptgeschäft besteht darin, auf Grundlage von Kunden-Plänen ein fertiges Produkt zu erstellen. Sroka formuliert es so: „Von der Materialbeschaffung über die passende Bestückung bis zur Montage übernehmen wir dann den gesamten Herstellungsprozess. Und das von Auflage eins, also Prototypen, bis hin zu sechsstelligen Stückzahlen.”  

Dass Ascheberg-Herbern als Standort eine Rolle spielt, gehört zu dieser Geschichte dazu. Bei Dischereit spürt man das: Viele Kunden aus der Region Ruhrgebiet, dem Münsterland oder Ostwestfalen entscheiden sich ganz bewusst für den regionalen Partner in Herbern.  

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